Straubings Goalgetter trifft wieder

Straubing: Trew bleibt ein TigerStraubing: Trew bleibt ein Tiger
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Die Straubing Tigers können zufrieden auf die nackten Zahlen eines erfolgreichen Wochenendes blicken. Sechs Punkte gegen Wolfsburg und Bremerhaven, acht Tore bei nur zwei Gegentreffern und einem Shut-Out, so lautet die Bilanz.



Seit nunmehr vier Spielen ist man - zuhause ohnehin eine Macht - ungeschlagen. In der Tabelle der 2. Bundesliga gelang außerdem die Verbesserung um einen Rang auf die Drei.



Doch was fast noch wichtiger ist. Diese Zahlen lassen sich auch mit einem Namen verbinden. Norman Batherson trifft wieder. Der Top-Torjäger der letzten Saison (39 Tore) hat seine Ladehemmung erst einmal ad acta gelegt. Nur ein Treffer war dem bereits 36-jährigen Kanadier in den ersten elf Zweitliga-Begegnungen gelungen, doch jetzt traf er in den letzten vier Pflichtspielen, das Pokalmatch gegen Nürnberg eingeschlossen, in schöner Regelmäßigkeit je einmal.



„Ich hoffe, dass ich damit zurück bin“, sagt Norman Batherson, „ich habe jetzt einfach mehr Torchancen bekommen als in den Spielen zuvor. Unsere Reihe funktioniert insgesamt besser.“ Auch hier liefert die Statistik die Bestätigung. An insgesamt fünf der acht Treffer vom Wochenende waren Norman Batherson, Niklas Hede bzw. Stefan Mann beteiligt. Straubings Trainer Peter Draisaitl nimmt diesen Trend wohlwollend zur Kenntnis und knüpft an die jüngsten Tore auch eine Hoffnung: „Es wäre zu wünschen, dass der Knoten platzt. Diese Tore haben uns bislang gefehlt.“



Doch nicht nur bei Norman Batherson, sondern auch bei seinen Teamkollegen, insbesondere bei den Leistungsträgern, zeigte die Formkurve am Wochenende deutlich nach oben. Dem Erfolg in Wolfsburg (4:2), den Peter Draisaitl als „ein sehr gutes Auswärtsspiel“ lobte, folgte am Sonntag gegen die Fishtown Pinguins ein ebenso ungefährdetes 4:0 (1:0, 1:0, 2:0), das die durch eine Sonderaktion mit freiem Eintritt für Kinder und Jugendliche angelockte stattliche Kulisse, die weit größer war als die offiziellen 2.054 Besucher, im Eisstadion am Pulverturm begeisterte.



Straubing hatte von Beginn an die größeren Spielanteile und ging durch einen Schlagschuss von Josef Lehner (5.) im Powerplay früh in Führung. Einer sehenswerten Einzelaktion von Trevor Gallant (25.) im zweiten Drittel folgten erst im Schlussabschnitt die weiteren Tigertore durch Norman Batherson (45.), der zum Abschluss einer schönen Kombination nur noch den Schläger hinzuhalten brauchte, und Niklas Hede (53.), der am kurzen Pfosten die Scheibe über die Linie drückte.



Seinen bereits dritten Shut-Out in der noch jungen Saison durfte Mike Bales, der große Rückhalt im Tor der Gäubodenstädter, feiern. Mit bemerkenswerten Glanzparaden war der Kanadier auch im letzten Drittel ein ums andere Mal zur Stelle, als der Ehrentreffer für die Fishtown Pinguins in der Luft lag.



Trotz des guten Auftritts der Tiger, die vor heimischem Publikum nach wie vor ungeschlagen sind, war Peter Draisaitl von der Leistung gegen Bremerhaven nicht gänzlich überzeugt. „Perfekt war es mit Sicherheit nicht. Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen, weil wir die Zweikämpfe nicht angenommen haben“, kritisierte der Coach, der in der letzten Saison noch beim Gegner an der Bande stand. Die von ihm ausgemachten Mängel hielten Peter Draisaitl aber nicht davon ab, mit dem „Sechser“ am Wochenende „mehr als zufrieden“ sein zu können.



Zusehends zufriedener sind auch die Fans und damit das Umfeld in Straubing, das auf die anfänglichen Leistungen in der neuen Spielzeit nervös reagiert hatte. Für weitere Ruhe können die Tigers selbst sorgen. Gegen Bietigheim-Bissingen, das aus dem Wochenende nur einen Punkt holen konnte und um vier Plätze auf Rang fünf zurückfiel, und in München stehen die nächsten zwei Aufgaben für den Vize-Meister an, ehe es in die Länderspielpause geht. Peter Draisaitl hat die Parole parat: „Unser Blick richtet sich immer nach oben. Aber mit Nach-Vorne-Schauen ist es nicht getan. Man muss sich jeden Sieg hart erarbeiten.“ Mit den Toren von Norman Batherson und dem Trend der letzten Spiele scheinen die Straubing Tigers dafür nun mehr bereit zu sein als noch vor Wochen. cf

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