Torfestival ohne Ende: Crimmitschau macht´s zweistelligDEL2 kompakt

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„Endlich sind wir für den Aufwand einmal belohnt worden. Das Team hat defensiv hervorragend gearbeitet und dann kommt so ein Ergebnis zu Stande“, freute sich der Coach. Glückliche Gesichter auch in Kaufbeuren: Das zweite Heimspiel des Wochenendes gestalteten die Joker ebenfalls erfolgreich und siegten gegen Bietigheim mit 6:5, während auch der SC Riessersee beim 4:1 über Weißwasser keine allzu große Mühe hatte. Rosenheim dagegen unterlag im Süd-Nord-Duell gegen die Fischtown Pinguins mit 3:4 nach Verlängerung. Dresden zeigte sich auf den Punkt top drauf und sicherte sich beim 3:2-Overtime-Sieg zwei Punkte gegen den EVL Landshut.

SC Riessersee – Lausitzer Füchse 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)

Nachdem der SC Riessersee am Freitag bereits aus Bremerhaven einen Punkt entführen konnten brennten die Weiß-Blauen darauf, einen Sieg einzufahren. Nach kurzem Abtasten stand fest, dass die die Hausherren heute den Sieg unbedingt wollten. Wurde doch so oft die zu defensive Spielweise bemängelt, zeigten die Hausherren heute ein anderes Gesicht und sollten dafür belohnt werden. Bereits in der sechsten Spielminute netzte Andy Bohmbach ein. Spätestens seit diesem Treffer gaben die Weiß-Blauen den Takt an und beherrschten weitgehend das Spielgeschehen. Die Gäste hatten zudem Probleme mit dem konsequenten Forechecking der Weiß-Blauen. So konnte Florian Vollmer im 2. Abschnitt die Scheibe in der Lausitzer Zone seinem Gegenspieler abnehmen und Valentin Gschmeißner in Szene setzen welcher zum 2.0 traf. Das Spiel lief nun zwar auf und ab, aber die Füchse bekamen kaum Chancen um abzuschließen. Kurz vor Ende des 2. Drittels stand Robby Dee goldrichtig vor dem Kasten von Dustin Strahlmeier und hämmerte die Scheibe über den Pfosten ins Tor zum 3:0 was auch den Pausenendstand bedeutete. Mit dieser Führung im Rücken und einer gesunden Portion Selbstvertrauen startete man ins letzte Drittel und nach nur 56 Sekunden traf Robby Dee erneut. Der Gegentreffer von Scott King in der 9 Minute für die Füchse war nur noch Ergebniskorrektur und konnte die Spieler des SC Riessersee nicht mehr aus der Reserve locken.

Tore: 1:0 Andy Bohmbach (05:35), 2:0 Valentin Gschmeißner (30:57), 3:0 Robby Dee (37:11), 4:0 Robby Dee (40:56), 4:1 Scott King (49:27/SH1)

Zuschauerzahl: 1.005

Starbulls Rosenheim – Fischtown Pinguins: 3:4 (1:1, 1:2, 1:0, 0:1) OT

Die Starbulls unterlagen heute erneut nach Verlängerung in einer von Bremerhavener Seite sehr rustikal geführten Partie. Hautschiedsrichter Ulpi Sicorschi hatte heute seine liebe Mühe mit diesem Spiel, das wechselseitige Führungen erlebte. Die nach wie vor stark dezimierten Rosenheimer wehrten sich nach Kräften, agierten aber zumeist glücklos. Einige individuelle Fehler führten führten zu direkten Gegentreffern, entsprechend nicht gut zu sprechen war Franz Steer auf seine Mannschaft. Pinguins Coach Mike Stewart zeigte sich natürlich sehr zufrieden mit den zwei errungenen Punkten.
Tore: 0:1 Brendan Cook (04:41), 1:1 Fabian Zick (06:27/ PP1), 2:1 Norman Hauner (21:26), 2:2 Viktor Beck (29:01), 2:3 Jan Kopecky (39:17), 3:3 Norman Hauner ( 41:54), 3:4 Brendan Cook (61:47/OT)
Zuschauer: 1.657

Dresdner Eislöwen – EVL Landshut Eishockey 3:2 (1:0, 0:1; 1:1; 1:0) OT

Was die Dresdener Eislöwen zu leisten imstande sind, bewiesen sie in der heutigen Partie gegen Tabellenführer EVL Landshut Eishockey. Trotz stark dezimierten Kaders kämpften die Blau-Weißen unentwegt und drehten eine zweimalige Führung der Niederbayern zu einem Sieg in der Verlängerung. In einer durch viele Strafen und auch Fehlpässen etwas zerfahrenen Partie behielten sie durch ein Traumtor von Marius Garten letztlich die Oberhand.
Tore: 1:0 Cody Thornton (PP1/4:27), 1:1 Petr Macholda (PP2/32:15), 1:2 Martin Davidek (47:32); 2:2 Bruce Becker (48:55), 3:2 Marius Garten (62:04)
Zuschauer: 2.044

ESV Kaufbeuren – Bietigheim Steelers 6:5 (3:2, 1:3, 2:0)

In einem torreichen Spiel waren die Steelers zunächst das bessere Team und gingen schnell mit 0:1 in Führung, ehe die Kaufbeurer besser zu ihrem Spiel fanden und dank effektiver Chancenverwertung mit 3:1 in Führung gingen. Noch im ersten Drittel gelang den Steelers der Anschlusstreffer zum 3:2. Im zweiten Drittel drehten die Bietigheimer das Spiel mit drei Treffern innerhalb von 96 Sekunden zu ihren Gunsten, Ryhänens Anschlusstor kurz vor Drittelende hielt das Geschehen weiter offen. Im letzten Drittel drehte der ESVK seinerseits das Spiel und gewann in einer dramatischen Partie nicht unverdient mit 6:5.
Tore: 0:1 Greg Squires (02:28), 1:1 Maury Edwards (07:22), 2:1 Alex Thiel (11:35), 3:1 Matti Näätänen (15:51/PP1), 3:2 Mark Heatley (16:30/PP1), 3:3 Marcus Sommerfeld (25:18/PP1), 3:4 Patrick Asselin (26:08), 3:5 René Schoofs (26:54), 4:5 Sami Ryhänen (38:53), 5:5 Alex Thiel (46:55/PP1), 6:5 Maury Edwards (55:04/EA)
Zuschauer: 1.356

Eispiraten Crimmitschau – Towerstars Ravensburg 10:4 (3:1, 3:0, 4:3)

In einem historischen Spiel haben sich die Eispiraten Crimmitschau den Frust dieser Saison förmlich von der Seele geschossen. Mit einer konsequenten Leistung in allen Mannschaftsteilen, in Verbindung mit einer deutlich defensiveren Spielweise, gelingt den Westsachsen ein 10:4-Sieg und damit die Revanche gegen die hohe Niederlage zuletzt in Ravensburg. Zudem stellt dieses Ergebnis in der Höhe für den Standort Crimmitschau Zweitliga-Rekord dar, denn noch nie gewann eine Crimmitschauer Mannschaft in der zweithöchsten Liga mit zehn eigenen Treffern. Insgesamt acht unterschiedliche Torschützen bei den Eispiraten tragen sich am Ende in das Spielprotokoll ein und dürfen sich mit der Mannschaft von 1.405 Zuschauern als verdiente Sieger feiern lassen.
Tore: 0:1 Stephan Vogt (2:13), 1:1 Daniel Bucheli (10:57), 2:1 Max Campbell (12:06), 3:1 André Schietzold (14:18) ,4:1 Cameron Keith (22:09/PP1), 5:1 Daniel Bucheli (29:46) 6:1 Scott Pitt (31:36/PP1), 7:1 Martin Heinisch (44:01) 7:2 Justin Kelly (47:31), 7:3 Matt Kelly (52:11), 8:3 Max Campbell (52:40), 9:3 Matthias Forster (53:53), 10:3 T. J. Fast (57:10), 10:4 Tobias Bräuner (58:43)
Zuschauer: 1.405

Heilbronner Falken – EC Bad Nauheim 3:4 (1:1, 1:2, 1:0, 0:0, 0:1) SO

Von Anfang an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe in dem Heilbronn den ersten Fehler in der Bad Nauheimer Defensive zur Führung nutzte. Im zweiten Abschnitt hatte Heilbronn durch ein Überzahl Spiel zunächst die Chance auf die erneute Führung, doch als Bad Nauheim wieder komplett war, wurde der von der Strafbank kommende Pinizzotto mit einem langen Pass alleine auf die Reise geschickt. Dieser versenkte den Puck eiskalt im Tor der Falken. Nun sah man einen Bruch im Spiel der Falken und die Unsicherheit und Fehlpässe aus den vorherigen Spielen kam zurück. So musste man sich nicht wundern, dass die Roten Teufel nur sechs Minuten später durch Beca auf 1:3 erhöhen konnten. Doch die Falken kämpften sich zurück und schafften den Anschluss durch Adriano Carciola Im Schlussabschnitt versuchten die Falken alles, dieser wollte allerdings lange nicht gelingen. „Wir wollten im letzten Drittel zuerst etwas Kräfte schonen, um dann am Ende mit Power auf den Ausgleich zu drängen“, so Trainer Gerd Wittmann nach dem Spiel. Dieser Plan ging auch voll auf, denn Ackermann konnte durch Fenton schön in Szene gesetzt werden und sorgte für den viel umjubelten Ausgleich. In der Overtime wirkte Heilbronn etwas stärker und hatte den besseren Zug zum Tor, doch die Entscheidung wollte nicht gelingen. So musste das Penalty-Schießen für den Gewinner  sorgen. Auf Heilbronner Seite vergab Fabio und Adriano Carciola, für Bad Nauheim traf Michael Dorr und entschied das Spiel für die Gäste.
Tore:  1:0 Frantisek Mrazek (06:21), 1:1 Daniel Oppolzer (18:57), 1:2 Jason Pinizzotto (21:31), 1:3 Matt Beca (27:22), 2:3 Adriano Carciola (34:22), 3:3 Alexander Ackermann (56:15), Michael Dorr (65:00/PS)
Zuschauer: 1.613

Die Ergebnisse des 12. DEL2-Spieltags im Überblick:

SC Riessersee – Lausitzer Füchse 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)
ESV Kaufbeuren – Bietigheim Steelers 6:5 (3:2, 1:3, 2:0)
Eispiraten Crimmitschau – Towerstars Ravensburg 10:4 (3:1,3:0,  4:3)
Heilbronner Falken - EC Bad Nauheim 3:4 (1:1, 1:2, 1:0) SO
Dresdner Eislöwen – EVL Landshut 3:2 (1:0; 0:1; 1:1; 1:0) OT
Starbulls Rosenheim – Fischtown Pinguins: 3:4 (1:1, 1:2, 1:0, 0:1) OT