Tür zum Halbfinale steht weit offenTowerstars haben nach glattem 3:0 jetzt vier „Matchpucks“

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Dass die Gäste aus der hessischen Kurstadt ihr verlorenes Heimspiel vom Sonntag zurückholen wollten, wurde schon in den Startminuten unmissverständlich klar. Mit aggressivem Vorchecking setzten sie die Towerstars früh unter Druck, mehrfach kamen die Roten Teufel in vielversprechende Schussposition und Matthias Nemec wurde so richtig warm geschossen.  Auch eine Strafzeit hatten die Towerstars aufgrund eines Wechselfehlers in der 4. Spielminute zu überstehen.

Die Towerstars kamen in der Folgezeit jedoch besser in Rhythmus und sie kreierten sich gute Tormöglichkeiten. Jetzt stand auch verstärkt Bad Nauheim´s Torhüter Mikko Rämö im Brennpunkt.  Die 2857 Zuschauer sahen ein dementsprechend attraktives Startdrittel, das in der 12. Spielminute seinen ersten Treffer verzeichnete. Aufgrund eines Bandenchecks von Kilian Keller agierten die Towerstars in numerischer Unterzahl, doch nach einem gewonnenen Bully ersprintete sich Brandon MacLean die Scheibe, zog auf das gegnerische Tor und drückte den Puck unter die Latte. Hauptschiedsrichter Alfred Hascher zeigte zunächst eine Strafzeit an, pfiff ab und zeigte dann auf die Torlinie. Er sah den Puck hinter der Latte im Netzbereich und ließ sich auch von den Protesten der Gäste nicht beeinflussen. Der Treffer zählte, die Towerstars lagen mit 1:0 in Front. In der Folgezeit hatten beide Teams ausreichend Gelegenheiten auf Treffer, sowohl Mikko Rämö auf Gästeseite, wie auch Towerstars Keeper Matthias Nemec waren jedoch auf dem Posten.

Dann der zweite Abschnitt, den die Towerstars zunächst in numerischer Überzahl beginnen konnten, doch in der 25. Minute fanden sie sich gleich in doppelter Unterzahl wieder. Die Penaltykilling-Formationen warfen sich jedoch aufopferungsvoll in die Schüsse und mit vereinten Kräften wurde diese brenzlige Situation überstanden. Erneute Bad Nauheimer Proteste gab es allerdings bei einer  Szene, als die Unparteiischen einen vermeintlichen Treffer von Dousan Frosch Treffer wegen Torraumabseits nicht anerkannten.  Auch die Towerstars konnten trotz dramatischer Szenen vor dem gegnerischen Tor eine 5:3 Überzahl in der 33. Minute nicht nutzen. Besser klappte es bei Gleichzahl an Spielern in der 36. Minute. Die Towerstars hatten sich im gegnerischen Drittel festgesetzt, Radek Krestan schoss aus der Drehung in Richtung Tor und letztlich war es Max Brandl, der vor dem Torraum postiert den Puck zum 2:0 ins Netz weiterleitete.  Aufgrund des Umstandes, dass die Towerstars in der zweiten Hälfte des zweiten Spielabschnitts doch auch optische Vorteile hatten, ging dieser Spielstand durchaus in Ordnung.

Im Schlussdrittel waren die Oberschwaben vor 2858 Zuschauern sichtlich agiler und wirkten auch physisch spritziger. So war das 3:0 erneut durch Max Brandl in der 52. Spielminute die Folge, damit war das Spiel auch entschieden. Danach brannte nichts mehr an und Towerstars Torhüter Matthias Nemec konnte den zweiten Play-off Shutout in Folge feiern.

Am kommenden Freitag stehen die Towerstars damit vor dem vorerst schwersten, aber reizvollsten Spiel der bisherigen Saison. Bei einem Sieg könnten sie vorzeitig ins Halbfinale einziehen. Doch bis dahin wartet noch eine schwere Aufgabe auf das Team von Trainer Daniel Naud.

Pressemitteilung Ravensburg Towerstars