Vorzeitig die Klasse gehalten

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Das ursprüngliche Ziel ist erreicht, mit dem 5:3 (2:1, 1:1, 2:1) Sieg vor 1538 Zuschauern sicherten sich die Moskitos Essen bereits zwei Spieltage vor dem Ende der Vorrunde den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Jari Pasanen, der Essener Trainer, sprach seiner Mannschaft ein Lob aus und gab dem Team bis Dienstag frei, um „ein bisschen zu feiern“. „Wir werden allerdings alles dafür tun, um nun auch unseren Wunsch, das Erreichen der Play-offs, zu realisieren“, sagte Pasanen weiter. Die Essener hatten die Eislöwen zu Beginn des Spiels gut im Griff und erarbeiteten sich Chancen, doch Vlastimil Lakosil im Dresdner Gehäuse hielt seinen Kasten sauber, bis zur ersten Strafzeit der Eislöwen. Robin Sochan hatte Platz genommen in der Kühlbox und die Moskitos brauchten genau 13 Sekunden, da überwand Dean Beuker den Dresdner Keeper. Zwar wirkte das Spiel der Essener etwas verkrampft, sie versuchten jedoch, Druck zu machen und weitere Tore nachzulegen. Dabei half im ersten Drittel eine hundertprozentige Überzahl-Verwertung. Martin Sekera saß auf der Strafbank als Essens Top Torjäger Tyson Mulock im Powerplay von der blauen Linie abzog und die kleine Scheibe zum 2:0 in den Winkel hämmerte. Dresden hatte in diesem ersten Drittel nicht viel vom Spiel, wie aus dem Nichts jedoch plötzlich der Anschlusstreffer, noch zwei Minuten bis zur Pause da erwischte Sekera Joaquin Gage auf dem falschen Fuß und es stand nur noch 2:1.

Als hätte dieser Treffer die Moskitos gelähmt ging im zweiten Drittel nicht besonders viel zusammen, die Dresdner wurden stärker und witterten ihre Chance. Markus Busch war es dann der den alten Abstand wieder herstellte, und wieder in Überzahl. Dieses Mal brauchten die Moskito ganze fünf Sekunden, dann konnte Pavel Vit die Strafbank wieder verlassen und es stand 3:1. Dresdens Trainer Stefan Mikes bemängelte das Unterzahlverhalten seines Teams: „Wir haben vier Treffer in Unterzahl bekommen, so kann man hier in Essen nichts Zählbares mitnehmen.“ Aufgegeben hatte sich seine Mannschaft aber keineswegs, und als Daniel Menge den erneuten Anschlusstreffer erzielen konnte, stand das Spiel sogar auf der Kippe. War es der Spieler des Abends, Boris Lingemann, der dieses Spiel dann entschied? Das letzte Drittel war knapp vier Minuten alt, die Moskitos hatten wieder mal Überzahl, und Lingemann erzielte den vierten Essener Treffer.

Und als den Eislöwen wieder der Anschlusstreffer zum 4:3 gelang, war es eine Minute später erneut der Stürmer mit der Nummer 94, der auf einen beruhigenden Vorsprung erhöhte. Am Ende war es kein hochklassiges Spiel, es war ein Kampfspiel, das die Essener verdient für sich entscheiden konnten. Im Lager der Stechmücken sorgte der vorzeitige Klassenerhalt für eine ausgelassene Stimmung. „Wir haben nun die erhoffte Planungssicherheit für die weiteren Gespräche mit möglichen Sponsoren und Investoren, aber auch für Gespräche mit der Mannschaft und anderen Spielern. Ich bin heute Abend sehr glücklich, dass wir das geschafft haben. Wenn wir vielleicht auch noch in die Play-offs kommen könnten, wäre das das Sahnehäubchen“, diktierte ein sichtlich gelöster Präsident Jürgen Taschner in die Blöcke der Journalisten.

Tore: 1:0 (6:24) Beuker (Lingemann, Mulock, 5-4), 2:0 (15:05) Mulock (Strömberg, Puhakka, 5-4), 2:1 (17:56) Sekera (Balazs, Hruby), 3:1 (29:59) Busch (Lingemann, Mulock, 5-4), 3:2 (34:48) Menge (Sochan, Balazs, 5-4), 4:2 (43:55) Lingemann (Busch, Puhakka, 5-4), 4:3 (52:33) Menge (Wolf, Vit, 5-4), 5:3 (53:28) Lingemann (Müller, Willaschek). Strafen: Essen 14, Dresden 18 + 10 (Kreuzmann). Schiedsrichter: van Gameren (Morgenstern, Seidel). Zuschauer: 1538. (uvo)