Teamcheck der Hannover Indians

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Und weil dies noch nicht reichte wurde für Joe West an der Bande ein neuer Head-Coach inkl. Co-Trainer, Peter Willmann, verpflichtet. Ob Bernhard Kaminski, zwar aus Schweden geholt, aber als langjähriger Akteur in der ersten und zweiten Bundesliga in den achtziger Jahren durchaus mit dem Metier vertraut, mehr Erfolg als sein Vorgänger haben wird, bleibt abzuwarten, aber seine Visionen decken sich mit den des Indians-Vorstandschefs Dirk Wroblewski und Stabilität auf diesem Sektor ist schon ein guter Einstieg.

Tor: Mit Thomas Ower konnte eine Nr. 1 mit DEL-Erfahrung gewonnen werden, die sich schon in der letzten Saison am Pferdeturm versuchte und dabei zum neuen Publikumsliebling avancierte. Damit eine etwaige Verletzung nicht das gesamte Konzept durcheinander bringt, wurden mit Jonas Langmann aus Iserlohn und Peter Holmgren vom EV Landsberg talentierte Rückversicherungen geholt, die u.a. auch beim Reserveteam Braves eingesetzt werden können, und damit reichlich Spielerfahrung sammeln dürfen.

Abwehr: Die Defensive erhielt fast ein komplett neues Gesicht, denn bis auf die Kämpfernatur Tobias Stolikowski und dem hannoverschen Urgestein Jan Hemmes blieb kein Akteur. Aus Dresden konnte Danny Pyka an die Leine gelotst werden, und nach einem Jahr „Erfahrung sammeln“ bei den Selkirk Steelers in der MJHL spielt Robin Thomson wieder mit der legendären Nr.15 mit. Ein weiterer Blick der Indians-Verantwortlichen ging in die ECHL. Der 1984 im kalifornischen Fresno geborene Zach Takir kann bereits AHL-Referenzen vorweisen und beendete die letzte Saison nach Wanderungen von Lake Erie, Springfield und Norfolk seinen Weg in der ECHL bei South Carolina, wo ihm in 30 Spielen 17 Punkte gelangen. Der mittlerweile mit einem deutschen Pass ausgestattete Kevin Schmidt zeigte bereits in den Testspielen, dass er in der Offensive Akzente setzen kann. Diese Stärke übernahm er nahtlos von den Wheeling Nailers mit, wo ihm in 50 Spielen 30 Punkte gelangen. Letzter Bunde ist schließlich Mike Schreiber. Der 25-jährige Kanadier spielte in unterklassigen Ligen, sammelte dort aber jede Menge Punkte und könnte zum Überraschungscoup von Trainer Bernhard Kaminski avancieren.

Sturm: Geblieben sind Thorben Saggau, D. J. Jelitto und Jamie Chamberlain. Für viele überraschend verließ Torjäger Nr.1 Kyle Doyle das Team, und wechselte zusammen mit Seppi Staltmayr zum SC Riessersee, während von dort im Austausch Topstürmer Andrew McPherson sowie Markus Sommerfeld den Weg an den Pferdeturm fanden. Ebenfalls im Doppelpack, diesmal aus Dresden, kamen Björn Bombis sowie Alexej Dmitriev. Beide verfügen über DEL-Erfahrung, gelten als laufstark und technisch versiert. Ebenfalls aus dem Osten der Republik wechselte Philipp Gunkel aus Crimmitschau an die Leine. Ein weiteres Duo wechselte vom aktuell höchsten hessischen Verein, von den Roten Teufeln aus Bad Nauheim an die Leine: Kevin Richardson sowie Tobias Schwab. Richardson zeigte sich in zwei Jahren Oberliga für seine bisherigen Klubs als durchsetzungsfähiger Torjäger mit Auge für den Nebenmann, während Schwab bereits in Iserlohn und Frankfurt DEL-Erfahrungen sammeln konnte. Last not least folgte Angreifer T. J. Fox seinem Mannschaftskameraden Schmidt von den Wheeling Nailers aus der ECHL und soll nun seine spielerischen Qualitäten im Indianer-Land beweisen. Vorletzter Neuzugang ist mit Thomas Dreischer schließlich noch ein Talent aus Rostock. Der junge Stürmer soll behutsam an das höhere Niveau herangeführt werden und als Förderlizenzspieler auch beim Oberligisten Braves eingesetzt werden.

Fazit: Die EC Hannover Indians haben sich deutlich verstärkt und sollten mit dem Abstieg nichts zu tun haben, auch wenn die Vorbereitungsergebnisse bis auf das 7:4 gegen Iserlohn nicht überragend waren. Die Abwehr sollte deutlich sicherer agieren, wobei vor allem die Offensivbemühungen und eine bessere zu erwartende Disziplin schon bald Früchte tragen werden.

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