Tölzer Löwen planen zweigleisig

Tölzer Löwen planen zweigleisigTölzer Löwen planen zweigleisig
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Eine verbindliche Antwort müssen die Verantwortlichen der Tölzer Eissport GmbH (TEG) einstweilen jedoch noch schuldig bleiben. „Wir sind dabei, die wirtschaftlichen Probleme aus dem Wege zu räumen“, sagt Josef Hintermaier, Präsident des EC Bad Tölz und Beiratsvorsitzender der TEG. Der dickste Klotz am Tölzer Bein ist die Tatsache,  dass die Kooperation mit dem DEL-Team der Nürnberg Ice Tigers möglicherweise nicht fortgesetzt werden kann. Anders als in der Oberliga könnten die Oberbayern auf die von ihnen ans Senioren-Eishockey herangeführten und von Nürnberg übernommenen Cracks, etwa Torwart Andy Jenicke, Verteidiger Peter Lindlbauer oder Stürmer Yasin Ehliz  nicht mehr verfügen, nachdem sich die Mehrzahl der Zweitligisten mit einer Förderlizenz-Regelung offenbar nicht anfreunden mag. „Das ist für uns eine fast existenzielle Frage“, sagt Josef Hintermaier. Verbindliche Antworten erhielten der ECT-Präsident und TEG-Geschäftsführer Manfred Gröger in dieser Woche auch nicht bei einem Gesprächstermin mit dem Präsidenten des Deutschen Eishockey-Bundes. Uwe Harnos habe Verständnis für die Tölzer Situation gezeigt, berichteten die Löwen-Vertreter, die Atmosphäre sei gut und das Gespräch fruchtbar gewesen – allerdings ohne konkretes Resultat.

Vom Tisch ist das Thema 2. Bundesliga damit indessen nicht. Die Tölzer Löwen peilen eine Entscheidung bis zum Ende des Monats an – und planen bis dahin zweigleisig. Cheftrainer Florian Funk hat versucht auszuloten, welche Spieler den Verein im Falle des Nicht-Aufstieges verlassen würden. Es wären möglicherweise nur zwei. Derweil arbeitet Franz Fritzmeier, der Sportliche Berater der Löwen, an Plan A und Plan B. Die Verträge der Trainer und einiger Spieler etwa gelten nur für die Oberliga und müssten um einen Passus erweitert werden. Ein offenes Geheimnis ist, dass sich die Oberbayern bemühen, Verteidiger Peter Kathan (zuletzt Rosenheim) eine Rückkehr zu seinem Heimatclub schmackhaft zu machen. Ob es gelingt? Ein wenig mehr Rückenwind hatten sich die TEG-Verantwortlichen von den Fans erhofft. Ganze 260 Dauerkarten-Bestellungen sind bis dato in der Geschäftsstelle eingegangen. Das ist für Tölzer Verhältnisse zu diesem frühen Zeitpunkt zwar ordentlich – aber sicher nicht das „Signal“, dass sich Manfred Gröger gewünscht hatte. Der Geschäftsführer appelliert noch einmal an die Fans, bis 15. Mai von der Bestellmöglichkeit über die Löwen-Homepage (www.toelzer-eissport.de) regen Gebrauch zu machen. Bezahlt werden muss übrigens erst im Juli, wenn Preise und Spieltermine feststehen.

Für die Spieler zeichnet sich – unabhängig von der Aufstiegsfrage – ein Ende des Sommerurlaubs bereits ab. Am 21. Mai um 18 Uhr erwartet Florian Funk seine Cracks zum Trainingsauftakt in der Kabine. Nicht ausgeschlossen, dass das eine oder andere neue Gesicht zu sehen sein wird. Und wer weiß, vielleicht sickert ja schon die Antwort auf die Frage durch, die die Spieler gewiss noch mehr als die Fans beschäftigt: In welcher Liga geht's weiter?