Tölzer Löwen: Verletzungssorgen mehren sich

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
Lesedauer: ca. 1 Minute

Man kann es aus Trainersicht stets abstreiten. Weg diskutieren lässt es sich indes nicht. Die Vorrunde nähert sich ihrem Ende und die Teams deren weitere Ausgangsposition unzweifelhaft feststeht, gehen nicht mehr mit letztem Einsatz zu Werke. Wenn auch nur unterbewusst, verletzen möchte sich vor den entscheidenden Saisonwochen kein Spieler mehr ernsthaft. Auch bei den Tölzer Löwen hat die Vorbereitung auf die Abstiegsrunde allerhöchste Priorität. Die Spiele gegen Heilbronn und insbesondere Schwenningen wurden nicht mit höchstmöglicher Konzentration und letztem Engagement angegangen. Trotzdem bekam das Lager der Verletzten Zuwachs. Allrounder Christian Urban zog sich in der Kätchenstadt eine Bänderdehnung zu, gestern erwischte es Floppo Zeller. Beide sollen bis zu Beginn der Play Downs wieder fit sein, ebenso wie Trevor Demmans, der bereits seit Ende Januar merklich fehlt. 
 

Schon am Freitag zeigte sich die momentane Crux der Löwen: Die Chancenverwertung ! Bei ausgeglichenem Spielstand wurde eine mehrminütige 5-3 Überzahl ohne zwingende Tormöglichkeiten vertan. Ein Kontertor sowie ein empty-Netter auf Seiten der ebenso harmlosen Falken waren letztendlich ursächlich für die Niederlage.

 
 

Dass es gegen die Schwarzwälder nicht klappen würde, war eigentlich zu befürchten. Bereits in den ersten drei Duellen zeigte sich, der Gegner liegt den Buam nicht sonderlich. Zwar offerierte die oftmals instabile Hintermannschaft der Wild Wings den Hausherren beste Einschussmöglichkeiten, doch raubte meist Mark Suvelo im Gehäuse der Schwenninger den gelb-schwarzen Angreifern den Nerv. Einzig Morgan Warren mit seiner Urgewalt konnte die zweite torlose Heimpleite verhindern.

 
 

Die Wild Wings nutzen ihre Möglichkeiten halbwegs effektiv aus, und kamen so zu einem relativ leichten Sieg in der Fremde. Bei den Löwen stand Brosi Fichtner im Gehäuse, Couture war am Freitag die Schulter aus dem Gelenk gesprungen. Trotz der Bedeutungslosigkeit der letzten Begegnungen fanden sich immerhin 1822 Zuschauer in der Hacker-Pschorr-Arena ein. Möglicherweise werden auch die beiden letzten Spiele gegen Weiden und Straubing ohne glanzvolle Auftritte der Buam vorübergehen, ab 19.März werden aber in jedem Falle topfitte und kadermäßig voraussichtlich vollzählige Tölzer Löwen den Kampf aufnehmen. (orab)