Towerstars erkämpften sich mit Mühe und Moral zwei wichtige PunkteSieg nach Verlängerung

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Bei den Towerstars hatte sich die Personallage leicht entspannt, weil Stephan Vogt und Simon Sezemsky zurück ins Team kamen. Nicht dabei waren jedoch Torhüter Matthias Nemec, Brandon MacLean sowie Mathieu Tousignant. Die ersten zehn Spielminuten gehörten klar den Gästen aus dem Allgäu, bei den Towerstars lief es insbesondere nach vorne äußerst schleppend. Zu eigenen Möglichkeiten kamen Brian Roloff und Austin Smith, die allerdings vor dem gegnerischen Tor effektiv geblockt wurden. Die Towerstars versuchten dann mit höherem Tempo und schnellerem Spielaufbau die geschickt von den Gästen zugestellte neutrale Zone zu überbrücken. Doch auch dies brachte nichts Zählbares ein. Dem ESV Kaufbeuren musste man den ersten Spielabschnitt optisch durchaus zurechnen, allerdings war Towerstars Keeper Christian Rohde auf dem Posten.

Im zweiten Abschnitt versuchten die Towerstars sowohl das Tempo, als auch den Druck bei einem Puckbesitz noch mehr zu verstärken. Torschüsse gab es zwar, allerdings steigerte sich auch die Kontergefahr. Ein solcher führte in der 33. Spielminute prompt zum 1:0 für Kaufbeuren. St. Jaques spielte über links außen quer zu Menge. Dessen erster Versuch konnte Christian Rohde zwar parieren, doch für den Nachschuss von Oppolzer war das Tor offen. Dieser Treffer schmeckte den Towerstars überhaupt nicht und schon drei Minuten später war der Ravensburger Keeper zum zweiten Mal geschlagen. Stephan Vogt hatte zuvor eine Strafzeit kassiert, wieder war es ein Treffer im Nachschuss. Heider zog vor der blauen Linie ab, der vom Ravensburger Keeper abgewehrte Puck fiel Schmidle direkt vor die Füße und Kaufbeuren lag mit 2:0 in Front. Ganz wichtig war dann natürlich der Anschlusstreffer in numerischer Überzahl, für den sich zwei Minuten vor der zweiten Pause Simon Sezemsky verantwortlich zeigte. Sein satter Schlagschuss schlug flach im rechten Eck ein.

Der Schlussabschnitt war klar in Ravensburger Hand, allerdings konnten sich die Towerstars vom spielerischen Übergewicht und der Vielzahl an Schüssen auf das gegnerische Tor nichts kaufen. Das änderte allerdings Austin Smith in der  52. Spielminute. Wieder einmal hatte Brian Roloff das Bully für sich entschieden, Konstantin Schmidt lege sofort weiter auf Smith, der mit einem platzierten Schlenzer ins linke Eck ESVK-Torhüter Vajs wenig Abwehrchancen ließ. 2:2, dieser Ausgleich kam wahrlich erlösend. Beide Teams hatten in einer spannenden Schlussphase sicherlich die ein oder andere Chance, das Spiel in der regulären Spielzeit zu entscheiden. Doch es blieb beim 2:2, es ging in der Verlängerung. Hier hatten zunächst nach 50 Sekunden die Gäste durch Baldwin die Entscheidung auf dem Schläger. Der Gäste-Stürmer bekam einen weiten Pass an die blaue Linie gespielt, sein Sololauf parierte Christan Rohde allerdings mit einem starken Fanghand-Save.

Die Zeit tickte bei ausbleibenden Unterbrechungen rasend schnell herunter, einen Pfiff gab es allerdings 18 Sekunden vor Ende der Overtime. Nachdem der Schweizer Hauptschiedsrichter Luca Boverio auf beiden Seiten bei potentiellen Fouls wohlwollend das Spiel weiterlaufen ließ, hatte er beim offensichtlichen Haken von Kaufbeurens Topscorer St. Jaques keinen Spielraum. Die Towerstars gewannen das Bully, Brian Roloff spielte einen präzisen Pass zu Fabio Carciola an die blaue Linie und drei Sekunden vor Ablauf der Spielzeit donnerte der Ravensburger Stürmer die Scheibe flach ins rechte Eck. Eine wichtige Rolle spielte hier Konstantin Schmidt, der vor dem Torraum dem gegnerischen Torhüter jegliche Sicht nahm.

„Es war mit viel Mühe und Kampf verbunden, allerdings wollten die Jungs dieses Spiel unbedingt gewinnen“, zeigte sich Trainer Daniel Naud zufrieden. Gleichzeitig räumte er ein, dass das in Bremerhaven so umstritten wie unglücklich verlorene Spiel doch sichtlich an der Kraft und Konzentration genagt hatte.

Pressemitteilung Ravensburg Towerstars

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