Tölzer Löwen: Knappe Niederlage im Ellental

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Mit der knappen 2:3 Niederlage bei den Bietigheim Steelers schlossen die Tölzer Löwen das Wochenende gegen ihre Angstgegner fast schon erwartungsgemäß ohne Punktgewinn ab. Allerdings waren die Schwarz-Gelben auch im Schwäbischen über weite Strecken ebenbürtig, konnten die Partie bis zum Ende offen gestalten. Bei zwei Faktoren unterschied sich diese Begegnung indes von den letzten Löwen-Spielen. Im Schlussdrittel gelang es den Buam nicht, zu einem energischen Endspurt anzusetzen, die Hausherren noch einmal zwingend zu bedrängen. Dazu machte man sich durch disziplinarische Fehlleistungen das Leben selbst schwer. Derek Mayer musste nebst Jeffrey Hoad für zehn Minuten aussetzen, nachdem beide Kanadier eine umstrittene Entscheidung von Hauptschiedsrichter Deibler zu intensiv kritisierten.

Die Mannschaft von Uli Liebsch hatte sich viel vorgenommen. Schließlich zählen im Kampf um den achten Platz auf eigenem Eis ausschließlich Siege. Entsprechend schwungvoll begannen die Steelers auch. Den ersten Torerfolg verbuchten jedoch die Isarwinkler. Einen Scheibenverlust von Robert Brezina nutzten Toni Prommersberger und Morgan Warren zur frühen Führung. Zum Durchatmen blieb keine Luft. Florian Leitner wurde Opfer der neuen Verzögerungs-Regel. Da Kollege Hoad schon draußen saß, durften sich die Ellentaler mit zwei Mann mehr versuchen. Das Resultat war eher bescheiden, aber Michael Deibler eröffnete den Steelers schon bald eine weitere 5-3 Situation. Wieder war die neue Regel mit im Spiel, jetzt traf es Rod Stevens. Dieses Powerplay gestalteten die Schwaben ungleich erfolgreicher. War der Ausgleich durch Chris Straube noch hinnehmbar, stellten sich die Gäste beim 2:1 durch Craig Teeple nur vierzehn Sekunden später schon arg ungeschickt an. Wie bereits gegen Landshut nahm das Spiel binnen weniger Augenblicke eine negative Wendung. Wären die Löwen im Herbst vermutlich noch auseinander gebrochen, lassen sie sich im neuen Jahr nicht mehr so leicht auf die Verliererstrasse bugsieren. Eine doppelte Überzahl ließen die Tölzer noch aus, kurze Zeit später aber stellte Tim Regan den Ausgleich her. Etwas mehr Konzentration nach torbedingten Unterbrechungen hätte den Buam gut zu Gesicht gestanden. Auch jetzt schaffte der Sekundenzeiger auf der Uhr keine volle Umdrehung, ehe die Tormelodie erneut ertönte. Diesmal war es der Weißrusse Kovalev, der im Fallen die Scheibe an Couture vorbei brachte. Eigentlich hätte man die Partie nach dem zweiten Abschnitt beenden können. Im Schlussabschnitt vermochten sich beide Teams keine Hochkaräter mehr zu erspielen. Auch der vierzig Sekunden währende Versuch mit sechs Feldspielern, brachte die Tölzer dem Ausgleich nicht mehr näher. (orab)

Tore:
0:1 (03:57) Warren (Prommersberger), 1:1 (14:48) Straube (Long, Allan 5-3), 2:1 (15:02) Teeple (Kovalev, Wieland 5-4), 2:2 (24:25) Regan (Leitner), 3:2 (25:14) Kovalev (Brezine, Teeple)

Strafen: Bietigheim 12 - Bad Tölz 18+10 (Mayer) + 10 (Hoad)
Schiedsrichter: Michael Deibler (EC Peiting im TSV), Bertele - Ledermann

Zuschauer: 1943

Spieler des Spiels: Andrej Kovalev


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