Steelers starten mit Auswärtssieg in die Halbfinalserie

Steelers im Aufwind!?Steelers im Aufwind!?
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Im ersten Halbfinalspiel der Best-of-Seven-Serie siegten die Steelers in der Helios-Arena in Schwenningen mit 4:3 nach Verlängerung. Nach einer grandiosen Leistung im Viertelfinale gegen Landshut, präsentierten die mitgereisten Bietigheimer Fans vor der Partie voller Stolz ein Spruchband mit der Aufschrift: „Ihr seid die Geilsten". In den darauf folgenden 61 Minuten gab die Mannschaft von Christian Brittig ihren Fans einen weiteren Grund stolz zu sein.

Man muss kein Prophet sein, um den Steelers eine sehr schwere Halbfinalserie voraus zu sagen. Nicht nur weil mit den Schwenninger Wild Wings der Ligaprimus der Hauptrunde vor der Tür steht. Die Verletztenliste der Steelers und die kräftezehrende Viertelfinalserie gegen Landshut fällt ebenso ins Gewicht. Gleich drei Angreifer fallen nach einem Kreuzbandriss (Walton, Wittfoth und Schmidt) aus und werden diese Saison nicht mehr zurückkommen. Dazu kommt der in der Vorrunde überzeugende Dominik Hammer (Wadenbeinbruch), Pascal und Rene Schoofs (Schulterverletzung und Rückenprobleme) sowie der nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe gesperrte Doug Andress. Neben den bereits eingesetzten Youngsters Fabian Calovi und Keven Frank ergänzte der flinke Sören Breiter den Kader von Christian Brittig. Das Spitzenteam aus Schwenningen hingegen, hatte im ersten Aufeinandertreffen nur die Ausfälle von Simon Maier (Ellenbogenverletzung) und Florian Zeller (Handgelenkbruch) zu verkraften.

Ein Wiedersehen gab es an diesem Abend nicht nur mit Ex-Stürmer Andrei Kaufmann, sondern auch mit Verteidiger Peter Kathan, der nach wenigen Sekunden die erste Visitenkarte im Bietigheimer Strafraum abgab. Wenig später erwischten die Bravehearts aus Bietigheim den Hauptrundenmeister eiskalt. Youngster und italienischer Juniorennationalspieler Fabian Calovi (2. Min.) nutzte einen fatalen Abwehrfehler der Wild Wings um sein Team mit 1:0 in Führung zu schießen. Doch das Team von Axel Kammerer zeigte sich vom Rückstand unbeeindruckt. Schwenningen erspielte sich Chancen im Minutentakt. Die SERC-Stürmer Hooton, Pinizotto und Hofbauer brachten Sinisa Martinovic mächtig ins Schwitzen. Schließlich netzte der angeschlagene Brock Hooton (13. Min.) nach einem Konter die schwarze Hartgummischeibe zum Ausgleich ein. Eine Play-Off-Partie ohne Serkiow-Treffer, fast unvorstellbar. Kurz vor Ende des Anfangsabschnittes traf das Play-Off-Monster zum 2:1 aus Sicht des amtierenden Meisters. Nach einem Schlenzer vom Alexander Serikow wurde Spielmacher Justin Kelly behindert und konnte nicht eingreifen. Nach dem Motto: „Dann mach ich es selbst", ergriff Serikow die Gunst der Stunde und brachte die Scheibe hinter SERC-Goalie Steve Silverthorn unter.

Das Mitteldrittel gestaltete sich dann ausgeglichen. Doch die Personalsituation der Steelers spitzte sich weiter zu. Schlimmer gehts anscheinend immer. Nach einem Zusammenprall in vollem Tempo rauschte Brock Hooton in Schlussmann Sinisa Martinovic hinein. Anschließend musst der Erfolgsgarant zwischen den Pfosten vom Eis und wurde durch Martin Morczinietz ersetzt. Dies schien seine Vorderleute jedoch noch mehr zu motivieren. In doppelter Überzahl drückte Tommy Goebel (32. Min.) mit allem Willen und Kraft den Puck über die Linie. Der Kanadier baute somit die Führung auf 3:1 aus. Kurz danach hatte der Selbige sogar die große Chance zum 4:1, doch der Schuss verpasste das Gehäuse nur knapp. Der direkte Gegenzug durch den torgefährlichen Jason Pinizotto (34. Min.) brachte seine Schwäne zurück ins Spiel. Mit hoher Geschwindigkeit zog der Torjäger hinter den Kasten der Steelers und erzielte mit einem klassischen Bauerntrick den Anschlusstreffer. Die Möglichkeit von Fabian Calovi auf Seiten der Steelers blieb erfolglos und ein gewaltiger Schlagschuss von Wild Wing Adam Borzecki krachte an den Pfosten.

Im Schlussabschnitt kamen die Steelers besser aus der Kabine. Die größte Chance hatte der MVP der Vorrunde Justin Kelly, der in der 47. Minute nur das Gestänge traf. Schwenningen zeigte sich sichtlich beeindruckt und konnte sich nur noch über Entlastungsangriffe aus dem eigenen Drittel befreien. Ab der 50. Spielminute und einer Auszeit von Coach Axel Kammerer starteten die Wild Wings ihre Schlussoffensive. Von einer Zeitstrafe der Steelers begünstigt, nutzte Jason Guerriero (58. Min) den nummerischen Vorteil zum späten Ausgleichstreffer. Mit einem platzierten Schuss aus der Drehung konnte der US-Boy den stählernen Goalie Martin Morczinietz überwinden.

Kurzen Prozess machte der überragende Spielmacher Justin Kelly (61. Min.) in der Verlängerung. Nach nur 42 Sekunden entschied der Kanadier die erste Halbfinalpartie gegen die Schwenninger Wild Wing für seine Steelers.

Am kommenden Freitag gastieren die Schwenninger Wild Wings dann im Bietigheimer Ellental. Spielbeginn zum zweiten Aufeinandertreffen ist um 20:00Uhr.

Bei den Bietigheim Steelers geht es mit den Personalentscheidungen für die Spielzeit 2010/11 weiter voran. Das Trikot mit der Nummer 18 wird, wie in den vergangenen beiden Jahren, auch in der kommenden Runde von Brent Walton getragen. Der Außenstürmer, der in der abgelaufenen Runde auf Grund einer Kreuzbandverletzung nur auf vier Saisoneinsätze (4 Tore / 1 Assists) kam, will in der anstehenden Spielzeit wieder voll angreifen. "Mein Knie ist schon fast wieder bei 100% und die ersten Tests auf dem Eis verliefen sehr positiv. Nur die Matchpraxis und das Timing fehlen noch, doch die werde ich bis zum ersten Punktspiel sicher wieder haben", so der Kanadier, der in der Meistersaison der Steelers mit 82 Scorerpunkten (28 Tore) der fleißigste Punktesammler im Team war. Mit Andreas Geipel, Alexander Serikow, Stephane Robitaille und jetzt Brent Walton haben nun schon vier Akteure einen Vertrag für die neue Saison unterzeichnet und die Macher der Steelers sind zuversichtlich, dass es in den nächsten Wochen weitere positive Meldungen zu vermelden gibt. (steelers.de)

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