Tölzer Löwen - Straubings Angstgegner raubt einen Punkt

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
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Ganz konnten die Tölzer ihren Angstgegner-Status aus der letzten Saison

gegen Straubing nicht zurückgewinnen. Jedoch mussten sich die Tigers am

Sonntagabend schon arg mühen, um gegen aufopferungsvoll kämpfende Löwen

zu einem 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0) Sieg nach Penaltyschießen zu kommen.

Bei den Löwen fehlten Duane Harmer, Max Prommersberger und der nach

seiner Spieldauer vom Freitag gesperrte Sandro Schönberger. Dafür kam

DNL-Spieler Michael Endraß wieder zum Einsatz und Christian Urban

rückte in die Verteidigung. Den Straubingern fehlten neben den

Langzeitverletzten Thomas Greilinger und Steve Palmer außerdem Vitali

Janke, Robert Dietrich und Niklas Hede.


Wie nicht anders zu erwarten starteten die Tigers offensivstark und mit

zahlreichen guten Chancen in die Partie. Aber auch die Löwen hatten ihren

Anteil an Einschussmöglichkeiten zu vermerken. Die beste Möglichkeit hatte

Adam Borzecki, der nach schönem Zuspiel von Jeff Hoad an Mike Bales im

Straubinger Kasten scheiterte. Einen Aufreger gab es drei Minuten vor

Drittelende, als Michael Rohner und Thomas Wilhelm eine schlagkräftige

Meinungsverschiedenheit hatten. Beide wurden von Schiedsrichter Oswald zum

Duschen geschickt.


Mit nunmehr 14 Feldspielern starteten die Gastgeber erneut druckvoll in den

zweiten Durchgang. Mark Cavallin musste einige Male in höchster Not retten.

Auch die Löwen kamen immer wieder gut nach vorne und in der 28. Minute erzielte

Jeff Hoad den unglaublichen Führungstreffer für seine Mannschaft. Straubing

war zu offensiv nach vorne gestürmt und es ergab sich eine 3 zu 1 Situation,

welche Peter Gulda, Rod Stevens und Torschütze Hoad eiskalt ausnutzten. Im

Anschluss an die Führung wirkten die Straubinger geschockt, die Tölzer konnten

die teilweise in deren Drittel einschnüren. Überzeugen konnte auch

wiedereinmal die junge Garde.


Straubing kam aber wieder ins Spiel. Aus einer starken Druckphase heraus konnte

Billy Trew den Ausgleich erzielen. Beide Teams hatten noch Chancen zu

verzeichnen, aber das Spiel ebbte immer mehr ab. So blieb es nach 60 Minuten

beim Gleichstand. Die folgende Verlängerung blieb fast ohne Unterbrechung und

war daher recht schnell vorbei.


Da im Penaltyschießen auf Tölzer Seite lediglich Rod Stevens verwandelte und

bei Straubing Norman Batherson und Stefan Mann trafen, konnten die Gäubodenstädter

zwei Punkte behalten. Tigers-Trainer Peter Draisaitl bemerkte nach der Partie,

dass es seiner Mannschaft gegen sehr defensive Tölzer nicht gelungen sei, in 60

Minuten zu gewinnen. Aufgrund der Personalsituation sei es momentan nicht

einfach.


"Ich bin mit dem ganzen Wochenende sehr zufrieden", meinte hingegen Löwen-Coach

Axel Kammerer. "Wir haben gegen zwei Spitzenmannschaften vier Punkte

geholt." Zum Spiel bemerkte er eine "kämpferisch starke

Leistung" und einen Mark Cavallin mit "überragenden Saves".

"Heute muss ich mein ganzes Team in den höchsten Tönen loben." (mb)


Tore:

0:1 (27:33) Hoad (Stevens, Gulda), 1:1 (45:39) Trew (Gallant, Elfring), 2:1

(65:00) Mann


Strafen: Straubing 15 + Spieldauer Wilhelm - Bad Tölz 15 + Spieldauer Rohner

Schiedsrichter: Oswald - Barth, Höck

Zuschauer: 1717