Verhaltener Optimismus im Werdenfelser Land

Riessersee: Rettung in letzter SekundeRiessersee: Rettung in letzter Sekunde
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Die Bilanz des SC Riessersee ist recht durchwachsen. In den Weihnachtsferien mussten die Garmischer, wie fast alle anderen Teams der 2. Liga, 8 Spiele innerhalb von 17 Tagen absolvieren. Dabei gab es 4 Siege und 4 Niederlagen.

Sehr erfreulich war der 5:2-Erfolg gegen die Wild Wings aus Schwenningen. „Da haben wir überragend gespielt,“ meint SCR-Boss Ralph Bader. „Besonders unsere junge dritte Reihe zeigte eine sehr engagierte Leistung.“ Weniger gut lief es im folgenden Heimspiel gegen den EHC München. „Anfangs waren wir überlegen, doch dann brachten uns individuelle Fehler auf die Verliererstraße.“ Wenigstens die Kasse stimmte am 2. Januar: 3700 Zuschauer zahlten ihren Obolus und sorgten für einen warmen Regen.

In Weißwasser war dann am Sonntag für den SCR nichts zu holen. Nach einer Anreise im Schneechaos setzte es eine in dieser Höhe nicht erwartete 2:7-Schlappe. Die Enttäuschung bei den Verantwortlichen hielt sich aber in Grenzen. „Wir mussten den vielen Spielen und dem dezimierten Kader Tribut zollen.“ In der Tat: Durch die Verletzungen von Top-Torjäger Brad Self – er hatte bereits am 19. Dezember einen Haarriss im Schienbeinkopf erlitten und wird noch mehrere Wochen fehlen – und Mattias Wikström fallen gleich zwei Mittelstürmer langfristig aus. Wobei der Deutsch-Schwede wegen eines Kreuzbandrisses in dieser Saison überhaupt nicht mehr spielen kann.

Geschäftsführer Bader sucht gemeinsam mit Trainer Brunner nach personellen Alternativen. „Nur irgendeinen Spieler zu verpflichten, bringt uns wenig. Ein Neuer sollte die Qualität der beiden Verletzten besitzen.“ Was mitten in der Saison mehr als schwierig sein dürfte. Aber vielleicht entdecken die Verantwortlichen einen Ausländer, der die entstandenen Lücken halbwegs füllen kann. Außerdem wird Stürmer Mats Schöbel nach seinem Kurzgastspiel bei den Kölner Haien wieder nach Garmisch zurückkehren.

Derzeit belegt der SC Riessersee mit 42 Punkten den 9. Platz und wäre damit für die Pre-Playoff-Runde qualifiziert. Der Abstand nach oben, sprich direkte Playoff-Qualifikation, beträgt lediglich 3 Zähler. Nach unten sind es aber auch nur 5 Punkte. Das bedeutet, dass das Garmischer Team in den verbleibenden 17 Begegnungen keinen Zähler mehr verschenken darf. Besondere Bedeutung werden dabei die beiden Derbys gegen Landshut und Bad Tölz haben, die Ende Januar auf dem Programm stehen. Alle SCR-Fans hoffen, dass dann auch Publikumsliebling Brad Self wieder mit von der Partie sein kann.