Tölzer Löwen müssen sich der Stechmücken erwehren - Ingolstadt ohne Sturm

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
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Die Zeit, in der man spielerisch maue Darbietungen gegen unterklassige Vereine mit den Gegebenheiten der Vorbereitung rechtfertigen konnte, sind vorbei. An diesem Wochenende beginnt der Ernst der Ligaalltags, der den Tölzer Löwen gleich eine harte Nuss als Auftaktgegner bescherte. Zwar sind die Moskitos aus Essen Aufsteiger, doch werden sie aufgrund zahlreicher Verpflichtungen erfahrener Kufencracks von den Experten weitaus höher eingeschätzt. Ein Playoff-Platz sollte es für die Truppe von Anton Krinner bitte schön schon sein. Ein Blick auf den Kader zeigt auch, dass dies ein realistisches Saisonziel ist. Peter Rönnquist hält zusammen mit Dominic Lonscher hinten dicht. In der Verteidigung agieren neben den Kontingentspielern Kurtis Drummond und Chris Peyton mit Mathias Frenzel, dem Ex-Tölzer Christian Gegenfurtner und den Garmischern Anton und Andreas Raubal ausschließlich Spieler, die bereits Zweitligaerfahrung gesammelt haben. Einzig Stefan Wilhelm kam vom Oberligisten aus Peiting.

Auch in der Offensive wurde eher geklotzt denn gekleckert. Die Gebrüder Hinterstocker wurden vom Ligarivalen aus Bietigheim losgeeist, Marcus Rohde kam aus Regensburg und Luigi Calce sammelte in Dresden fleißig Punkte. Zu den bewährten Kräften wie Thomas Popiech, Alexej Dimitriev oder Patrick Strauch kamen noch Brian McCullogh und Phillipe Audet aus Übersee hinzu. Daneben können die Macher vom Westbahnhof mittels Förderlizenz auf einige Nachwuchsspieler der Kölner Haie zurückgreifen. In den Testspielen deutete sich bereits das Potenzial der Moskitos an. Ein Remis gegen den Mitfavoriten aus Duisburg und eine knappe Niederlage gegen das Krefelder DEL-Team ließen aufhorchen. Trainer Krinner weiss indes um die Schwere des ersten Heimspiels. "Die Tölzer haben mit Couture einen der besten Keeper der Liga. Man muss geduldig spielen und eigene Fehler vermeiden", so der ehemalige ECT-Stürmer.



Zum Erstrundenspiel im Eishockey-Pokal gastiert mit den Ingolstädter Panthern ein höchst attraktiver Gegner im Isarwinkel. Eine ehrgeizige Aufgabe, die auf die Mannen von Hans Rothkirch zukommt. Dem letztjährigen Halbfinalisten ist ein Husarenstück gelungen. Im Falle eines immer wahrscheinlicher werdenden Streiks in der nordamerikanischen Profiliga NHL, wird kein geringerer als Deutschlands Aushängeschild Marco Sturm seine Schlittschuhe für das Team von der Donau schnüren. Allerdings wird Sturm in der Hacker-Pschorr-Arena in keinem Fall auflaufen, auch wenn er nach dem Ausscheiden der Deutschen Nationalmannschaft beim World-Cup bereits in Ingolstadt weilt. Erst am 15. September läuft der Gehaltstarifvertrag zwischen NHL und der Spielergewerkschaft NHLPA aus, vorher liegt keine Spielberechtigung vor. Aber auch ohne den ehemligen Landshuter ist der Kader der Panther mit formidablen Kräften bestückt. Jimmy Waite zeigte seine Extraklasse im Tor vergangenes Jahr desöfteren, Phil von Steffenelli, Jakub Ficenec, Ken Sutton, Cameron Mann, Martin Jiranek, Doug Ast und Glen Goodall sind dem geneigten DEL-Interessierten sicher ein Begriff. Weitaus bekannter sollten jedoch die ehemaligen Nationalspieler Niki Mondt, Andi Loth und Günther Oswald sein. Dass die Audi-Städter bereits gut in Schuss sind, bewiesen sie in den jüngsten Testspielen. Siege gegen die Kölner Haie und zuletzt zweimal gegen die Landshut Cannibals (beide Male 5:2) sowie eine knappe Niederlage gegen den Mannheimer ERC stehen zu Buche. Wohl nur ein Wunder könnte die Tölzer Löwen da in die nächste Runde bugsieren, aber solche soll es ja immer wieder geben. (orab)


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