Überlegener 6:2 Sieg über Lausitzer FüchseBietigheim Steelers

Überlegener 6:2 Sieg über Lausitzer FüchseÜberlegener 6:2 Sieg über Lausitzer Füchse
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19 Sekunden waren gespielt, als Bastian Steingroß wegen Kniechecks vom Schiedsrichter in die Kühlbox beordert wurde, die erste Strafe im neuen Jahr blieb jedoch folgenlos. Nach kurzem Abtasten bei Fünf gegen Fünf nahmen dann die Steelers das Zepter in die Hand und wirbelten kurzerhand die Defensivreihen der Gäste mächtig durcheinander. Den Torreigen eröffnete, nach dem Motto "Die schönsten Geschichten schreibt der Sport", Debütant Freddy Cabana in der siebten Spielminute. Ihm assistierend zur Seite standen Jason Pinizzotto und Dominic Auger. Zwei Minuten später erhöhte Goldhelm David Wrigley nach Zuspiel von Matt McKnight auf 2:0. Und das fröhliche Tore schießen ging gerade so weiter, bei den jubelnden Fans und dem Stadionsprecher, der die Tore und Assists bekannt gab, brach kurzfristig Stress aus. Nach elf Minuten durfte Jason Pinizzotto seinen zweiten Scorerpunkt an diesem Abend verbuchen, diesmal trat er als Torschütze zum zwischenzeitlichen 3:0 in Erscheinung, Matt McKnight leistete die Vorarbeit. Dirk Rohrbach, der Trainer der Gäste, sah sich dann gezwungen eine Auszeit zu nehmen und versuchte mit klaren Worten und gestenreichen Anweisungen Ordnung in seine Truppe zu bekommen - scheinbar vergeblich! Anders als zwischen den Toren 1, 2 und 3 dauerte es diesmal nur noch eine Minute bis zum nächsten Torjubel der grün, weiß, blauen Anhängerschaft, Benjamin Kronawitter erzielte seinen dritten Saisontreffer und sorgte für den erneuten Ergebniswechsel auf dem Videowürfel in der Arena - 4:0 nach zwölf Minuten. Sein Dank galt vor allem seinen beiden Vorlagengeber Renè Schoofs und Archie Skalbeck. In den letzten Minuten des ersten Drittels passierte dann nicht mehr viel, die Gäste schienen sich gefangen zu haben bei gleichzeitigem zurückschalten eines Ganges der Hausherren.

Ungeachtet des klaren Zwischenstandes begegneten sich die beiden Teams zu Beginn des Mitteldrittels auf Augenhöhe, Dominic Auger hatte in Überzahl mit einem Pfostenschuss Pech, doch auch die Lausitzer Füchse kamen ihrerseits zu Chancen. Das Ergebnis dieser Angriffsbemühungen war der Treffer durch André Mücke in der 28. Minute, Scott King assistierte ihm beim 4:1. Vier Minuten später, die Lausitzer Füchse befanden sich zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl, brach erneut Jubel unter den ca. 150 Gästefans aus. Scott King sorgte mit einem Shorthander für den 4:2 Anschlusstreffer, nachdem Sinisa Martinovic den ersten Schussversuch von Kevin Lavallee noch abwehren konnte, war er beim Nachschuss machtlos. In der 37. Minute ahndete der unauffällig agierende Referee dann zwei Vergehen auf einmal und schickte mit Dennis Palke und Sean Fischer gleich zwei Füchse auf die Strafbank. In der folgenden 5-3 Überzahlsituation spielten die Steelers ihr Powerplay ruhig und abgeklärt herunter und ließen sich dann im richtigen Moment nicht zweimal bitten. Matt McKnight und David Wrigley wirbelten die Lausitzer Defensive nach 51 Sekunden Überzahl so durcheinander, dass Robin Just aus spitzem Winkel in das verwaiste Tor einschießen konnte - 5:2 in der 37. Minute. Dies sollte auch der Pausenstand nach 40 Minuten gewesen sein.

Nach gut fünf gespielten Minuten im Schlussdrittel hatte Max Prommersberger nach mustergültigem Zuspiel von Benjamin Kronawitter Treffer Nummer sechs auf der Kelle, doch Johannes Wiedemann im Tor der Gäste verhinderte einen erneuten 4-Tore Vorsprung. In der Folge kamen dann auch die Gäste wieder zu Möglichkeiten, doch Sinisa Martinovic war bei den gestellten Prüfungen stets auf seinem Posten! Drei Minuten vor Ertönen der Schlusssirene bat Jason Pinizzotto dann am Rande des Torraums den Gästegoalie zum Tanz, als er sich den Puck selbst von der Vorhand auf die Rückhand legte und die Hartgummischeibe dann mittig in den Tormaschen versenkte. Dies war gleichzeitig der Schlusspunkt in einer packenden Partie zum Jahresbeginn. Mit 77 Punkten führen die Steelers die Tabelle jetzt mit 17 Punkten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Kassel Huskies an.