Towerstars drehen Spiel mit Kampf und MoralRavensburg Towerstars

Towerstars drehen Spiel mit Kampf und MoralTowerstars drehen Spiel mit Kampf und Moral
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Die Ravensburger Cracks starteten fulminant in die Partie. Schon nach 84 Sekunden zappelte der Puck im Bietigheimer Tor. Alex Leavitt hatte abgezogen und damit schon nach 12 Sekunden eine numerischer Überzahl verwertet. Es war übrigens das erste Powerplay-Tor in dieser neuen DEL2-Hauptrunde. Getragen von diesem guten Start in die Partie spielten die Oberschwaben druckvoll nach vorne und prüften auch in der Folgezeit den Gäste-Torhüter Sinisa Martinovic.

Es dauerte rund sieben bis acht Minuten, ehe die Gäste aber doch deutlich besser in Rhythmus kamen und auch Christian Rohde im Towerstars Gehäuse deutlich mehr Arbeit bekam. Nach 13 Minuten war aber auch er geschlagen, der Gegentreffer durch den letztjährigen Kollegen Justin Kelly war allerdings unglücklich entstanden. Ein satter Schlagschuss prallte von der Bande zurück und Kelly schlenzte den Puck mit der Rückhand über die Linie. Ausgeglichen, mit mehreren Gelegenheiten für beide Teams, ging es mit dem 1:1 auch in die erste Pause.

Das zweite Drittel war bekanntlich schon in Kassel am letzten Sonntag mit enormen Problemen behaftet, dies sollte sich gegen Bietigheim auch prompt fortsetzten. Erneut war es Justin Kelly, der den Puck nach 39  Sekunden zum 1:2 einnetzte. Vorausgegangen war eine angezeigte Strafzeit in der neutralen Zone, Bietigheim spielte den Angriff bei gezogenem Torhüter aber eiskalt und präzise zu Ende. Dieser wenig erquickliche Start schien wohl in den Hinterköpfen der Towerstars Erinnerungen an Kassel geweckt haben. Nach vorne lief wenig zusammen, das Umschalten von Defensive auf Angriff dauerte viel zu lange und der Spielaufbau war zudem deutlich zu durchsichtig. Bietigheim wirkte in allen Belangen spritziger und vor allem konsequent.

Kronawitter und Wrigley schraubten den Spielstand bis zur 35. Minute auf 1:4 nach oben, aus Ravensburger Sicht ernüchternd. Einen Lichtblick ließ Shawn Weller allerdings 80 Sekunden später folgen: Er hob die Scheibe in Überzahl zum 2:4 Anschlusstreffer ins Netz und hielt die Oberschwaben kurz vor der Pause damit wieder einigermaßen in Reichweite.

Was die Towerstars Betreuer in der zweiten Pause in den Tee gemischt haben, war laut Trainer Daniel Naud in der Pressekonferenz  „natürlich geheim“. Wie verwandelt kamen die Oberschwaben aus der Kabine, hatten deutlich höheres Tempo und spielten auch aus der eigenen Zone deutlich schneller. In der 44. Minute war es allerdings eine numerische überzahl, die für das 3:4 sorgte. Raphael Kapzan zog von der blauen Linie ab und der Puck flitzte am verdutzen Marinovic vorbei unter die Latte. Die Fans auf den Rängen schöpften wieder Hoffnung und peitschten das Team nach vorne. Mit Erfolg, denn das hohe Tempo konnten die Gäste offenbar nicht mitgehen, vor allem in der eigenen Zonen verloren sie mehr und mehr Zweikämpfe und Alex Leavitt versetzte acht Minuten vor Schluss die Ränge mit dem zu diesem Zeitpunkt auch hochverdienten 4:4 Ausgleich in einen Freudentaumel. Im Prinzip hatten sich wohl viele der Fans auf eine Verlängerung eingestellt, doch dazu hatten die Ravensburger Cracks offensichtlich keine Lust. Noch immer hatten die Towerstars deutlich mehr Kraftreserven als die Gäste, die im letzten Abschnitt lediglich während einer Überzahl zwischen der 15.- und 17. Minute zu wirklich hochkarätigen Chancen kamen. Zwei Minuten und elf Sekunden vor dem Ende drückte Shawn Weller den Puck zum 5:4 über die Linie. Damit waren die Gäste offenbar bedient. Als Gäste-Coach Kevin Gaudet den Torhüter zugunsten eines 6. Feldspielers vom Eis holte, machte Brian Roloff mit dem Empty Net Tor den 53 Sekunden vor der Schlusssirene vollends zu


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