Torfestival im Topspiel / Kaufbeuren macht SprungDEL2 kompakt

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Dahinter tauschten Bietigheim und Landshut (beide 17 Punkte) die Plätze, da das Topspiel in der EgeTrans Arena mit einem torreichen 7:5 an die Steelers ging. Auch erfolgreich verlief der Sonntag für Ravensburg. Die Towerstars hatten beim 3:0-Sieg über Heilbronn allerdings mehr Mühe als ihnen lieb sein konnte. Die Falken rutschten damit auf den letzten Platz ab. Knapp, aber verdient konnten auch die Fishtown Pinguins Bremerhaven ihr Heimspiel gegen die Dresdner Eislöwen gestalten (4:3), während das bisherige Schlusslicht aus Kaufbeuren überraschend deutlich mit 4:1 in Weißwasser gewann und einen Sprung auf Rang neun machte. Zäh dagegen ging es in Bad Nauheim zu. Der Aufsteiger musste sich nach Penaltyschießen dem SC Riessersee mit 4:5 geschlagen geben.

Bietigheim Steelers – EVL Landshut 7:5 (2:2, 4:1, 1:2)

Das Topspiel hielt, was es versprach. Bietigheim und Landshut schenkten sich besonders im ersten Drittel nichts und zeigten hohes Tempo. Nicht anders verlief der Mittelabschnitt. Mit dem Unterschied, dass die Hausherren ihre Chancen eiskalt verwandeln konnten und so auf 6:3 nach 40 Minuten davon zogen. Der EVL allerdings kam mit zwei Treffern nochmal zurück und machte im letzten Drittel ordentlich Druck. Den Schlusspunkt setzte Marco Müller rund zehn Minuten vor dem Ende. Landshuts Coach Jiri Ehrenberger: „Sieben Tore zu schießen ist eine Menge. Wir hatten heute eine sehr lange Anreise und kamen dadurch sehr knapp in Bietigheim an. Es war vor dem Spiel alles ziemlich hektisch. Danke an die Steelers, dass wir paar Minuten später beginnen konnten. „Im ersten Drittel haben beide Mannschaften gut gekämpft. Nach dem zweiten torreichen Drittel haben wir im letzten Drittel noch einmal alles gegeben und die Tore geschossen. Leider hat es nicht gereicht. Bietigheim ist eine Topmannschaft. „Im ersten Drittel waren die Landshuter sehr effizient. Im zweiten Drittel waren dann wir es, die sehr effizient gespielt haben und die Chancen eiskalt genutzt haben. Die Landshuter kamen dann im letzten Drittel noch einmal sehr gut zurück und haben auf 6:5 verkürzt. Bei einer 6:3 Führung darf man einfach nicht denken, dass es ein sicherer Sieg ist. Wir sind mit den drei Punkten sehr zufrieden“, meinte sein Gegenüber Kevin Gaudet.
Tore: 0:1 Ty Morris (3:24), 1:1 David Wirgley (5:24/PP1), 1:2 Riley Armstrong (10:20), 2:2 Matt McKnight (15:33), 3:2 Greg Squires (23:07), 4:2 Marcus Sommerfeld (30:04), 5:2 Greg Squires (34:04/SH1), 6:2 René Schoofs (35:03), 6:3 Riley Armstrong (38:28/SH2), 6:4 Maximilian Brandl (41:48), 6:5 Stephan Daschner (47:17), 7:5 Marco Müller (49:54)
Zuschauer: 1.683

Ravensburg Towerstars – Heilbronner Falken 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)

In einem hart umkämpften Spiel gingen die gastgebenden Towerstars nicht unverdient als Sieger hervor. Nach einem torlosen und völlig ausgeglichenen Start übernahm Ravensburg nach dem Führungstreffer in der 28. Minute klar das Kommando, versäumte es allerdings den Vorsprung weiter auszubauen. Die holte dann allerdings Dustin Cameron im Schlussabschnitt nach, mit seinen zwei Toren beseitigte er letztlich alle Zweifel. Das Spiel war zwar von einigen Strafzeiten geprägt, blieb allerdings ohne nennenswerte Auseinandersetzungen.
Tore: 1:0 Stephan Vogt  (27:23), 2:0 Dustin Cameron (50:41), 3:0 Dustin Cameron (56:33/PP1)
Zuschauer: 2.300

Fischtown Pinguins – Dresdner Eislöwen 4:3 (1:1, 1:0, 2:2)

Mit einer überzeugenden kämpferischen Leistung haben sich die Fischtown Pinguins am heutigen Abend nach der Freitagsniederlage eindrucksvoll zurück gemeldet. Der 4:3 (1:1/1:0/2:2) Sieg war vor allen Dingen deswegen verdient, weil die Seestädter trotz stark dezimierten Kaders und eines im Schlussdrittels unglücklichen Rückstands das Spiel trotzdem noch drehen konnten.  Besonders zufrieden zeigte sich Trainer Mike Stewart auch mit der dritten Reihe um Mark Kosick, Jaro Hafenrichter und Jan Kouba, die in dieser Zusammensetzung noch nicht gespielt hatten. Stark auch Brett Jäger, der in der entscheidenden Phase der Partie eine Eins-gegen-Null-Situation gegen Gosdeck entschärfen konnte. Überragend auch wieder Marian Dejdar, der mit einem Tor und zwei Assists  zu einer der spielbestimmenden Persönlichkeiten auf dem Eis avancierte. Entsprechend zufrieden auch Trainer Stewart, der nach dem Spiel besonders die Einstellung seiner Mannschaft lobte: „Wenn man mit einem dermaßen dezimierten Kader eine solche kämpferische Leistung zeigt, muss man als Trainer vor der Mannschaft den Hut ziehen.“ Auf der Pressekonferenz zollte auch Trainer Popiesch vom Gästeteam, das in dieser Partie erstmals ohne Punktgewinn blieb, den Hausherren Lob uns sprach von einem verdienten Sieg.
Tore: 1:0 Andrej Teljukin (5:15), 1:1 Carsten Gosdeck (10:28), 2:1 Kopecky (39:26), 2:2 Sami Kaartinen (40:16), 2:3 Ziolkowski (47:18), 3:3 Jaro Hafenrichter (48:53/PP1), 4:3 Marian Dejdar  (67:21/PP1)
Zuschauer: 2.638

Lausitzer Füchse – ESV Kaufbeuren 1:4 (0:0, 0:2, 1:2)

Etwas überraschend entführt Schlusslicht Kaufbeuren drei Punkte aus dem Fuchsbau. Das aber nicht unverdient, weil sich die Gäste im Abschluss hocheffizient zeigten. Ein abgefälschter Schuss von Aßner brachte die Allgäuer nach 21 Minuten in Führung. Weißwasser zeigte sich davon beeindruckt und rannte fortan wild an, scheiterte aber immer wieder am überragend haltenden Torwart Stefan Vajs. Mit dem Anschlusstor von Pozivil machte das Team von Dirk Rohrbach auf und lief in zahlreiche Konter. Für die Entscheidung sorgte Schmidle drei Minuten vor dem Ende mit einem Schuss von der blauen Linie.
Tore: 0:1 Christoph Aßner (21:49), 0:2 Alexander Thiel (30:22), 1:2 Lukas Pozivil (46:27), 1:3 Max Schmidle (56:11), 1:4 Markku Täthinen (59:15/EN)
Zuschauer: 1.781

Eispiraten Crimmitschau – Starbulls Rosenheim 1:6 (0:2, 0:3, 1:1)

Für Robin Weihager im Dress der Starbulls Rosenheim sollte es ein besonderer Abend werden. Dem Stürmer gelang im Auswärtsspiel bei den Eispiraten Crimmitschau ein Hattrick. Bereits nach dem ersten Drittel schossen die stark aufspielenden Gäste einen komfortablen 2:0-Vorsprung heraus. Drei weitere Treffer im Mitteldrittel sorgten für klare Verhältnisse nach 40 Minuten. Der Schlussabschnitt ging nach Toren unentschieden aus. Harrison Reed erzielt in Unterzahl den Ehrentreffer für die Eispiraten, für die Rosenheim am heutigen Abend einfach zu stark war.
Tore: 0:1 Michael Rohner (05:27/PP1), 0:2 Robin Weihager (13:47), 0:3 Robin Weihager (29:26/PP1), 0:4 Robin Weihager (32:10/PP1), 0:5 Dominic Auger (32:55), 0:6 Andrej Strakhov (43:13), 1:6 Harrison Reed (58:31/SH1)
Zuschauer: 1.408

EC Bad Nauheim – SC Riesersee 4:5 (1:1, 2:2, 1:1, 0:0, 0:1) SO

Im ersten Abschnitt brachten zwei Powerplay-Gelegenheiten für beide Seiten die Tore zum 1:1-Pausenstand. Allerdings hatten die Gastgeber mehr vom Spiel und weitere gute Einschusschancen, die jedoch ungenutzt blieben. Die Hausherren dominierten das zweite Drittel 15 Minuten lang und legten verdient auf 3:1 vor. Die Bayern gaben sich aber noch lange nicht geschlagen und kamen noch vor der zweiten Pause zum 3:3, nachdem die Bad Nauheimer Hintermannschaft zwei Mal nicht auf dem Posten war. Im letzten Drittel wussten beide Teams, dass das nächste Tor die Entscheidung bringen könnte, dennoch spielten sie nach vorne, wobei die Hessen die größeren Möglichkeiten hatten. Das Tor machte allerdings Garmischs Dibelka, womit man an das Landshut-Spiel erinnert wurde. Diesmal schlugen die Gastgeber aber zurück und trafen durch Michael Dorr zum 4:4. In der Overtime hatten die Roten Teufel zwar die größeren Chancen, ein Tor sollte aber Dank eines starken SCR-Goalies nicht fallen. Stattdessen musste das Penalytschießen die Entscheidung bringen, in diesem waren alle drei Gäste-Schüsse vorbei an Thomas Ower.
Tore: 1:0 Carnevale (8:14/PP1), 1:1 Kastner (9:48/PP1) 2:1 McMonagle (29:27), 3:1 McMonagle (63:05) , 3:2 Dee (37:04), 3:3 Bohmbach (39:25), 3:4 (54:11) Lubor Dibelka (54:11), 4:4 Dorr (55:51), 4:5  Dee (65:00/PS)
Zuschauer 2.252

Die Ergebnisse im Überblick:

Bietigheim Steelers – EVL Landshut 7:5 (2:2, 4:1, 1:2)
Ravensburg Towerstars – Heilbronner Falken 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)
Fischtown Pinguins – Dresdner Eislöwen 4:3 (1:1, 1:0, 2:2)
Lausitzer Füchse – ESV Kaufbeuren 1:4 (0:0, 0:2, 1:2)
Eispiraten Crimmitschau – Starbulls Rosenheim 1:6 (0:2, 0:3, 1:1)
EC Bad Nauheim – SC Riesersee 4:5 (1:1, 2:2, 1:1, 0:0, 0:1) SO


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