Tölzer Löwen: 2:5 Niederlage im Kellerduell

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
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Das nahende Ende der Vorrunde ist einigen Teams der Eishockey Bundesliga sichtbar anzumerken. Gerade in Vergleichen, die keine tabellarischen Veränderungen mehr bewirken können, kann der Betrachter bisweilen die unterbewusste Gleichgültigkeit spüren. Die eine Mannschaft experimentiert für die entscheidende Phase der Saison, das andere Team ist primär darauf aus keine Verletzungen mehr heraufzubeschwören. Nichts anderes war die Partie zwischen dem EV Weiden und dem EC Bad Tölz. Die Gastgeber gewannen - zweifellos verdient - mit 5:2, profitierten dabei aber auch von der nachlässigen Spielweise der Oberbayern. Zwei Mal in Führung liegend hielten die "Buam" in der zweiten Hälfte des Spiels nicht mehr ausreichend dagegen, offerierten zudem Mängel in Sachen Konzentration.

Auch die Zuschauer in der oberpfälzischen Kleinstadt schonen ganz offensichtlich Zeit und Geld für die Abstiegsrunde. Durch das Häuflein an Gästefans erreichte die Besucherzahl so gerade vierstellige Sphären. Die Mannschaft von Peter Obresa war zu Beginn die präsentere Mannschaft und führte alsbald durch einen Powerplaytreffer von Christian Urban. Aufgrund der Ereignisarmut näherte man sich schnell der ersten Pause sowie einem wesentlich unterhaltsameren Mittelabschnitt. Hier dominierte der erste Sturm der Hausherren mit St. Pierre, Boutin und Grosch. Letzterer erzielte dabei die beiden ersten Tore für seine Farben, was bei Berücksichtigung der erneuten zwischenzeitlichen Führung durch Josef Kottmair einen ausgeglichenen Spielstand bedeutete. Allerdings nur sehr kurz, denn keine Minute nach dem Ausgleich kam Weiden durch Florian Ondruschka erstmalig zur Führung. Die Bedeutung der Partie schien den Gästen nicht ausreichend genug, um eine nochmalige Wende herbeiführen zu wollen. Die Blue Devils kontrollierten das Geschehen und kamen zu zwei weiteren - äußerst kuriosen - Treffern. Ursprünglich war die Strafzeit für Christian Grosch - unstrittig Mann des Abends - als Vorteil für die Tölzer Löwen gedacht. Doch die Gastgeber nutzten die Unentschlossenheit ihres Gegners rigoros aus, kamen zu zwei (!) Shorthandern, per Doppelschlag vollstreckt. Samuel St. Pierre schlenzte die Scheibe mit der Rückhand an Couture vorbei in den Torwinkel und Daniel Ström vollendete einen blitzsauberen Konter. Derlei Geschehnisse waren eindeutig zuviel für das fragile Gemüt von Patrick Couture. Er räumte seine Planstelle für seinen Back-Up. Brosi Fichtner gelang es dann auch, seinen Kasten die verbleibende Spieldauer vor weiterem Unheil zu verschonen. (orab)

Tore:
0:1 (03:34) Urban (Stevens, Zeller 5-4), 1:1 (20:26) Grosch (Boutin, St.Pierre 5-4), 1:2 (28:40) Sepp Kottmair, 2:2 (36:39) Grosch (Ström, St.Pierre), 3:2 (37:28) Ondruschka (Kinateder, Keski-Kungas), 4:2 (42:31) St. Pierre (Boutin 4-5), 5:2 (43:41) Ström (St. Pierre, Boutin 4-5)

Strafen: Weiden 8 + 10 (Boutin) - Bad Tölz 6
Schiedsrichter: Heino Kathmann (FTV Hamburg ) - Fischer, Kärgel
Zuschauer: 1087

Spieler des Spiels: Christian Grosch