Unglückliche Niederlage im „Achterbahn-Derby“Heilbronner Falken

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Doch der Favorit konnte im Schlussabschnitt ausgleichen, kurz vor dem Ende mit einem glücklichen Treffer das Spiel für sich entscheiden und sorgte damit für das Ende der sechs Spiele andauernden Heimsiegserie der Heilbronner Falken.

Heilbronn musste erneut auf Baum verzichten und trat inklusive des Jungadlers Yannis Walch mit drei Junioren in der Verteidigung an, während bei Bietigheim Topscorer Wrigley, McKnight und Quinlan fehlten. Nach der Präsentation des neuen Falken-Songs „Das Eis brennt“ brannte es auf dem Eis von Beginn an zunächst aber lediglich vor dem Tor der Falken lichterloh. Bietigheim machte viel Dampf und hatte schon in der 1. Minute durch den allein auf Martinovic zulaufenden St. Jacques eine Riesenchance, doch der Falken-Keeper zeigte sich in glänzender Verfassung und konnte parieren. Die erste gute Möglichkeit der Gastgeber hatte Hock in der 4. Minute, danach war im ersten Drittel aber vor allem Bietigheim am Zug. Immer wieder tauchten die Steelers brandgefährlich vor dem Tor der Gastgeber auf, mehrere Großchancen musste Martinovic zunichte machen. So war es beinahe nur eine Frage der Zeit, bis das 0:1 fallen sollte, für das schließlich in der 13. Minute Just sorgte, der einen Konter eiskalt abschloss. Erst danach bekamen die Gastgeber das Geschehen etwas besser in den Griff, konnten aber Cloutier im Steelers-Tor kaum einmal nennenswert prüfen. Mit der Schlusssirene erfolgte dann die nächste kalte Dusche, als Schoofs abzog und die Scheibe gerade noch rechtzeitig im langen Eck einschlug.

Im zweiten Drittel schien es zunächst genauso weiterzugehen, als nach 30 Sekunden Sommerfeld nur den Außenpfosten traf und beinahe auf 0:3 erhöht hätte. Danach änderte sich das Bild aber völlig. Trainer Igor Pavlov nahm diverse Reihenumstellungen vor und schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn auf einmal übernahmen die Unterländer die Initiative und erspielten sich Chancen. Bietigheim leistete sich Strafzeiten und bekam die Quittung, als in der 26. Minute Mrazek goldrichtig stand und aus kurzer Distanz auf 1:2 verkürzte. Heilbronn war jetzt am Drücker, schnürte Bietigheim im eigenen Drittel ein und wurde in der 32. Minute belohnt, als Krull vom Bully weg abzog, Cloutier prallen ließ und Ackermann den Rebound verwertete. Zwei weitere Überzahlspiele der Gastgeber blieben ungenutzt, während sich Bietigheim im zweiten Drittel keine klare Chance mehr herausspielen konnte. Als es schon so aussah, als es würde es mit einem 2:2 in die Kabinen gehen, schlug der HEC noch einmal zu. Im vierten Überzahlspiel des Drittels setzte Fenton den am langen Pfosten stehenden Mrazek in Szene, der erneut seine Goalgetterqualitäten unter Beweis stellte und Heilbronn in Führung brachte.

Der Schlussabschnitt bot dann wieder ganz anderes Eishockey als Drittel zwei. Heilbronn spielte nun nach dem Motto „Safety first“ und fuhr damit lange recht gut. Bietigheim tat sich gegen die disziplinierte Hintermannschaft der Unterländer schwer, doch ein ganzes Drittel hielten die Falken ihren Kasten dann doch nicht sauber. In der 53. Minute schloss Dmitriev einen schnell vorgetragenen Angriff zum 3:3 ab. Erst jetzt spielte der HEC wieder konstruktiv nach vorne, so dass in einer spannenden Schlussphase beide Teams die Partie für sich hätten entscheiden können. Bitter war dann eben jener entscheidende Treffer aus Sicht der Gastgeber, die anderthalb Minuten vor dem Ende ein unnötiges Bully vor dem eigenen Tor produzierten, dieses verloren und der bis dahin famos haltende Martinovic den eher harmlosen Schuss von Sommerfeld nicht parieren konnte, sondern die Scheibe vom Blocker im Bogen über die Linie hüpfte. Das 3:5 von St. Jacques ins verwaiste Falken-Tor war dann nur noch Ergebniskosmetik. (SB)

Quelle: www.heilbronner-falken.de

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