Unnötige Strafen kosten PunkteESV Kaufbeuren - Kassel Huskies 2:3 n.V.

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Bereits in der zweiten Minute wurde Fröhlich von Menge freigespielt, scheiterte zunächst an Keller. Die Kaufbeurer eroberten wieder die Scheibe, Menge verzog aber über das Tor. In der vierten Minute die erste Strafe gegen die Heimmannschaft. In Überzahl gelang den Huskies nichts Zählbares. Im Gegenteil, MacQueen musste wegen Haltens ebenso auf die Strafbank. In Überzahl tankte sich dann Mitch Versteeg durch des Gegners Reihen, scheiterte mit der Rückhand an Keller. Danach kamen die Hessen etwas besser ins Spiel. Die Joker blieben jedoch am Drücker und Schiedsrichter Hatz verzichtete das ein oder andere Mal auf eine Strafzeit gegen die Gäste, was die Fans aufbrachte. Nachdem Daoust nach einem geklärten Schuss von Matthias Müller die Faust auspackte, musste er folgerichtig auf die Strafbank. Wiederum Menge schickte Michael Fröhlich durch die Gasse und er hatte freien Bahn auf Keller. Er täuschte einen Schuss an, hatte Keller verladen, schoss dann aber knapp am rechten Pfosten vorbei. In der 16. Minute checkte Daoust Messing in die Bande, dadurch ging eine Plexiglasscheibe zu Bruch. Das Schiedsrichtertrio schickte die beiden Mannschaften vorab in die Drittelpause. Nach der Pause ging es noch im ersten Drittel weiter. MacQueen schnappt sich im eigenen Drittel den Puck und kann bis in das Kaufbeurer Drittel eindringen. Vajs kann den Rückhandschlenzer parieren. Eine Minute vor Drittelende war es nochmals Max Schmidle, der ebenfalls mit der Rückhand am Torhüter scheiterte.

Das zweite Drittel begann mit drei Strafzeiten für die Gäste. Nachdem zunächst Proft nach Stockcheck auf die Strafbank musste, durften dann auch noch Sturm und Daoust auf der Sünderbank Platz nehmen. Die über zwei Minuten dauernde fünf gegen drei Überzahl brachte jedoch nichts ein, woran man auch erkennen konnte, warum die Kaufbeurer in Überzahlsituationen erst ein Tor im Saisonverlauf erzielen konnten. In der 29. Minute musste Stefan Vajs Kopf und Kragen riskieren. Er lief heraus, um gegen einen heranstürmenden Husky zu klären. Die Scheibe wurde dann im dritten Versuch von der Heimmannschaft geklärt. In der 30. Minute dann der erste Torjubel in der Sparkassen Arena. Nachdem die Scheibe im Angriff schon verloren schien erkämpft sich Burnell die Scheibe. Heider läuft durch und erwischt Keller eiskalt im langen Eck. Eine Zeigerumdrehung später war es Baindl, der mit einem Tunnelversuch nur knapp scheiterte. Dann waren wieder die Gäste am Drücker. Carnevale nahm den Puck direkt, doch Stefan Vajs zeigte seine Klasse.
Palausch musste im Anschluss an eine eigene Chance zum abkühlen in die Box. Eine Minute später lag der Puck im Tor der Huskies. Heider brachte die Scheibe zum Tor, Keller konnte nicht festhalten und Schmidle musste die Scheibe nur noch im leeren Tor unterbringen. Im weiteren Spielverlauf gab es Chancen auf beiden Seiten, die von den Torstehern teilweise mit Bravour pariert wurden. In der 40. Minute der Anschluss für die Gäste. Nachdem Vajs zunächst einen Schuss von Carciola parieren konnte, kam die Scheibe wieder vor das Tor. Dort war Topscorer Braden Pimm zur Stelle und konnte aus der Drehung das Tor erzielen.

Im letzten Drittel waren zunächst wieder die Gastgeber die Mannschaft mit den besseren Chancen. Höhepunkt in dieser Phase war, als Burnell Keller hinter dem Tor die Scheibe abluchsen konnte und sie vor das Tor spielte. Leider fand sich kein heimischer Abnehmer. Die Gäste kamen nur sporadisch vor das Tor. In der 48. Minute war Stefan Vajs geschlagen, doch Jannik Woidtke konnte noch vor der Linie klären. Die Hausherren konnten noch einmal durchatmen. Nachdem die Kaufbeurer in der 56. Minute den Puck nicht aus dem Drittel bekamen, musste Versteeg das Foul nehmen. Die Kasseler zogen ihr Powerplay auf. Eine Minute später musste dann Baldwin nach Beinstellen auf die Strafbank musste, wurde es eng für die Heimmannschaft. Zu allem Überfluss musste auch Woidtke in der gleichen Minute mit einer Spieldauerstrafe vom Eis. Es kam, wie es kommen musste. In Minute 58 war es Daoust vorbehalten, den Ausgleich zu erzielen. Aufopferungsvoll retteten sich die Joker in die Verlängerung. Noch in Unterzahl setzte Baldwin zum Konter an. Sein Pass auf Versteeg wurde noch leicht abgefälscht, so dass letzterer die Scheibe nicht in Kellers Gehäuse unterbringen konnte. In der 64. Minute dann die Entscheidung. Marco Müller zog einfach aus der Drehung ab, wurde noch leicht abgefälscht und schlug unhaltbar für Stefan Vajs unter der Latte ein. 1.492 Zuschauer verließen mit hängenden Köpfen das Stadion.

Rico Rossi sah nach einigen durchwachsenen Spielen seiner Mannschaft eine Leistungssteigerung und war mit dem Ergebnis zufrieden. Mike Muller haderte im Gegensatz zu Rossi mit dem eigenen ungeschickten Verhalten auf dem Eis kurz vor Schluss und dem mindestens einen verschenkten Punkt. Kapitän Matthias Bergmann fiel heute aufgrund einer leichten Verletzung aus. Er wird am Dienstag wieder ins Training einsteigen.

Tore: 1:0 (30.) Heider (Chris St. Jacques, Josh Burnell), 2:0 (36.) ÜZ Max Schmidle (Martin Heider, Josh Burnell ), 2:1 (40.) Adriano Carciola (Braden Pimm, Jean-Michel Daoust), 2:2 (58.) ÜZ Jean-Michel Daoust (Sören Sturm, Braden Pimm), 2:3 (64.) Marco Müller (Jamie MacQueen, Taylor Carnevale )

Aufstellung ESVK:

Vajs – Henne
Versteeg – Heider
Baldwin – Woidtke
Stein – Messing
Lucas
Schmidle – St.Jacques – Burnell
Menge – Baindl – Fröhlich
Oppolzer – Thomas – Schäffler
Lukes – Hadraschek – Lautenbacher

Strafminuten: 13 + Spieldauerdisziplinarstrafe (20) gegen Woidtke – 16

Schiedsrichter: Hatz

Text: Markus Müller

Pressemitteilung ESV Kaufbeuren