Tölzer Löwen: Gelingt der erste Sieg über die Cannibals?

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
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Was die beiden niederbayerischen Teams der zweiten Bundesliga angeht, haben die Tölzer Löwen völlig gegensätzliche Erfahrungen vorzuweisen. Während die Tigers aus Straubing inzwischen zu einer Art Lieblingsgegner der Isarwinkler gereift sind (8 Punkte aus drei Spielen), verhält es sich mit Bernie Engelbrechts Kannibalen genau anders herum. In der Dreihelmenstadt holte man sich regelmäßig deftige Klatschen ab, ehe es am zweiten Weihnachtsfeiertag erstmals knapp zu Werke ging, freilich erneut zu Gunsten des EVL. Wenige Minuten vor Spielende hatten die "Buam" noch mit einem Treffer in Front gelegen, um sich doch noch zweier individueller Fehler wegen beugen zu müssen. Auf eigenem Eis verliefen diese Vergleiche zwar ungleich spannender, jedoch auch hier gingen die Landshuter stets als Sieger hervor. Einzige Ausnahme: Vor gut einem Jahr besiegelte Rod Stevens mit einem "early goal" den Erfolg der Kurstädter mit einem der ungewöhnlichsten Ergebnisse in dieser Sportart. Das erste Aufeinandertreffen in der Hacker-Pschorr-Arena endete mit einem glücklichen 3:2 Erfolg der Niederbayern. Einmal mehr war die mangelhafte Chancenverwertung auf Seiten der Hausherren der Grund für das neuerliche Nachsehen. Nun aber soll es endlich einmal wieder klappen. Da stört man sich auch nicht an den Neuzugängen des EVL. Dion Del Monte wurde für als Bereicherung des Angriffs geholt, Ryan Bonni als kompromissloser Abräumer vor dem eigenen Gehäuse. Zweifelsohne eine ehrgeizige Aufgabe für die Truppe von Peter Obresa, die sich aber keineswegs zu verstecken brauchen. Drei Siege in Serie, dazu zweitbeste Mannschaft der vergangenen acht Begegnungen, sprechen eine deutliche Sprache im Hinblick auf die derzeitige Leistungsstärke. Waren es in der ersten Saisonhälfte vornehmlich die Kontingentspieler, von deren individueller Klasse der Erfolg abhing, trafen zuletzt verstärkt die jungen einheimischen Akteure - allen voran Andreas Kruck. Die einst wackelige Defensive stand zuletzt stabil, was sich in zwei Shut-Outs auch dokumentieren lässt. Sicher ist der Rückgang des Gegentorschnitts mitunter auf die Extraklasse von Patrick Couture zurückzuführen. Doch auch Chris St.Croix gelang nach aufkommender Kritik eine deutliche Steigerung seiner eigenen Leistung, er gilt neben Derek Mayer als absoluter Leader in der ECT-Verteidigung. Daneben hat sich der junge Florian Jäger durch starke Einsätze seinen Stammplatz erkämpft. Mit seinem ersten Treffer für die Profimannschaft belohnte er sich vergangenen Sonntag selbst. Wiederholung gerne erwünscht! (orab)