Trauerspiel zum Abschied - Nur ein Zähler gegen Crimmitschau

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
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Irgendwie hatte es den Anschein als wollten die Tölzer Löwen gar nicht wegziehen aus ihrer alten Arena. Erst boten sie den 1700 Zuschauern zusammen mit dem Gast aus Westsachsen ein Spiel, welches nicht gerade vor kurzweiligen Momenten triefte, dann versagten beide Teams bei den Penaltys. Am Ende traf mit Esbjörn Hoverberg immerhin einer der zehn Schützen und besiegelte damit den Auswärtssieg der Eispiraten. Unter dem Strich eher ein Trauerspiel, das keinen Sieger verdient gehabt hätte. In der regulären Spielzeit blieben die ersten beiden Spielabschnitte torlos, ehe Mirko Reinke und im Gegenzug Florian Curth für die einzigen Highlights der Begegnung sorgten.



Das Lazarett der Tölzer lichtete sich vor dem Spiel ein wenig. Florian "Mungo" Leitner, Beppo Frank, Sebastian Klett und Floppo Zeller meldeten sich einsatzfähig. Dagegen musste Josef Kottmair neben dem kanadischen Verteidigerpärchen Mayer und Demmans passen. Der erste Spielabschnitt verlief relativ ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für die Hasuherren. Zwei Einschussmöglichkeiten von Baindl und Hoad stand eine Parade von Couture gegen Joel Dezainde entgegen. Die Atmosphäre war eigenartig im Wellblechpalast. Womöglich keimten bei vielen Besuchern Erinnerungen an vergangene Eishockeytage auf und vermengten sich mit einer kräftigen Protion Wehmut, so dass die Aktivitäten auf dem Eis nur beiläufig wahrgenommen wurden.

In Abschnitt zwei versuchten die Protagonisten auf dem Eis etwas nachhaltiger Zählbares herauszuarbeiten. Peter Kathan und Florian Zeller versemmelten kollektiv eine Grosschance, Kapitän Leitner sowie Morgan Warren scheiterten mit ihren Schüssen im Powerplay und Letzterer wuchtete die Scheibe noch einmal nur haarscharf am Kreuzeck vorbei. Wenige Sekunden vor der Sirene musste Patrick Couture bei einem Blueliner von Dallas Fallscheer auf der Hut sein. Vermutlich hätte die Partie torlos geendet, wäre nicht ein Pass vor das Tölzer Gehäuse von Coutures Schonern durch selbige hinweg im Netz gelandet. Mirko Reinke durfte den Treffer für sich verbuchen. Im Gegenzug ein lichter Moment der dritten Angriffsformation. Letztendlich schlenzte Florian Curth den Puck aus spitzem Winkel über den am Boden liegenden ETC-Goalie Radek Toth in die Maschen. Im Anschluss daran war noch über eine Viertelstunde zu spielen, außer dem Alleingang von Christian Curth, der nach einem Lauf über das gesamte Spielfeld leider nur Toth anschoss, waren aber keine nennenswerten Aktionen mehr zu verbuchen. Anhand der Spiel- und Chancenanteile ohne Zweifel ein gerechtes Ergebnis. Beim Kampf um den Zusatzpunkt hätte man vielleicht den tolpatschigsten Versuch krönen sollen. Es waren einige in der engeren Auswahl. Die "Trophäe" wäre aber wohl an Shawn Maltby gegangen, der beim Schussversuch die Scheibe nur unwesentlich zu berühren vermochte. Konsequenzen hatte sein Fauxpas indes keine. Hoverberg traf als fünfter Crimmitschauer Schütze, während auf Seiten der Buam Hoad, Warren, Kottmair und die beiden Curth´s erfolglos blieben.



Hans Rothkirch resümierte nach der Begegnung," es wäre etwas Sand im Getriebe gewesen, wir waren nicht so aggressiv wie zuletzt" und zeigte sich erschüttert vom anhaltenden Verletzungspech. Sepp Keller verletzte sich während des Spiels an der Leiste, Rod Stevens hielt mit angeschlagener Schulter durch.

Sein Kollege Jiri Ehrenberger befand, dass seine Mannschaft nach anfänglichen Schwierigkeiten die letzten vierzig Minuten besser gespielt habe, äusserte sich aber trotz der jüngsten Erfolge sehr zurückhaltend auf ein noch mögliches Erreichen der Playoffs. (orab)

Tore:

0:1 (43:39) Reinke (Dezainde, Smith), 1:1 (44:49) F.Curth (Erlacher, Kruck), 1:2 (65:00) Hoverberg (pen.)

Strafen : Bad Tölz 14 - Crimmitschau 10

Schiedsricher: Franz-Josef Trainer (Bad Aibling), Linienrichter: R.Hauber, R.Schneider

Zuschauer: 1689

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