Towerstars im gegnerischen Drittel zum kompliziertHeimniederlage gegen Dresden

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Dass die Gäste aus der sächsischen Landeshauptstadt ein äußerst schwerer Gegner werden würden, zeigte sich schon in der Startminute. Gleich zweimal war der Puck ganz knapp am Tor vorbeigerutscht und Torhüter Matthias Nemec muss neben starken Reaktionen auch auf eine ordentliche Portion Glück zurückgreifen.  Nach rund fünf Minuten konnte sich das Spiel der Oberschwaben aber deutlich stabilisieren und hebelten die gut gestaffelte Abwehr der Eislöwen meist durch weite Pässe auf die Außenstürmer gut aus. In der 12. Minute sollte das mehr und mehr aufkommende Übergewicht der Spielanteile auch endlich in Tore umgemünzt werden. Brian Roloff wurde im Slot schön von Konstantin Schmidt bedient, Radek Krestan konnte den von Eislöwen-Keeper abprallenden Puck letztlich im Nachschuss zur Führung verwerten. Diese sollte allerdings nicht allzu lange Bestand haben, denn exakt drei Zeigerumdrehungen später glich Dresden aus, und dies mit einer zugegebenermaßen wunderschönen Kombination der bestens harmonierenden Stürmer Harrison Reed und dem Torschützen Max Campbell.Beeindrucken ließen sich die Towerstars vor 2350 Zuschauern hiervon allerdings nur kurz. Weitere exakte drei Minuten später stellte Konstantin Schmidt die Führung wieder her. Er wurde mustergültig von Kollege Brian Roloff auf halbrechts bedient und vollendete mit einem unhaltbaren Rückhandschlenzer unter die Latte. Mit diesem nicht unverdienten 2:1 ging es auch zur ersten Pause in die Kabine.

Dresdens Trainer Thomas Popiesch konnte hier wohl einige Stellschrauben erfolgreich einstellen, denn die Strategie der weiten Pässe durch die neutrale Zone funktionierte nun nicht mehr. Die Eislöwen durchkreuzten den Towerstars Stürmern früher die Laufwege, und wenn einmal ein Angriff bis vor das gegnerische Tor rollen konnte, war Torhüter Brett Jaeger zur Stelle. Die steigende Ungeduld der Oberschwaben und das damit verbundene Aufrücken der Abwehr offenbarte den Gäste mehr und mehr Konterchancen, die letztlich zum 2:2 Ausgleich führten. Vorausgegangen war auch ein unglücklich getimter Wechsel und Mirko Sacher konnte das Break letztlich verwerten.

Im Schlussabschnitt versuchten die Towerstars mit höherem Tempo wieder für mehr Druck auf das gegnerische Tor zu sorgen, es sprangen auch durchaus mehr Chancen heraus. War der Puck dann aber vor das gegnerische Tor gespielt, wurde der finale Pass entweder zu ungenau gespielt, oder Eislöwen Keeper Brett Jaeger war auf dem Posten. Auf der Gegenseite war Matthias Nemec dann in der 47. Minute geschlagen. Nach einem Konter über rechts schien die Situation zunächst geklärt, aber dann zog Mirko Sacher an der blauen Linie ab und der von Boiarchinov noch leicht abgefälschte Puck schlug hinter dem sichtlosen Nemec zum 2:3 ein.

Chancen auf den 3:3 Ausgleich sollte es danach zu Hauf geben, insbesondere durch zwei Strafzeiten in der direkten Schlussphase. Doch diese Gelegenheiten blieben letztlich genauso ungenutzt, wie die Herausnahme des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers. „Natürlich möchte ich die taktisch sehr gute Leistung der Gäste nicht schmälern, aber leider haben wir heute ab dem zweiten Drittle zu kompliziert gespielt“, sagte Towerstars Coach Daniel Naud nach dem Spiel.

Pressemitteilung Ravensburg Towerstars