Unzufriedenheit in HeilbronnSieg für Kassel

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„Ihr macht unseren HEC kaputt“ und „Mannix raus!“ stand in großen Buchstaben auf Transparenten, die die Fans gegen Spielende hochhielten, untermalt von „Mannix raus!“-Gesängen. Die Stimmung bei den Fans des Schlusslichts der DEL2 kippt. Kann man es den Fans verdenken, dass sie unzufrieden sind? Oftmals zeigten die Falken eine gute, eine ansprechende Leistung und brachten sich in Führung. Unkonzentriertheiten, kleine Fehler oder einfach nur ein Gegner im Aufschwung brachten zumeist doch eine Niederlage. Auch am Sonntag drehten die Huskies binnen vier Minuten das Spiel.

Bedenken muss man aber, dass mit den Falken ein Team auf DEL2-Eis unterwegs ist, das sich personell primär für die Oberliga Süd aufgestellt hat. Das letztjährige Falken-Team war ausgerichtet, Platz 10 zu erreichen. Am Ende standen 34 Punkte und zehn Siege auf der Habenseite. Aktuell sind es 23 Punkte bei acht Siegen. Wenig ganz sicher, aber es stehen noch 16 Spiele und somit 16 Möglichkeiten an, die Bilanz zu verbessern. Der Rückstand auf den Aufsteiger aus Freiburg beläuft sich nun auf zehn Punkte. Auch hier kann man sagen, dass eine Tabelle über nicht mehr entscheidet, als das Heimrecht in den anstehenden Play-Downs. Im letzten Jahr zeigte der ESV Kaufbeuren, dass ein Tabellenschlusslicht nicht zwingend der Absteiger sein muss.

Dennoch, der Unmut ist zu verstehen. Jedoch, was kann man ändern? Ein oftmals genutztes und scheinbares Allheilmittel ist ein Trainerwechsel. Den forderten gestern bekanntlich die Fans. Hier zeigen die Falken selber, dass dies nicht zwingend von Erfolg gekrönt sein muss. Nach dem Trainerwechsel von Igor Pavlov zu Gerd Wittmann und Luigi Calce reduzierte sich die Punkteausbeute in der zweiten Hälfte der letzten Saison.

Dass Mannix Wolf nicht nach Namen entscheidet, hat er in den letzten beiden Spielen gezeigt. Carsten Gosdeck, einer der bekanntesten Spiel im Falken-Kader, verbrachte die Spiele in Rosenheim und gegen Kassel als zehnter Stürmer größtenteils auf der Bank. Dass die Falken nur zehn Mann aufbieten konnten, ist ein wesentlich größerer Faktor. Mit Louis Heinis, Marvin Deske, Steven Bär, Conor Morrison und dem suspendierten Ralf Rinke fehlte gestern ein gesamter Block. Zudem musste Aziz Baazzi als fünfter Ausländer auf die Tribüne. Die Spielerbank ist entsprechend kurz und viel Last liegt auf den Schultern von Adam Brace, Brad Schell und Patrick Schmid. Wenn die erste Reihe einen schlechten Tag hat -diesen darf man auch Profisportlern zugestehen- fehlt im Falkenangriff wesentliche Durchschlagskraft. 

Auch hier wünschen die Fans Veränderungen. Zwei bis drei Spieler werden gefordert. Manager Atilla Eren sagte gegenüber der „Heilbronner Stimme“, dass man deutsche Spieler nicht eben bei einem Supermarkt im Regal finden kann. Er hat Recht. Die Falken können ihre Reihen nur mit jungen Spielern auffüllen. Die Falken haben ihr Kontingent an älteren Spielern ausgeschöpft. Es könnte nur ein junger Spieler, der über eine Förderlizenz verfügen kann, verpflichtet werden. Ein älterer, erfahrener Spieler würde einen anderen zwangsläufig auf die Tribüne verbannen. 14 Teams sind in der DEL2 aktiv. Wenn ein junger Spieler, der direkt eine Verstärkung sein soll, verfügbar wäre, so gebe es 14 Interessenten. 13 mit einer besseren sportlichen Bilanz als die Falken.

Am kommenden Wochenende gastieren die Falken zunächst in Bietigheim, bevor am Sonntag die Dresdner Eislöwen zu Gast sind. Gegen die Steelers siegten die Falken zuletzt 5:0. Mit der Leistung von Sonntag, zumindest mit der nach der eigenen Führung, sind Punkte für die Falken eher nicht zu erwarten. Doch so dachten wir auch vor dem letzten Derbysieg


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