Tölzer Penalty-Erfolg im Kellerduell - Rod Stevens trifft viermal

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
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Mit einem Erfolg kehrten die Tölzer Löwen aus der Oberpfalz zurück. Gingen die beiden bisherigen Spiele gegen die Blue Devils aus Weiden noch verloren (3:4 n.P.,2:5), drehten die Mannen von Hans Rothkirch dieses Mal den Spieß um und konnten ihrerseits das Spiel für sich entscheiden; wenngleich auch erst nach Penalty-Schießen. Überragender Mann bei den Isarwinklern, die auf Derek Mayer und Florian Zeller verzichten mussten, war Top-Scorer Rod Stevens, der alle vier Treffer beisteuerte und sein Torkonto damit auf 23 Zähler erhöhte.

Die Buam erwischten vor 1470 Besuchern einen Start, der besser nicht hätte sein können. Bereits nach einer knappen Spielminute verwertete Rod Stevens ein Zuspiel von Trevor Demmans. Vier Uhrzeigerumdrehungen später zeigte die Tölzer Paradereihe ihre Klasse und nutzte ein Powerplay aus. Von den Gastgeber sah man bis dato nur die Unsicherheiten ihres Keepers Reinhard Haider. Beim Anschlusstreffer mitte des Drittels waren es die Oberpfälzer, die von einer nummerischen Überlegenheit profitierten. Ein Schlagschuss von Manshoff fand über Conny Strömberg und letztendlich Michael Piskor den Weg ins Ziel. Acht Sekunden vor der Pausensirene stellte Rod Stevens den alten Abstand wieder her. Das Zuspiel kam hierbei vom jungen Beppo Frank, der für Mayer in der ersten Verteidigung agierte. Im Mittelabschnitt merkte man den Hausherren an, dass sie sich etwas mehr vorgenommen haben. Der ECT stand nunmehr wesentlich stärker unter Druck und musste sich einmal mehr auf seinen vorzüglichen Fänger, Patrick Couture, verlassen. In dieser Phase merkte man auch deutlich das Fehlen von Derek Mayer, der der Defensive mit seiner Routine weitaus mehr Halt hätte verleihen können. So verwunderte es nicht, dass die Blue Devils mit einem Doppelschlag zum Ausgleich kamen. Die Treffer von Roman Göldner und Dustin Whitecotton sorgten für einen zu diesem Zeitpunkt verdienten, weil ausgeglichenen Spielstand. Verwunderlich war indes die plötzliche Zurückhaltung der Gastgeber. Anstatt von den erfolgreichen Offensivbemühungen gestärkt weiter Druck auszuüben, schraubten sie einen Gang zurück und ließen die Buam zurück ins Spiel finden. Beinahe hätte eines der ganz seltenen Missgeschickte von Patrick Couture das Spiel zugunsten des Teams von Leo Sulak entschieden. Ein Weitschuss von Jan Penk in der Schlussphase setzte kurz vor dem jungen Kanadier noch einmal auf und landete völlig unerwartet in den Maschen. Ungeachtet dieses Fauxpas machte Couture neben Rod Stevens den Unterschied an diesem Abend. Während Reinhard Haider durchweg unsicher wirkte und Stürmerstar Strömberg keine Impulse setzen konnte, war Couture stets auf dem Posten und Stevens die personifizierte Torgefahr. So auch zwei Minuten vor dem Ende der Partie. Sein vierter Treffer (Zuspiel Kottmair) sicherte den Gelb-Schwarzen die Verlängerung. Diese war geprägt vom Austausch körperlicher Zuneigung. Hauptschiedsrichter van de Fenn musste in den fünf Zusatzminuten jeweils sechs Spieler in die Kühlbox verweisen, allesamt wegen Unnötiger Härte. Offensichtlich motivierten diese sachfremden Einlagen die Gäste mehr, denn beim anschließenden Penaltyduell zeigten sie sich kaltschnäuziger. Jeffrey Hoad und Toni Demmel sorgten für den Zusatzpunkt in finaler Instanz. Erwähnenswert neben dem vierfachen Torschützen waren die vier Scorerpunkte von Trevor Demmans und das Bundesligadebüt der DNL-Spieler Michael Baindl und Sandro Schönberger. (orab)