Teamcheck Dresdner Eislöwen: Es geht weiter!DEL2-Saison 2013/14

Foto: Dresdner EislöwenFoto: Dresdner Eislöwen
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Dabei stand aber auch fest, dass es eine Veränderung auf dem Geschäftsführerposten geben würde. Nach nur einem Jahr im Amt wurde der Vertrag mit Danilo Klee aufgelöst, sein Nachfolger ließ aber auf sich warten. Erst kurz vor dem Saisonstart wurde Dr. Steffen Bouchard als neuer Geschäftsführer vorgestellt.

Auch mit der Bekanntgabe von Neu- oder Weiterverpflichtungen mussten die Dresdner Fans lange warten, weiterführende Verträge besaßen nur die Stürmer Sami Kaartinen und Andre Mücke. Zudem musste Trainer Thomas Popiesch den Abgang von Patrick Jarrett (Dornbirn/EBEL) kompensieren, der über vier Jahre das Gesicht und das Herz der Mannschaft war. Neu im Sturm ist Tomi Pöllänen (Karlskrona/SWE). Der Finne kam auf Empfehlung seines Landsmannes Kaartinen an die Elbe und spielte schon vor Jahren mit ihm in einer Reihe. Auch Marvin Tepper (Iserlohn/DEL) wollte dort spielen, wo Carsten Gosdeck ist. Mit ihm bildete er bereits in Weißwasser ein effektives Duo. Christoph Ziolkowski kam von den Löwen Frankfurt (OL) und Feodor Boiarchinov von den Hannover Indians, beide schnell, angriffslustig und vor allen Dingen Letzterer mit gutem körperlichen Spiel. Viel verspricht man sich von Florian Lüsch. Der 20jährige überzeugte bereits als Förderlizenzspieler im vergangenen Jahr und unterschrieb einen Vertrag über drei Jahre. Im Try-Out setzten sich schließlich Marius Garten (Hannover Indians) und Arturs Kruminsch (EVL Landshut Eishockey) durch. Beide erhielten einen Kontrakt bis Saisonende. Mit viel Beifall wurde beim ersten Testspiel auch der Auftritt von Carsten Gosdeck, Bruce Becker und Hugo Boisvert bedacht, die zu den Führungsspielern der vergangenen Saison gehörten und weiter für die Dresdner auf Torjagd gehen werden.

Die Abwehr war immer eine der großen Stärken der Eislöwen. Bislang stehen hier aber nur vier gelernte Verteidiger im Kader. Von der letztjährigen Mannschaft blieben nur Max Prommersberger und Thomas Ziolkowski übrig. Viel Verantwortung wird Petr Macholda übernehmen müssen. Der Tscheche mit deutschem Pass gilt als defensiv stark mit einem guten ersten Pass und wird mit Prommersberger zu den tragenden Stützen der Verteidigung gehören. Kurz vor Saisonbeginn wurde auch Felix Thomas mit einem Vertrag ausgestattet. Der 25jährge muss zwar nach langer Verletzungspause wieder in einen Spielrhythmus finden, überzeugte aber im Try-Out. Thomas Popiesch wird also vorerst nichts weiter übrig bleiben, als auch weitere Spieler in die Hintermannschaft zu beordern. Im Moment wird Andre Mücke als Verteidiger eingesetzt.

Völlig neu ist auch die Konstellation im Tor. Kevin Nastiuk kam von Ligakonkurrent Heilbronner Falken, als Backup fungiert Justin Schrörs (Hamburg Freezers).

Die Vorbereitungsphase verlief für die Eislöwen nicht optimal. Ausfälle von Stammspielern wie Gosdeck, Becker und Boisvert konnten nicht immer kompensiert werden. Allerdings präsentierte sich die Mannschaft stets sehr läuferisch stark und engagiert. So stand zu Beginn ein 4:3 Sieg nach Verlängerung über eine nicht mit dem kompletten Kader angereiste Mannschaft der Eisbären Berlin. Die Berliner sind auch der Kooperationspartner der Dresdner für die kommende Saison. Auch der Kooperationsvertrag mit dem EVR Chemnitz07 aus der Oberliga soll in eine weitere Spielzeit gehen. Welche Spieler mit einer Förderlizenz ausgestattet werden, wird gerade geklärt.

Dass sich die Mannschaft mit ihren vielen Neuzugängen finden muss, ist nicht das Thema. Dass sie funktioniert, hat das Team in der Vorbereitung bewiesen. Der nur 18 Mann starke Kader der Eislöwen muss von Verletzungen weitestgehend verschont bleiben, längere Ausfälle werden über kurz oder lang an die Substanz gehen. Und dass in der Endabrechnung jeder Punkt zählt, haben die Dresdner in der vergangenen Saison gelernt…