Tölzer Löwen: Zwei Treffer von Kruck, aber nur ein Punkt gegen Freiburg

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Eine Diskrepanz zwischen Aufwand und Ertrag gilt im professionellen Eishockey nicht als Seltenheit. Oft ist es so, dass sich die Stürmer selbst im Wege stehen oder der gegnerische Torhüter den berühmten Sahnetag erwischt. Bei den Tölzer Löwen ist es nahezu ausnahmslos die Torausbeute, die nicht in Relation zu den herausgespielten Möglichkeiten steht. Bei der 3:4 Niederlage gegen die Freiburger Wölfe - wie schon im ersten Aufeinandertreffen nach Penalty-Entscheidung zustande gekommen - lieferten die Buam überdies eines ihrer besten Drittel der Saison ab, trafen aber erneut zu selten, um eine mögliche frühe Entscheidung herbeizuführen. Herausragend war dafür an diesem Abend die dritte Sturmformation. Morgan Warren sorgte für die Tölzer Führung, Andreas Kruck traf gleich zweimal. Trotz des unbefriedigenden Ausgangs, gingen die 1400 Zuschauer vorwiegend zufrieden nach Hause.

In einer Mischung aus Süffisanz und Ernst kündigte Peter Obresa für die nächsten Overtime-Spiele an, Patrick Couture in der Verlängerung gegen einen sechsten Feldspieler zu tauschen. Er sähe darin bessere Chancen auf den Zusatzpunkt, als bei den Penaltys. Ganz Unrecht hatte der Löwen-Trainer damit freilich nicht. Einmal mehr übertrafen sich seine Schützen bei der Harmlosigkeit ihrer Versuche. Freiburgs Keeper Bronsard reichte es, dem Ausführenden zwei Meter entgegenzufahren und zu warten bis er angeschossen wurde. Künftig den spielverlängernden Maßnahmen zu entgehen, wäre somit empfehlenswert aus Tölzer Sicht. Angesichts der bekannten Abschlussschwäche aber wohl nicht einfach umzusetzen.

Die Freiburger begannen stark in der Hacker-Pschorr-Arena, spielten sofort ihre technische Überlegenheit aus, waren spielbestimmend. Simon Danner schloss eine gelungene Kombination ab, Couture regierte prächtig. Die Hausherren agierten in der Anfangsphase zu zaghaft, vor allem das Überzahlspiel wirkte wenig durchdacht. Nach und nach gelang dann aber doch die Befreiung vom Druck der Breisgauer. Morgan Warren und Flo Curth hatten bei einem Break die Führung auf dem Schläger, vertändelten die Scheibe aber anstatt zielstrebig abzuschließen.

In Abschnitt zwei erreichte die Begegnung plötzlich ein weitaus höheres Level, was primär dem Zutun der Gastgeber zu verdanken war. Rod Stevens verzog einen Versuch mit der Rückhand nur um Haaresbreite, Morgan Warren schoss im Powerplay eiskalt am leeren Tor vorbei. Eben dieser Morgan Warren war es wenig später, der für Stimmung in der Halle sorgte. Im Nachsetzen bugsierte der Kanadier die Scheibe an Christian Bronsard vorbei über die Linie. Der Stadionsprecher hatte just seiner Informationspflicht Genüge getan, da schlug es erneut hinter Bronsard ein. Andreas Kruck schloss ein vorzügliches Dribbling mit einem präzisen Schuss ins lange Eck ab. Die Buam spielten plötzlich wie aus einem Guss. Kämpferisch kaum zu toppen, versäumten sie es jedoch bei besten Möglichkeiten nachzulegen. Peter Erlacher vergab freistehend vor Bronsard, Florian Curth musste sich Selbigem bzw. dessen starker Reaktion bei einem Konter beugen. Von den Wölfen war minutenlang wenig zu sehen. Erst ein fulminanter Knaller von Jiri Zelenka an den Schoner Couture´s ließ aufhorchen. Der Anschlusstreffer von Nikolai Goc passte da so gar nicht in das Bild überlegener Löwen, brachte er die Gäste doch wieder ins Spiel zurück. Das bekamen die Isarwinkler im Schlussabschnitt auch schnell zu spüren. Jetzt wirbelten die Breisgauer wieder wie zu Beginn. Peter Mares sorgte für den Ausgleich, als man auf Tölzer Seite die Scheibe nicht aus dem Drittel bekam und der Tscheche von Landsmann Zelenka mustergültig bedient wurde. Zwar konnte Andi Kruck wenig später, dank des energischen Nachsetzens von Florian Curth noch einmal vorlegen. Doch schon im direkten Gegenzug nutzte Aaron Fox eine 2-1 Situation unnachsichtig aus.

Da die Verlängerung trotz vorhandener Möglichkeiten auf beiden Seiten torlos endete, ging es - wie Eingangs erwähnt - in das ungeliebte Peanltyschießen, in dem den Gästen die Treffer von Petr Mares und Aaron Fox zum Sieg genügten. Freiburgs Coach Pavel gross war dann verständlicherweise glücklich über die zwei Zähler, aber keineswegs mit der Leistung seiner Mannen. "Wenn man vorne mitspielen will, muss man sich anders präsentieren", so die Anspielung auf das zweite Drittel. In diesem habe seine Mannschaft "super Druck" gemacht, analysierte hingegen Peter Obresa. Er monierte allerdings das kollektive Verhalten des Blocks, der beim Anschlusstreffer auf dem Eis stand. "Stümperhaft" bezeichnete Obresa den Moment, der aus seiner Sicht spielentscheidend war. "Wenn wir mit 2:0 aus dem Drittel kommen, wäre die Ausgangsposition weitaus besser gewesen." (orab)

Tore:
1:0 (24:52) Warren (Stevens), 2:0 (25:18) Kruck (F.Curth, J.Kottmair), 2:1 (37:34) Goc (Rifel), 2:2 (44:17) Mares (Zelenka, Laylin), 3:2 (46:18) Kruck (F.Curth, Warren), 3:3 (46:55) Fox (Khaidarov, Lippset), 3:4 (65:00) Mares (GWP)

Strafen: Bad Tölz 4 + 10 (Zeller, Check von Hinten) - Freiburg 6
Schiedsrichter: Zupp (Duisburg) - Fröschle, Sauer
Zuschauer: 1330

Spieler des Spiels: Andreas Kruck

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Sonntag 06.12.2020
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