Torhüter Matthias Nemec wechselt nach FreiburgJannik Herm unterschreibt beim EHC

Matthias Nemec wechselt vom SC Riessersee zum EHC Freiburg. (Foto: EHC Freiburg / Patrick Seeger)Matthias Nemec wechselt vom SC Riessersee zum EHC Freiburg. (Foto: EHC Freiburg / Patrick Seeger)
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Der 27-jährige Nemec ist in Freiburg und der deutschen Eishockeybranche kein Unbekannter: Seit Jahren zählt er zum Inventar der zweithöchsten Liga DEL2, erst lange Zeit im Trikot der Ravensburg Towerstars und zuletzt zwei Spielzeiten in Garmisch.

Sein Wechsel nach Freiburg bedeutet gleichzeitig, dass sich die Wege des EHC Freiburg und des bisherigen Torhüters Miroslav Hanuljak trennen. Der groß gewachsene Tscheche hatte in der vergangenen Saison das Gehäuse der Breisgauer gehütet und war insbesondere in den Playdowns gegen Bad Tölz eine Klasse für sich; auch nach Rückschlägen fand Hanuljak zu alter Stärke zurück und war in den entscheidenden Situationen ein Schlüsselspieler der EHC-Equipe.

Anders als Hanuljak belegt Matthias Nemec keine Kontingentstelle. Der Keeper wurde zwar im tschechischen Opava geboren, kam aber bereits als Jugendlicher nach Baden-Württemberg und verfügt seit langem über die deutsche Staatsangehörigkeit. Damit kann der EHC Freiburg die vier begehrten Ausländerpositionen in der kommenden Saison durchweg mit Feldspielern besetzen; in den zurückliegenden Jahren war immer eine davon für den Torwächter reserviert. In Kürze wird zudem ein junger deutscher Torhüter präsentiert, der zusammen mit Nemec ein Tandem bilden soll.

Matthias Nemec hat seine ersten DEL2-Punktspiele in der Saison 2011/12 im Ravensburger Trikot absolviert und war davor bereits für die Nachwuchsteams der Oberschwaben aufgelaufen. Über die Jahre entwickelte er sich zu einer festen Größe bei den Towerstars, ehe er 2016 zum SC Riessersee wechselte. Auch dort avancierte der 1,75 Meter große Schlussmann zu einem sicheren Rückhalt und konnte mit Fangquoten von mehr als 90 Prozent überzeugen.

Beim EHC Freiburg soll Matthias Nemec als Nummer-eins-Goalie fungieren. „Wir wissen alle, was Matthias kann. Er ist ein flinker Torhüter und passt auch menschlich hervorragend nach Freiburg“, sagt Trainer Leos Sulak und freut sich darüber, dass eine weitere Schlüsselposition für die Saison 2018/19 bereits besetzt ist. Weitere Neuigkeiten zur Kaderplanung folgen in den kommenden Tagen.

Jannik Herm trägt bereits seit der Saison 2013/14 das Trikot des EHC Freiburg – und startet im Spätsommer in seine nunmehr sechste Spielzeit bei den Südbadenern: Der Angreifer hat seine Unterschrift unter einen neuen EHC-Vertrag gesetzt.

Jannik Herm verlängert beim EHC Freiburg

Der 27-jährige Jannik Herm verkörpert die Sportkultur des EHC Freiburg: Er ist professionell und fokussiert, holt das Maximum aus seinen Möglichkeiten heraus, glänzt auf dem Eis als unermüdliche Arbeitsbiene und vergisst dabei auch das Scoren nicht, zeichnet sich als fairer Sportsmann aus und spielt gleichzeitig knallhart, wenn er damit seiner Mannschaft hilft.

Herm ist ein Teamplayer par excellence und ein ehrgeiziger Berufssportler durch und durch: Um den Klassenverbleib zu spielen wie in der vergangenen Saison, das ist für einen Jannik Herm bedrückend – auch wenn er die Mühsal der Playdowns gegen Bad Tölz beherzt annahm und sogar zu einem entscheidenden Faktor avancierte; erinnert sei nur an sein Overtime-Tor im vierten Match. Umso motivierter ist der Stürmer, die Saison 2018/19 in Freiburg erfolgreicher zu gestalten.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Wölfe dieses Ziel mit einer Mischung aus neuen und arrivierten Kräften in Angriff nehmen. Klassische Leistungsträger-Positionen wie die vier Importstellen für ausländische Akteure werden neu besetzt, die Verpflichtung des deutschen Torhüters Matthias Nemec macht Freiburg bei den Feldspielern manövrierfähiger, junge Akteure von außerhalb werden demnächst zum Kader stoßen.

Gleichzeitig herrscht aber auch Kontinuität: Das Grundgerüst der Mannschaft soll beisammenbleiben. Hierzu zählen neben Ur-Freiburgern wie Philip Rießle und Tobias Kunz auch Cracks wie Marc Wittfoth und eben Jannik Herm. Die beiden Stürmer sind zwar bei anderen Vereinen groß geworden, gehören in Freiburg aber längst zum Kern der Mannschaft und zur DNA der Wölfe.

Die viereinhalb Jahre, die Herm seit seinem Wechsel aus Deggendorf im Januar 2014 im Breisgau verbracht hat, sprechen Bände. Seine beständigen Scorerqualitäten bestätigen sich auch beim Blick auf die Zahlen der vergangenen Saison: Jannik Herm bestritt sämtliche 59 Pflichtspiele der Freiburger, erzielte dabei 12 Treffer selbst und bereitete 17 weitere vor. Nicht zum Vorschein kommen in solch einer Statistik seine kämpferischen Tugenden. Nicht wegzudenken ist Jannik Herm zum Beispiel aus dem Freiburger Unterzahlspiel – in dem der EHC das statistisch erfolgreichste Team der DEL2-Hauptrunde war.

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