Tölzer Löwen schlagen sich achtbar - 4:7 in Bietigheim

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
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Mit einer 4:7 Niederlage kehrten die Tölzer Löwen aus dem Schwäbischen in den Isarwinkel zurück. Eine Niederlage, die bei etwas konzentrierterer Spielweise gegen einen keineswegs übermächtigen Gegner nicht zwingend notwendig gewesen wäre. Knackpunkt der Partie war ein Doppelschlag der Steelers Mitte der Partie, als sie binnen 77 Sekunden zwei Geschenke der Gäste, eines davon per Short-Hander, konsequent nutzten. Bei den Tölzern bestätigte einmal mehr Morgan Warren seine derzeitige Form, indem er zweimal traf und zum besten Spieler seiner Mannschaft gewählt wurde.

Die anwesenden Zuschauer im gut besuchten Eisstadion am Ellental solten eine interessante letzte Begegnung im Jahre 2003 sehen. Dies lag in der Anfangsphase vorwiegend an den Gastgebern, die sofort versuchten, ihr technisches Potenzial auf dem Eis umzusetzen. Nach ersten Annäherungsversuchen von Gratza und zweimal Kovalev, brachte Torjäger Darren Ritchie seine Steelers nach sechs Minuten in Front. Er nutzte eine Bankstrafe der Löwen eiskalt aus, versenkte die Scheibe links unten im Gehäuse von Patrick Couture. Praktisch im Gegenzug hätte Christian Curth den Ausgleich herstellen können, er konnte aber SCB-Goalie Martinovic nicht überwinden. Stattdessen trugen die Schwaben über Mike Dolezal einen pfeilschnellen Angriff vor, den Martin Hinterstocker mit einem trockenen Schuss ins lange Eck abschloss. Nachdem zum Ende des Drittels bereits Sebastian Kottmair aussichtsreich scheiterte, gelang Christian Curth wenig später nach schönem Zuspiel von Morgan Warren der Anschluss. Die Partie war dadurch wieder offen. Auch als Brezina vier Minuten nach Wiederbeginn erhöhte, schlugen die Buam in Person von Jeffrey Hoad zeitnah zurück. In Überzahl verwertete der Center einen Pass seines kongenialen Sturmpartners Rod Stevens. Zwischen diesen beiden Toren verabschiedete sich Trevor Demmans aus der Partie. Der ECT-Defender wurde mit einer doppelten Zehn-Minuten-Strafe belegt, weil er sich lauthals bei Referee Seckler über einen nicht gegebenen Ellenbogencheck an Hoad beschwerte und dem Unparteiischen nach dessen Antwort noch handfeste Neujahrswünsche übermitteln wollte. Wenig später folgte die Eingangs erwähnte, spielentscheidende Szene. Die Mannschaft aus dem Isarwinkel beendete soeben ein Unterzahlspiel erfolgreich, vergaß bei der Neuformierung der Abwehr jedoch den völlig freistehenden Craig Teeple. Ein erfahrener Stürmer, wie es der Steelers-Kapitän zweifelsohne ist, weiß wie man mit solchen Einladungen umgeht und schlenzte die Scheibe unhaltbar in den Winkel. Eine Minute später bauten die Löwen gerade eine Überzahl auf, als die Scheibe Florian Leitner etwas weit vom Schläger sprang und den Gastgebern die Möglichkeit zum Break eröffnete. Über Steffen Michel und Andrej Kovalev wurde das Spiel schnörkellos auf die andere Seite verlagert, von wo Calvin Elfring ungedeckt und ohne Mühe zur Vorentscheidung einschießen durfte. Wenigstens gelang Morgan Warren noch vor der zweiten Pause eine Ergebniskorrektur. Im Schlußabschnitt schienen die Mannen von Danny Naud etwas auf Sparflamme geschaltet zu haben. Das Offensivspiel wurde in den ersten zehn Minuten nahezu völlig aufgegeben. Erst nachdem sich einmal mehr eine numerische Überlegenheit bot, schlugen sie wieder zu. Craig Teeple kam aus kurzer Distanz zu seinem zweiten Treffer. Fast schon müßig zu erwähnen, dass auch der letzte Treffer der Schwaben aus einem Powerplay resultierte. Elfring und Gulda konnten sich die Scheibe in aller Ruhe mehrmals zuspielen, ehe Letzterer mit einem Schuss aus schrägem Winkel zum Erfolg kam. Das letzte Erfolgserlebnis auf Tölzer Seite war dem besten Spieler seiner Mannschaft vorbehalten. Morgan Warren erkämpfte sich an der Bande den Puck und verwertete nach kuzem Sololauf technisch gekonnt zum 7:4 Endstand. Die sportlichen Wünsche für das neue Jahr dürften auf Seiten der Gelb-Schwarzen offensichtlich sein. Geschickteres Zweikampfverhalten, bessere Defensivarbeit der Stürmer bei Kontersituationen und eine um ein Vielfaches verbesserte Chancenverwertung. Guten Rutsch ! (orab)

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