Verdienter Sieg gegen defensive FalkenRavensburg besiegt Heilbronn

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Die Towerstars wollten von Beginn an sichtlich zeigen, wer der Herr im Hause der Ravensburger Eissporthalle ist. Doch schnelle sollte sich zeigen, was die Heilbronner Falken seit der Übernahme von Trainer Fabian Dahlem gelernt hatten: Den Gegner kommen lassen, aber vor dem Tor die Räume äußerst eng machen. Nach neun Minuten konnten die Towerstars ihre optischen Vorteile aber dennoch zum 1:0-Führungstreffer verwerten.  Einen Schuss von Brandon MacLean konnte Falken-Keeper Weitzmann nur zur Seite abprallen lassen, den Nachschuss verwertete Fabio Carciola so freistehend wie eiskalt zum 1:0. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Ravensburger Cracks einen Mann mehr auf dem Eis. Sie verpassten allerdings, bei weiteren gegnerischen Strafzeiten nachzulegen. Heilbronn verteidigte vor dem eigenen Torraum eisern und auch eine doppelte Überzahl von über eineinhalb Minuten konnten die Towerstars trotz hochkarätiger Einschussmöglichkeiten leider nicht zum zweiten Treffer nutzen. Rächen sollte sich das in der Schlussphase des Startabschnitts. Die jetzt frech und selbstbewusst agierenden Falken setzten sich bei gut laufender Scheibe für längere Zeit im Ravensburger Drittel fest und ein Schuss aus halblinker Position zischte Matthias Nemec letztlich über die Fanghand zum 1:1 ins Netz. Trotz deutlichem Schussverhältnis von 14:4 zugunsten der Oberschwaben war dies der Zwischenstand nach dem ersten Spielabschnitt.

Noch deutlicher wurde die Dominanz der Towerstars in Abschnitt 2. Etwas überraschend agierten die Gäste doch weiter sehr undiszipliniert und als Thomas Gödtel nach zwei Minuten Towerstars Stürmer Mathieu Tousignant nach dem Spielunterbruch mit einem satten Faustschlag niederstreckte, war für den das Spiel aufgrund einer 5-plus-Spieldauerstrafe vorzeitig beendet. Das Ravensburger Powerplay lief optisch zwar flüssig, die Ausbeute beschränkte sich allerdings auf das 2:1 durch Austin Smith. Der fälschte einen satten Schuss von Radek Krestan vor dem Torraum noch ab. Es folge eine drückende Überlegenheit der Towerstars, die Chancenverwertung stand beim Spielstand von 2:1 nach 40 Minuten als einziges Manko über dem Geschehen. Heilbronner Angriffe waren nicht mehr als Entlastung und sollten Torhüter Matthias Nemec auch nur bedingt in Bedrängnis bringen. Das Schussverhältnis von 15:2 sprach wahrlich Bände über die Machtverhältnisse im zweiten Spielabschnitt.

Die Frage war, wie lange die Gäste aus dem baden-württembergischen Unterland dem Druck der Towerstars noch standhalten konnten. Stephan Vogt beantwortete diese Frage nach vier Minuten im Schlussabschnitt. Einen Schlagschuss von Raphael Kapzan von der blauen Linie lenkte Stephan Vogt noch entscheiden ab und die Towerstars lagen mit 3:1 in Front. Als Brian Roloff weitere viereinhalb Minuten zwei Heilbronner Gegenspieler bei einem Sprintduell stehen ließ und mit der Rückhand trocken zum 4:1 vollendete, war die Partie gelaufen. Daran konnte dann auch das 2:4 durch Adam Brace fünfeinhalb Minuten vor Schluss  nichts mehr ändern.

„Wir hatten sehr viele Einschussmöglichkeiten und unser Powerplay war sicherlich nur durchschnittlich, aber dennoch haben sich die Jungs diesen Sieg mit solider Arbeit verdient“, resümierte Towerstars Trainer Daniel Naud den Heimsieg. Dieser verteidigte drei Spieltage vor Ende der Hauptrunde zugleich den vierten Tabellenplatz.

Tore: 1:0 (8:59) Fabio Carciola (Mathieu Tousignant, Brandon MacLean/5-4), 1:1 (17:38) Daniel Haase (Tom Fiedler, Carsten Gosdeck), 2:1 (24:25) Austin Smith (Radek Krestan, Lukas Slavetinsky/5-4), 3:1 (44:02) Stephan Vogt (Raphael Kapzan, Stefan Langwieder), 4:1 (48:35) Brian Roloff, 4:2 (54:36) Adam Brace (Richard Gelke/5-4). Strafen: Ravensburg 6, Heilbronn 12 + 10 (Markus Eberhardt) + 5 + Spieldauer (Thomas Gödtel). Zuschauer: 2649.