Vizemeister zu Hause weiter ungeschlagenen Bietigheim Steelers

Vizemeister zu Hause weiter ungeschlagenen Vizemeister zu Hause weiter ungeschlagenen
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Hierbei begegneten sich beide Teams im ersten Spielabschnitt durchaus auf Augenhöhe. Steelers-Stürmer Matt McKnight war die erste Chance auf Seiten der Hausherren vergönnt. Nach schnellem Angriff setzte dieser die Hartgummmischeibe aber knapp neben das Tor von Joey Vollmer. Auf der Gegenseite fanden Morten Lie und Michael Rimbeck keinen Weg an Sinisa Martinovic vorbei.  Der erste Torerfolg ließ aber bis zur 12. Minute auf sich warten. Bietigheim hatte nach vergebenem Powerplay eine Unterzahlsituation gerade schadlos überstanden und kam direkt zum Führungstreffer. Robin Just und René Schoofs hatten für Marcus Sommerfeld aufgelegt, der aus kurzer Distanz das 1:0 erzielen konnte (12.). Die Mannschaft von Trainer Toni Krinner, nun unter Zugzwang, zog das Tempo etwas an.  Eine tolle Kombination über Tim Regan und Michael Rimbeck hätte fast den Ausgleich für die Werdenfelser bedeutet. Der Puck kam nach Schuss von Tim Regan frei vor Silo Martinovic zu liegen. Bietigheims Torhüter reagierte einen Sekundenbruchteil schneller als der bereits lauernde Florian Vollmer und bekam die Fanghand gerade noch auf den Puck. Die Gastgeber kamen kurz vor der Drittelpause nochmals in den Genuss eines weiteren Überzahlspieles, konnten dies aber nicht weiter nutzen und gingen so mit einer knappen aber nicht unverdienten Führung in die erste Pause.

Bietigheim war dafür im zweiten Drittel von Beginn an bei der Sache und mit viel Druck im Kessel in Richtung Gästetor unterwegs. Eine vermeidbare Strafzeit der bayerischen Gäste bescherte dem Vizemeister ein weiteres Powerplay. Diesmal wurde der Vorteil Gewinn bringend angelegt. Matt McKnight, von Marcus Sommerfeld auf die Reise geschickt, legte quer auf den mitgelaufenen David Wrigley. Bietigheims #24 fackelte nicht lange und verwertete per Direktabnahme zum 2:0. Quasi im Gegenzug konterte der SC Riessersee mit dem Anschlusstreffer. Kai Herpich nutzte einen Abstimmungsfehler in der Bietigheimer Defensive zum 2:1, die Vorarbeit hierzu kam von Markus Eberhardt und Thomas Merl. Die Gäste versuchten sich zwar wieder in die Partie zu kämpfen, liefen sich aber entweder in der Bietigheimer Verteidigung fest oder scheiterten spätestens am Torhüter des Vizemeisters. Mit einer weiteren unnötigen Strafe erwies Thomas Merl seinem Team einen Bärendienst. Archie Skalbeck konnte die Führung auf 3:1 ausbauen, indem er den Puck, nach feinem Zuspiel von Verteidiger Markus Gleich, wunderbar unter die Latte lupfte. Kurz darauf war es wieder Archie Skalbeck, der sich mit viel Geschwindigkeit über links ins Drittel tankte, aus dem Augenwinkel den nahenden Robin Just wahrnahm und uneigennützig quer legte. Robin Just zog aus vollem Lauf ab - traf aber nur den Pfosten. Bietigheim zeigte sich auch weiterhin deutlich besser als die in der Offensive recht harmlosen Gäste. Diese erwachten erst wieder gegen Ende des Spielabschnittes aus der Lethargie und konnten Silo Martinovic gleich drei Mal prüfen. Doch der Bietigheimer Keeper behielt ebenso oft die Oberhand und hielt damit den Zwei-Tore Vorsprung fest.

"Riessersee war heute ein sehr guter Gegner. Sie spielen ein gutes und solides Defensivsystem und wie schon im letzten Jahr war es wieder ein sehr enges Spiel, das wir mit acht Strafminuten im Schlussdrittel fast noch verloren hätten. Ich bin froh, dass wir heute doch noch einen Weg gefunden haben zu gewinnen.", zeigte sich Steelers Trainer Kevin Gaudet nicht ganz zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft, denn Riessersees Coach Toni Krinner schien in den Katakomben der EgeTrans Arena die richtigen Worte an sein Team gerichtet zu haben. Die Gäste präsentierten sich zu Beginn des Schlussabschnittes stark verbessert. Druckvoll und bissig agierten die Werdenfelser nun in der Offensive und drängten den amtierenden Vizemeister immer wieder in die Defensive. Hinten leisteten sich die Garmischer aber den ein oder anderen Aussetzer. Einen Fehlpass hätte Matt McKnight zur Vorentscheidung nutzen können, vergab aber frei vor dem Tor. Kurz darauf musste Joey Vollmer in höchster Not selbst klären, nachdem die Defensive der Bayern den Begriff "Teamwork" neu definierte und ihren Keeper gleich zwei Mal völlig im Stich ließen. Die mangelnde Chancenverwertung der Steelers sollte sich wenig später aber bitter rächen. Nach Strafe gegen Mark Heatley musste man den Anschlusstreffer des SC Riessersee hinnehmen. Tim Regan hatte auf Zuspiel von Morten Lie und Julian Eichinger getroffen. Die Schwaben hatten den Gegentreffer kaum verdaut, als auch schon der nächste Bietigheimer auf der Strafbank Platz nehmen durfte. Markus Gleichs Strafe zog allerdings keine Konsequenzen nach sich - ganz im Gegenteil. David Wrigley hatte nach Pass von Matt McKnight das 4:2 schon auf dem Schläger, scheiterte aber. Das Schiedsrichtergespann schien Gefallen am Garmischer Überzahlspiel gefunden zu haben und schickten mit Dominic Auger gleich den nächsten Steelers Akteur auf die Strafbank. Aber wieder zeigte sich das Unterzahlspiel von Kevin Gaudets Schützlingen bärenstark und ließ keinen Gegentreffer zu. Dem Team aus Garmisch-Partenkirchen lief langsam aber sicher die Zeit davon. In der Offensive wollte es nicht so recht laufen und zu allem Überfluss handelte sich Jaroslav Kracik auch noch eine Strafe ein. Hier hielten die Bayern aber hinten dicht und Bietigheim blieb damit ohne Treffer. Gut eineinhalb Minuten vor Ende der Partie gab es erneut eine Strafzeit gegen die Steelers. Bastian Steingross musste für zwei Minuten auf die Strafbank. Toni Krinner machte nun Nägel mit Köpfen, nahm eine Auszeit und holte seinen Keeper zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Die Steelers, damit in doppelter Unterzahl, sahen sich nun wütenden Angriffen des SC Riessersee gegenüber und stemmten sich mit aller Macht gegen den anrennenden Gegner. Die Belohnung ließ nicht lange auf sich warten. Nach starkem Forechecking von David Wrigley und Mark Heatley kam letzterer irgendwie an die Scheibe und schob diese wenige Sekunden vor Ende zum 4:2 ins Netz.

Statistik:

1:0 - Marcus Sommerfeld (René Schoofs, Robin Just) - 12.
2:0 - David Wrigley (Überzahl-Tor) (Matt McKnight, Marcus Sommerfeld) - 23.
2:1 - Kai Herpich (Markus Eberhardt, Thomas Merl) 23.
3:1 - Archie Skalbeck (Überzahl-Tor) (Markus Gleich, Mark Heatley) - 29.
3:2 - Tim Regan (Überzahl-Tor) (Morten Lie, Mark Kosick) - 46.
4:2 - Mark Heatley (Unterzahl-Tor) (Empty Net) (David Wrigley) 60.

Strafminuten:
Bietigheim: 12
Riessersee: 12

Schiedsrichter: Markus Schütz

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