Vierter trotz Ravensburg-Debakels

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Und nach dem Punkt aus dem Heilbronner Freitagsspiel und dem zweiten 4:2-Heimerfolg gegen Tabellenführer Wölfe Freiburg stehen sie da auch verdient.

Dabei gingen die Gäste aus dem ersten Drittel als Punktsieger hervor, denn neben der Schussstatistik konnten sie auch das Ergebnis positiv für sich gestalten. In Überzahl holte Mark Heatley ein paar Juwelen aus der Familien-Schatztruhe und verlud den zwischen den Crimmitschauer Pfosten stehenden Stefan Horneber mustergültig. Auch in der Folgezeit zeigten die Wölfe, dass sie nicht zu Unrecht den Platz an der Sonne innehatten. Schnell, schnörkellos und von den Hausherren einfach zu wenig gestört beschwor Freiburg noch einige Gefahrensituationen vor dem allerdings ganz stark haltenden Horneber. Das 0:1 zur Pause war verdient.

Ab dem zweiten Duchgang wandelte sich das Bild zusehends. Ab Minute 21 sah man aggressiv forecheckende Eispiraten, und das schmeckte den Wölfen überhaupt nicht. Und nicht umsonst war es Crimmitschau-Debütant Hans-Andrew Pienitz, der in Minute 23 seinen starken Gesamteindruck mit dem satten Ausgleichs-Blueliner nach geduldig aufgezogenem Powerplay untermauerte. Überhaupt die Förderlizenzler in den rot-weißen Reihen: wasAda in diesem Jahr an Talent zum Reifen in den Sahnpark geschickt wird, könnte sogar das Kasseler Blauhosen-Ensemble aus der Aufstiegssaison in den Schatten stellen. Ob Bielke, Pohl, Ostwald oder Hanusch: die Jungs präsentieren sich als Leistungsträger. Und daher verwundert auch der Name des nächsten Crimmitschauer Torschützen wenig: Dominik Bielke blieb es vorbehalten, nach genau 24 Minuten den Führungstreffer zu erzielen. Als Dean Strong fünf Minuten später gar das 3:1 gelang, nachdem er in eigener Unterzahl einen Konter fuhr und der Puck irgendwie den Weg ins Tor fand, stand der Sahn Kopf. Das ganze Team spielte wie aus einem Guss, setzte den Gegner permanent unter Druck. Und weil Freiburg trotzdem ab und an einen Weg fand, sich zu befreien, wurde ein richtig schönes Eishockeyspiel daraus.

Das setzte sich auch im letzten Drittel fort, auch wenn lange keine Tore fielen. Die Suppe war trotzdem gut gewürzt, und erst als die Eispiraten auch in eigener Unterzahl in Sachen Puckeroberung mit zwei Mann in des Gegners Drittel unterwegs waren und sich einen Zwei-auf-Eins-Konter zum 3:2 einfingen, musste man noch einmal kurz um die drei Punkte bangen. Aber halt wirklich nur kurz, denn das kräftezehrende Forechecking und das ansonsten gute Unterzahlspiel ließen es nicht einmal zu, dass Gästecoach Berwanger seinen Goalie Petrik rechtzeitig aus dem Kasten nehmen konnte, um noch einmal in eine gute Aufstellung zu kommen. Als er es dann doch tat, waren die Hausherren auch schon wieder in Puckbesitz und hatten gleich mehrere Möglichkeiten zum Empty-Netter. Schön, dass es letztlich Garett Bembridge war, der zum 4:2 ins leere Tor verwandeln konnte, denn dem als Goalgetter eingekauften Kanadier klebt bislang noch etwas Schusspech am Schläger. Vielleicht ist der Knoten ja jetzt geplatzt.

Fazit: Vier-Punkte-Wochenende, weiße Weste nach zwei attrakiven Heimspielen, Platz vier in der Tabelle: da fällt es fast schon leicht, den Ravensburg-Lapsus zu vergessen.

Tore: 0:1 (13:42) Mark Heatley (David Danner, Kevin Lavallee/5-4), 1:1 (23:02) Hans Pienitz (Garett Bembridge/5-4), 2:1 (24:00) Dominik Bielke (Thomas James McElroy/5-4), 3:1 (29:37) Dean Strong (4-5), 3:2 (52:09) Barry Noe (Milan Karlicek, Mark Heatley/5-4), 4:2 (59:49) Garett Bembridge (Patrick Pohl, Dean Strong). Zuschauer: 1808.


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