Towerstars im Schlussabschnitt bissiger Ravensburg Towerstars

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3000 Zuschauer wollten diese Begegnung gegen den Tabellensechsten sehen, und sie bekamen im Startabschnitt ein Spiel auf durchaus starkem Niveau zu sehen. Aufgrund der sehr guten taktischen Abstimmung auf den jeweiligen Gegner war die Zahl der wirklich hochkarätigen Torchancen daraus resultierend aber Mangelware. Eine Bankstrafe in der 12. Spielminute gegen die Gäste sollte den Towerstars zwar eine numerische Überzahl bringen, doch dieser Vorteil reichte nicht zum ersten Treffer. So ging es vollkommen ausgeglichen in Richtung der ersten Pause, ehe 59 Sekunden vor der Sirene doch noch der Puck im Netz der Eislöwen einschlug. Andreas Gawlik hatte aus spitzem Winkel direkt an der rechten Bande in Richtung Tor gedroschen, Christopher Oravec fälschte die Scheibe für den ziemlich verdutzen Dresdner Torhüter Kevin Nastiuk unhaltbar in den linken Torwinkel ab.

Diese Führung gab den Oberschwaben auch viel Selbstvertrauen für den zweiten Abschnitt. Hier waren sie von Beginn an agiler, ließen die Scheibe über die neutrale Zone deutlich schneller laufen und sollten dafür auch prompt belohnt werden. Die Towerstars machten nach zweieinhalb Minuten vor dem gegnerischen Tor mächtig Druck, einen vor dem Tor abgewehrten Puck legte Marko Friedrich mustergültig zurück auf Daniel Menge, der die Scheibe aus vollem Lauf zum 2:0 ins Tor donnerte.

Drei Minuten später hatte Menge das 3:0 gar zweimal auf dem Schläger. Bei einem Alleingang in Richtung Eislöwen-Tor wurde er zunächst von den Beinen geholt, den fälligen Penalty konnte er dann leider nicht an Nastiuk vorbei ins Tor bringen. Das Spiel flachte danach etwas ab, was auch an der  wenig erquickenden Eisqualität lag. Das Eis war derartig stumpf, dass selbst kurze Pässe versprangen und in manchen Phasen die Spieler die Scheibe mehr mit dem Fuß, statt mit dem Schläger unter Kontrolle halten mussten.

Konnten die Zuschauer in der Ravensburger Eissporthalle aufgrund zweier eisern kämpfender Teams noch darüber hinwegsehen, herrschte in der 39. Minute eher Unverständnis über die Geschehnisse. In einer Druckphase der Gäste aus Sachsen und mehreren Torszenen hechtete sich Towerstars Keeper Christian Rohde auf einen vor dem Torraum liegenden Puck. Der Pfiff des Schiedsrichters erfolgte, während der Puck 61 Sekunden vor der zweiten Pause durch das Nachstochern von Hugo Boisvert über die Linie rutschte. Die berechtigten Proteste der Oberschwaben, weil der Pfiff klar erfolgte bevor der Puck die Linie überschritt, waren jedoch zwecklos. Der Unparteiische gab den Treffer, der die Gäste in Fahrt und die Towerstars in Bedrängnis brachte.

Allerdings rackerten die Oberschwaben redlich und verteidigten mit einem starken Torhüter Christian Rohde den knappen Vorsprung auch lange Zeit im Schlussabschnitt. Hier wirkten die Oberschwaben deutlich spitziger und bissiger und sollten für das höhere Engagement auch belohnt werden. Aus scheinbar aussichtsloser Position dribbelte sich Tobias Bräuner in der 52. Minute durch die gesamte Dresdner Hintermannschaft und schob die Scheibe auch noch frech durch die Schoner von Nastiuk, 3:1.

Nur 42 Sekunden später sollte Dustin Cameron dann bereits die Vorentscheidung besorgen. Ein von Justin Kelly an der eigenen blauen Linie gespielte Puck war für den kanadischen Stürmer zwar steil, doch mit einem energischen Antritt kam er doch noch an die Scheibe und ließ den gegnerischen Keeper dabei noch ziemlich schlecht aussehen.  Mit dem 4:1 war die Messe im Prinzip gelesen, Dresdens Gegenwehr war nun völlig gebrochen. Daniel Menge besorgte zwei Minuten vor Schluss noch das 5:1 und sorgte für beste Laune auf den Tribünenrängen.


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