Towerstars Rumpftruppe erkämpft sich den nächsten HeimsiegRavensburg Towerstars

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die personellen Voraussetzungen waren nicht gerade rosig für das Aufeinandertreffen mit dem Tabellendritten aus Frankfurt, der zuvor sieben Spiele in Folge gewonnen hatte. In der Defensive fehlten bekanntlich Kurz und Kapzan, dazu noch der im Spiel in Garmisch ausgefallene Botzenhardt. Im Sturm war schon am Freitag Stephan Vogt nicht dabei, dazu gesellte sich noch Max Schäffler mit Grippesymptomen.

Vor 2750 Zuschauern in der Ravensburger Eissporthalle gehörten die ersten Szenen gleich einmal den Gästen aus Hessen, die mit schnellem und sicherem Passspiel gleich einmal powerplayartige Angriffe auf das Ravensburger Tor rollen ließen. Nach knapp zwei Minuten war es mit flüssigen Offensivaktionen aber für längere Zeit vorbei. Hauptschiedsrichter Ulrich Hatz legte einen äußerst strengen Maßstab bei der Regelauslegung an und von der dritten bis einschließlich 19. Spielminute öffneten sich in stetiger Regelmäßigkeit auf beiden Seiten die Strafbanktüren. 18 Strafminuten standen allein im ersten Abschnitt zu Buche. Keines der beiden Teams konnte den jeweils numerischen Vorteil aber nutzen. Die Towerstars wehrten sich in der 8. Minute sogar erfolgreich gegen eine doppelte Unterzahl für rund eineinhalb Minuten. Spielerisch hatten die Löwen sicher optische Vorteile, allerdings ging es mit einem torlosen 0:0 in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt kam dann aber doch mehr Spielfluss auf und beide Teams versuchten, die zuvor hart umkämpfte und zugestellte neutrale Zone mit weiten Pässen über die Außenpositionen zu überwinden. Es entwickelten sich so verstärkt Torszenen, in denen sich beide Torhüter auszeichnen konnten. In der 34. Minute war es aber dann noch wieder eine Strafzeit, die dem ersten Treffer des Spiels vorausgegangen war. Henry Martens kassierte für die Gäste die einzige Strafe des zweiten Drittels und Maury Edwards donnerte nach nur 19 Sekunden Powerplay von der blauen Linie aus den Puck  zum 1:0 in die Maschen. Der Treffer verlieh den Oberschwaben eine mächtige Portion Selbstvertrauen, denn noch vor der zweiten Pause hatten sowohl die erste, als auch zweite Sturmreihe den Ausbau der Führung auf dem Schläger.

Auch im Schlussabschnitt setzten zunächst die Gäste aus Hessen die Akzente, doch Towerstars Goalie Christian Rohde überzeugte mit gutem Stellungsspiel und starken Reaktionen auf der Linie. Eine wohl unbestritten vorentscheidende Szene gab es dann bereits nach fünf Minuten. Die Towerstars eroberten sich den Puck in der eigenen Zone, den weiten Pass ersprintete sich Brian Roloff und dieser vernaschte nicht nur seine beiden Frankfurter Verfolger, sondern auch den bis dahin ebenfalls starken Löwen-Torhüter Antti Ore – 2:0. Jetzt waren die Towerstars auch unter dem Jubel der Fans kaum mehr zu bremsen. Zwei Minuten und 23 Sekunden später kurvte Alex Leavitt vermeintlich unbedrängt durch das Frankfurter Drittel und schlenzte die Scheibe in rechte Eck. Mit dem 3:0 in der 48. Minute war die Partie dann weitgehend gelaufen.

Zwar versuchte Frankfurt das Tempo nochmals zu erhöhen, doch Brian Roloff traf in der 51. Minute erneut mit einem Alleingang Marke  „Gnadenlos“ die Gäste mitten ins Mark. In den Schlussminuten kämpften die Oberschwaben dann auch noch aufopferungsvoll für ihren Torhüter, der bei Ertönen der Schlusssirene seinen zweiten und absolut verdienten Shut-out der Saison feiern durfte.

Mit dem 15. Heimsieg dieser Hauptrunde machten die Towerstars wieder einen Platz gut und sind wieder Tabellensechster. Durch die ein oder andere Niederlage von vorne stehenden Konkurrenten ist die Spitzengruppe  noch weiter zusammengerückt. Bis zum 4. Tabellenplatz, der die direkte Play-off-Qualifikation mit Heimrecht bedeuten würde, sind die Towerstars jetzt wieder nur drei Punkte entfernt.