Tyler Spurgeon: „Ich teile Rob Pallins Ehrgeiz zu gewinnen“Ein wahrgewordenes Gerücht beim ESV Kaufbeuren

Tyler Spurgeon im Trikot des HC Innsbruck. Nun hat er sich dem ESV Kaufbeuren angeschlossen. (Foto: dpa/picture alliance/Revierfoto)Tyler Spurgeon im Trikot des HC Innsbruck. Nun hat er sich dem ESV Kaufbeuren angeschlossen. (Foto: dpa/picture alliance/Revierfoto)
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Hockeyweb: Hallo Herr Spurgeon, waren Sie schon in Kaufbeuren? Wenn ja, welchen Eindruck haben Sie von der Stadt?

Spurgeon: Ja, ich konnte Kaufbeuren zuletzt schon besuchen und freue mich sehr darauf, es in der neuen Saison meine Heimat nennen zu dürfen. Alle Menschen, die ich dort getroffen habe, waren sehr einladend und freundlich zu mir. Außerdem ist es eine wunderschöne Stadt inmitten einer tollen Region.

Hockeyweb: Sind Sie aktuell in ihrer Heimat Kanada oder hat die Corona-Krise dem Heimatbesuch einen Strich durch die Rechnung gemacht?

Spurgeon: Nein, ich bin seit letztem Mittwoch wieder in Kanada und es gab eigentlich auch kaum Probleme mit der Rückreise. Das einzige Problem, das wir hatten, war, dass unsere Flüge sehr oft verschoben oder storniert wurden, sodass es eine Zeit gedauert hat, bis wir den richtigen Flug gefunden hatten.

Hockeyweb: Sie folgen ihrem Trainer Rob Pallin, unter dem Sie die letzten fünf Jahre schon in Innsbruck gespielt haben. Inwieweit hat der Wechsel von Rob Pallin auch Ihre Entscheidung beeinflusst, nach Kaufbeuren zu gehen?

Spurgeon: Dass ich Rob als Cheftrainer schon so lange kenne, hatte einen großen Einfluss auf meine persönliche Entscheidung, den Verein zu wechseln. Sein Ehrgeiz zu gewinnen, ist etwas, das wir teilen, und da ich mir seiner Erwartungen bewusst war, wusste ich, dass er und der Verein gut zu mir passen würden. Die letzten Spielzeiten habe ich sehr gerne für ihn gespielt, daher ist eine weitere Zusammenarbeit eine großartige Fortsetzung meiner Karriere.

Hockeyweb: Sie haben gerade angesprochen, dass Rob Pallin einen großen Siegeswillen mit sich bringt. Wie würden Sie den Trainer beschreiben, und auf welchen Spielstil kann sich das Kaufbeurer Publikum nächste Saison freuen?

Spurgeon: Rob ist ein sehr leidenschaftlicher Trainer. Er will Erfolg für seinen Verein, die Spieler und alle die mit dem Club sympathisieren. Ich würde sagen, er lässt ein sehr schnelles Eishockey spielen, das für Geschwindigkeit und technische Raffinesse steht. Ich glaube, dieser Spielstil sollte innerhalb und natürlich auch außerhalb der Mannschaft viel Spaß und Begeisterung mit sich bringen. 

Hockeyweb: Nachdem Sie gerade schon kurz erzählt haben, was die Spielidee Ihres Trainers ist, wäre es bestimmt interessant für alle Fans zu wissen, wie Sie Ihre Art des Eishockeys beschreiben würden.

Spurgeon: Ich glaube, ich habe Fähigkeiten auf beiden Seiten des Eises. Ich bin sehr stolz auf meine offensive Stärke, aber auch auf mein defensives Bewusstsein. In der Offensive nutze ich vor allem meine Schnelligkeit und Spielintelligenz, um Torchancen zu kreieren. Ich habe aber auch keine Angst, mal einen etwas härten Check zu fahren, um meiner Mannschaft zu helfen. Am Ende geht es darum, dass ich so spiele, wie es mein Team braucht, um zu gewinnen und Erfolg zu haben.

Hockeyweb: Sie haben in der letzten Saison schon mal ein Testspiel mit den Innsbrucker Haien in Kaufbeuren gehabt. Was blieb Ihnen aus diesem Spiel in Erinnerung und steigert vielleicht sogar die Vorfreude, jetzt für den alten Gegner zu spielen?

Spurgeon: Das Testspiel, das wir in Kaufbeuren gespielt haben, war ein großartiges Spiel. Ich erinnere mich noch gut an das Herz und den Kampfgeist der Kaufbeurer Mannschaft, aber auch an die Leidenschaft der Fans über das ganze Spiel. Ich bin sehr glücklich, einem Verein mit einer solch großen Unterstützung vonseiten der Fans beizutreten und in dieser tollen Arena zu spielen zu dürfen.

Hockeyweb: Sie werden in der nächsten Saison mit der Rückennummer 19 auflaufen, wie auch schon die letzten Jahre in Innsbruck. Hat diese Nummer eine besondere Bedeutung für Sie?

Spurgeon: Ich trage diese Nummer schon, seitdem ich ein kleiner Junge war, der in Kanada aufgewachsen ist. Ich denke, es ist wichtig, sich immer an die Begeisterung zu erinnern, mit der man einst Jugend-Eishockey gespielt hat. Die Rückennummer 19 gibt mir dieses Gefühl.

Hockeyweb: Sie haben am Anfang des Interviews erwähnt, dass Sie bereits in Kaufbeuren waren. Blieb da schon Zeit, neue Mannschaftkollegen kennenzulernen?

Spurgeon: Ich hatte im vergangenen Monat schon Kontakt mit einigen Mitspielern. Ich konnte zum Beispiel, als ich in Kaufbeuren war, mit Joey Lewis und Julian Eichinger einen Kaffee in der Innenstadt trinken gehen, was ich sehr genossen habe. Ebenfalls wurde ich schon in die WhatsApp-Gruppe der Mannschaft aufgenommen, was die Dinge meiner Meinung nach sehr offiziell macht.

Hockeyweb: Wie letzte Woche bekannt wurde, wird sich auch John Lammers dem ESV Kaufbeuren anschließen. Sie beide haben die letzten Jahre schon in Innsbruck zusammengespielt. Was denken Sie über diese Verpflichtung?

Spurgeon: Ich denke, Johnny ist eine große Bereicherung für die Mannschaft und ich freue mich sehr über seien Verpflichtung. Johnny ist ein großartiger Eishockeyspieler und eine Person, die jeden Tag ihr Bestes geben wird, um der Mannschaft zu helfen, ich glaube, das ist sehr wertvoll.

Hockeyweb: Was trauen Sie dem ESV Kaufbeuren für die kommende Saison zu und was ist Ihr persönliches Ziel für Sie und die Mannschaft?

Spurgeon: Ich denke, für diesen Club ist alles möglich. Ich glaube nicht, dass irgendjemand den ganzen Sommer lang alle Trainingsstunden auf ein anderes Ziel als den Gewinn einer Meisterschaft verwendet. Man muss diese Motivation und einen Plan haben. Der erste Schritt besteht darin, über die reguläre Saison hinweg ein großartiges Team zu werden und sich einen Play-off-Platz zu sichern. Einmal in den Play-offs kann alles passieren.

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