Teamcheck Bietigheim Steelers: Mission „Titelverteidigung“?DEL2-Saison 2013/14

Foto: Bietigheim SteelersFoto: Bietigheim Steelers
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Die Krönung des Ganzen, der Aufstieg in die DEL, blieb den Ellentalern jedoch verwehrt. Das Oberhaus entschied sich, die Lizenz der Hannover Scorpions an Vizemeister Schwenninger Wild Wings zu verkaufen.

Leider konnte von dieser erfolgreichen Mannschaft nur gut die Hälfte gehalten werden. So muss Trainer Kevin Gaudet unter anderem auf Marcel (Schwenningen/DEL) und David Rodman verzichten. Auch der dritte Spieler des Paradesturms der Steelers hat den Club verlassen, PJ Fenton wechselte zum Ligakonkurrenten Heilbronner Falken. Aber dafür konnten Topscorer anderer Clubs nach Bietigheim geholt werden. Matt McKnight stand bei den Lausitzer Füchsen mit 55 Punkten nach der Hauptrunde ganz oben, Greg Squires war bei den Starbulls Rosenheim mit 48 Zählern ähnlich effektiv. Einen guten Namen in Deutschland hat auch David Wrigley. Und er hat seinen Teamkollegen eins voraus: Er weiß, wie sich ein Aufstieg in die DEL anfühlt. Genau diesen hat er nämlich 2010 mit dem damaligen EHC München geschafft. Zuletzt war er in Japan bei den Tohuku Free Blades unter Vertrag und war dort hinter Go Tanaka (vormals ESV Kaufbeuren) zweitbester Scorer. Alle drei bildeten in der Vorbereitung bereits eine sehr torgefährliche Reihe. Gespannt sein darf man auch auf Marc Cavosie (HK Jesenice/EBEL/SLO). Der Us-Amerikaner hat schon wie ebenfalls Alexei Dimitriev (HK Gomel/BLR) Europa-Erfahrung sammeln können und war letzte Saison mit 66 Scorerpunkten in der gleichen Liga wie Wrigley sehr erfolgreich.

In der Defensive setzt Kevin Gaudet auf eine rein deutsche Besetzung. Neben so bewährten Kräften wie Bastian Steingroß, Markus Gleich und Marcus Sommerfeld kommen nun Patrick Vogl (Hannover Indians), Marco Schütz (Landshut) und Marco Müller (Heilbronn) zum Einsatz, alles Spieler, die sich in der 2.Bundesliga bereits bewährt haben. Dazu gesellt sich noch Henry Martens(DEG/DEL). Der 26jährige kehrt nach einem Jahr ins Unterhaus zurück, seine Qualitäten als kämpferischer und schussgewaltiger Verteidiger hatte er jedoch bereits zwei Jahre bei den Dresdner Eislöwen unter Beweis gestellt.

Im Tor geht erneut Jochen Vollmer als Nummer Eins in die Saison. Sein Kontrahent aus den letztjährigen Play-Offs, Mathias Lange, steht jetzt bei den Iserlohn Roosters (DEL) unter Vertrag.

Optimaler als in den vergangenen Wochen kann eine Vorbereitung nicht laufen: Die Steelers gewannen alle ihre Testspiele, zum Teil in überragender Manier. So gewannen sie den international besetzen Docler-Cup in Ungarn und waren auch gegen Ligakonkurrent Bad Nauheim zweimal erfolgreich.

Jenseits des Eises war auch die Geschäftsführung der Ellentaler von Veränderungen gekennzeichnet. Nach sechs Jahren zog sich Volker Schnabl als Geschäftsführer der Steelers zurück. Sein Posten blieb unbesetzt, die Verantwortlichen haben sich auf eine interne Lösung geeinigt, die die Aufgaben auf mehrere Personen verteilt.

Auf und neben dem Eis wollen die Steelers nun die Mission „Titelverteidigung“ angehen. Dies wurde so nicht als Saisonziel deklariert, aber an den Ellentalern wird keiner anderer, der dieses Ziel hat, kampflos vorbei kommen.

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