Tölzer Löwen: Erneut kein Heimsieg - Treffer von Warren sichert Punkt

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
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Nichts wars. Auch im siebten Anlauf in Folge wollte den Tölzer Löwen der lang ersehnte Heimsieg nicht gelingen. Wie schon in den beiden Partien zuvor stand trotz vorhandenem Chancenplus am Ende nur ein Punkt auf der Habenseite.

Die Führung von Sven Gerike aus dem ersten Drittel, glich Morgan Warren mit einem sehenswerten Short-Hander kurz vor der zweiten Pause aus. Daniel Körber sicherte den Gästen in der Verlängerung den Zusatzpunkt.

Fast 2100 Zuschauer sind zum letzten Heimspiel des Jahres in das Stadion an der Peter-Freisl-Str. gekommen, gut ein Sechstel davon aus der Oberpfalz. Sie sahen zu Beginn ein zerfahrenes Spiel, welches von zahlreichen Zuspielfehlern auf beiden Seiten geprägt war. Kaum einmal konnte eines der Teams durch durchdachtes Aufbauspiel glänzen. Das Team von Erich Kühnhackl wirkte aber etwas konzentrierter und abgeklärter. Bei den Tölzern agierte Sebastian Kottmair erneut neben Rod Stevens und Jeffrey Hoad, Florian Zeller wirkte in einer Reihe mit Morgan Warren und Christian Urban. Einziger Aufreger in den ersten zwanzig Minuten war das Führungstor der Eisbären. Bei einem vielversprechenden Angriff der Hausherren, rückten diese etwas dilletantisch derart weit auf, dass die Defensive nahezu völlig entblößt war. Roman Weilert leitete mit seinem Scheibengewinn einen Konter ein, den Mark Woolf und letztendlich Sven Gerike ohne große Mühen vollendeten. Die Mannen von Hans Rothkirch schienen noch etwas die Tortour des Wolfsburg-Spiels in den Beinen zu haben. Bis zur ersten Pause wollte ihnen nichts Vielversprechendes gelingen. Zumindest etwas unterhaltsamer wurde es nach Wiederbeginn. Nach einem eher harmlosen Zweikampf zwischen Beppo Frank und Christoph Decker, wollte Hauptschiedsrichrter Zupp zuerst nur den Tölzer wegen Haltens auf die Strafbank schicken. Nach Rücksprache mit seinem Linesman belegte er dann allerdings Decker mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe, da bei dessen Stockschlag wohl eine Verletzung bei seinem Gegenspieler zu erkennen war. Eine undurchsichtige Szene, die den Hausherren drei volle Minuten in Überzahl bescherte. Zu nutzen vermochten die Buam dieses Powerplay indes nicht. Sebastian Kottmair sprang die Scheibe unverhofft von der abgenutzten Bande vor die Schaufel, doch anstatt einen überlegten Lupfer über den am Boden liegenden EVR-Goalie Cavallin anzubringen, drosch er das Spielgerät mit Brachialgewalt am Tor vorbei. Aber was in nummerischer Überlegenheit nicht gelingen wollte, passierte einmal mehr in Unterzahl. Ein Gerangel vor dem Regensburger Tor mit anschließendem Handgemenge brachte den Kontrahenten Stevens und Bazany eine Denkpause auf der Strafbank. Da der Löwentorjäger jedoch eine doppelte Strafe aufgebrummt bekam, mussten die Cracks aus dem Isarwinkel das Drittel mit vier Spielern beenden. Dies hinderte allerdings Morgan Warren nicht bei einem Break die Scheibe an Cavallin vorbei in den Winkel zu schlenzen. Ein Zungenschnalzer-Tor. Nur wenig später scheiterte Jeffrey Hoad denkbar knapp beim nächsten schnellen Gegenzug. Auch wenn die Scheibe nicht noch einmal den Weg ins Eisbärengahäuse fand, durften sich die Gelb-Schwarzen nun des bedingungslosen Rückhalts der Zuschauer sicher sein. Die Pausensirene schien zu diesem Zeitpunkt eher hinderlich.

Im Schlussabschnitt versäumten die Buam es, aus den durchaus vorhandenen Gelegenheiten entscheidend Kapital zu schlagen. Wiederum Sebastian Kottmair sowie Andi Kruck (Außenpfosten) hatten die Führung, die vermutlich gleichbedeutend mit dem Siegtreffer gewesen wäre, auf dem Schläger. Auch Mark Cavallin bewahrte sein Team ein weiteres Mal vor Schlimmeren, als er eine schöne Kombination über Kathan und Zeller im letzten Moment entschärfte. Somit blieb es nach der regulären Spielzeit beim Unentschieden, über das sich unterm Strich eher die Oberpfälzer freuen durften. Dass der Zusatzpunkt meist nicht in der Bad Tölz bleibt, ist keine Neuigkeit in der Kurstadt. Nur waren es an diesem Abend nicht mangelhaft vollstreckte Penaltys, die für die Niederlage verantwortlich waren, sondern eine einzige Unaufmerksamkeit in der Verlängerung. Mark Woolf und Daniel Körber erfreuten sich vor ECT-Keeper Couture ungeahnter Freiheiten und nutzen diese auch eiskalt aus. Für die Löwen blieb dadurch im dritten Heimspiel am Stück wieder nur ein magerer Punkt. Hans Rothkirch sagte nach der Partie, "es fehle derzeit an der Qualität im Abschluss, hapere am finalen Pass bzw. Schuss". Zugleich erhoffte sich der Löwen-Bändiger für die nächsten Spiele endlich wieder etwas mehr Glück für die seinen. Erich Kühnhackl zeigte sich erwartungsgemäß zufrieden, lobte seinen Keeper Mark Cavallin und ließ eine sarkastische Bemerkung in Richtung des Unaparteiischen los, desses Leistung er ironisch als "DEL-tauglich" einstufte. Der Grund hierfür bleibt wohl sein Geheimnis. (orab)

Tore:

0:1 (11:40) Gerike (Woolf, Weilert), 1:1 (37:57) Warren (Curth) 4-5, 1:2 (61:20) Körber (Woolf,Kock)

Strafen: ECT 10 EVR 19 + Spieldauer (Decker)

HSR: Zupp (Duisburg), Linesmen Levente Györgyicze (Berg.Gladbach), Sascha Seidel (Ratingen)

Zuschauer: 2079

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