Stevens entscheidet Duell der Altmeister nach 53 Sekunden - 1:0 gegen EVL

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
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Ein typisches Eishockeyresultat ist es sicher nicht, aber es war eine bärenstarke Partie, die die Tölzer Löwen gegen die Landshut Cannibals abgeliefert haben. In der Defensive sehr solide und konsequent, läuferisch dem Gegner nahezu immer einen Schritt voraus und im Tor zum wiederholten Male einen Patrick Couture in Weltklasseform. Der symphatische Goalie belohnte sich zudem selbst, er schaffte seinen ersten Shut-Out der Saison. Sein Gegenüber indes musste sich den entscheidenden Treffer an die eigenene Kappe heften. Beim spielentscheidenden Treffer hat er die kurze Ecke nicht vollständig abdecken können.

Die Erwartungen beim Tölzer Publikum nach dem glanzvollen Sieg unter der Woche gegen Straubing waren verständlicherweise höher als zuletzt. Selbstredend hat man auch im Isarwinkel mitbekommen, dass die Truppe von Bernie Engelbrecht auswärts in jüngster Vergangenheit vieles schuldig geblieben ist. So sahen die 2000 Zuschauer im Tölzer Eispalast auch einen Auftakt nach Maß. Ein Zuspiel von Jeffrey Hoad hatte Rod Stevens so gerade noch unter Kontrolle bekommen, seinen Verlegenheitsschlenzer auf den kurzen Pfosten liess EVL-Keeper McDonald überraschend passieren. Dieser Fauxpas bescherte Stevens Saisontreffer Nummer 18 und den Gelb-Schwarzen die Führung. Fortan mühten sich die Niederbayern redlich, agierten stets mit vier Reihen, konnten aber zu keiner Zeit richtige Torgefahr entwickeln. Mit dem Sieg vom Dienstag im Rücken stemmten sich die Buam den Angriffen entgegen. Bereits in der neutralen Zone wurde der scheibenführende Spieler angegangen, wenn nötig auch gecheckt. Und wenn die Landshuter doch vereinzelt zum Schuss kamen, fanden sie in Patrick Couture ihren Meister.

Daran änderte sich auch im Mittelabschnitt nichts. Fast wäre den Löwen das 2:0 gelungen, als Morgan Warren in Unterzahl ein Break fuhr und McDonald in höchster Not vor Christian Urban retten musste. Wieder einmal war das eigene Überzahlspiel die Crux. Zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Powerplay Situationen wurden ausgelassen, weil zuviel hin und her gespielt aber zu wenig geschossen wurde. Kurz vor der Pausensirene vergab Andi Kruck eine weitere Konterchance und Trevor Demmans den Nachschuss.

Die Gäste schienen - je länger das Spiel andauerte - zu merken, dass womöglich gegen die Tölzer an diesem Abend nichts zu holen ist. Nachdem Warren und Curth erste Chancen im Schlussdrittel hatten, ging Zdislaw Zareba Couture an der Bande unnötig hart an. Unfair war dieser bayrische Vergleich jedoch nie, was auch ein Verdienst von Hauptschiedsrichter Deibler war, der die Begegnung nahezu fehlerlos leitete. Den Cannibals gelang so gut wie nichts. Etweder standen sie sich selbst im Weg oder Couture, der famose Fänger, raubte ihnen den Nerv. Nicht einmal einen sechsten Feldspieler konnten sie in der Schlussminute auf das Eis schicken. Die Hausherren ließen keine Situation aufkommen, wo McDonald sein Tor hätte verlassen können. Hans Rothkirch brachte nach der Partie das Grinsen gar nicht mehr aus seinem Gesicht. "Endlich", so der Löwen-Dompteur, "hat´s auch mal gegen Landshut gereicht". Neben dem dicken Lob für seinen Torhüter erkannte er auch die Leistung des Gegners an. Die Landshuter hätten aber das Pech gehabt, dass der Gegner so stark war. Bernie Engelbrecht zeigte sich als fairer Verlierer und hob insbesondere die starke Defensive der Tölzer hervor. Bei seiner Mannschaft seien zuviele Akteure etwas neben dem Schlittschuh gestanden. Oder zu weit neben dem Pfosten. (orab)

Tor: 1:0 (00:53) Stevens (Hoad)
Strafzeiten: ECT 16, EVL 16

Schiedsrichter : Michael Deibler (EC Peiting)

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