Steelers: Schweres bayerisches Wochenende

Steelers im Aufwind!?Steelers im Aufwind!?
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Noch zwei Spiele stehen in der Zweiten Eishockey-Bundesliga vor der Deutschland-Cup-Pause auf dem Programm. Die haben es aber für den SC Bietigheim-Bissingen in sich: Am Freitag müssen die Naud-Schützlinge beim SC Riessersee antreten, am Sonntag (2.November, 18.30 Uhr) haben die Steelers Tabellenführer Landshut zu Gast.

Obwohl als einer der Top-Favoriten in die Saison gestartet, war der SC Riessersee bislang eine der großen Enttäuschungen. Mit noch einem Spiel Rückstand liegen die Werdenfelser bislang zwei Punkte und zwei Plätze hinter den Steelers auf Platz zehn der Tabelle. Dabei konnte ja auch der SCBB bislang alles andere als überzeugen. In Garmisch zog man dennoch die Reißleine und beurlaubte vor zwei Wochen Trainer Peter Gailer. Den erfahrenen Trainer scheint aber am wenigsten Schuld an der sportlich wenig zufrieden stellenden Situation zu treffen. Vielmehr tobt im Hintergrund ein wahrer Komödienstadel. So wurde schon im September der sportliche Leiter Rolf van Houten mit fadenscheiniger Begründung fristlos entlassen. Wochenlang gab es ein Versteckspiel um einen Großinvestor, der bis jetzt noch keinen Cent in die Spielbetriebsgesellschaft investiert hat. Immerhin wurde sein Name bekannt. Es handelt sich um den ehemaligen Eishockeyspieler Steve Barnes. Ob er aber überhaupt den Garmischern helfen wird, ist weiterhin fraglich. Denn inzwischen zog sich auch Großsponsor IFFOXX AG aus Mangel an Vertrauen ins Management mit sofortiger Wirkung zurück. Und es soll ein ganz beträchtlicher Berg Altschulden vorhanden sein. Auch die Spieler haben in dieser Saison nur einen Bruchteil der ihnen zustehenden Gehälter bekommen. Die ESBG (Eishockey Spielbetriebs Gesellschaft) hat deshalb eine Außenprüfung angeordnet, bei der sich Geschäftsführer Ludwig Nominikat durch einen Geschäftstermin in Nürnberg verleugnen ließ. Beim Abendessen trafen ihn die Prüfer aber in einer örtlichen Pizzeria an. Umstände also, die sich sicherlich negativ auf den sportlichen Bereich auswirken. Immerhin schaffte es der Traditionsverein aber mit dem neuen Trainer Doug Bradley halbwegs in die Erfolgsspur zurück zu kehren. Die beiden Auswärtsspiele in Wolfsburg und Schwenningen wurden zwar verloren, dafür wurden die Heimspiele gegen Straubing und Weiden jeweils deutlich mit 7:1 gewonnen. Und da die Steelers auch schon beim ersten Aufeinandertreffen deutlich mit 2:6 unterlegen waren, ist auf jeden Fall Vorsicht angesagt.

Während Riessersee ein wenig eine unbekannte Größe ist, wissen die Steelers beim EV Landshut ganz genau, was auf sie zukommt. Der Tabellenführer hat bislang erst vier Mal verloren, drei Mal davon sogar erst nach Verlängerung. Und das Hinspiel gegen die Steelers gewannen die Dreihelmestädter quasi in letzter Sekunde mit 7:6. Auch das Theater um Trainer Bernie Engelbrecht, der nach einem Flaschenwurf gegen einen Linesman bis 30.April (ab 1.Januar auf Bewährung) gesperrt wurde, konnte das Überraschungsteam nicht von seinem Erfolgsweg abbringen.

Bietigheims Trainer Danny Naud muss am Wochenende weiterhin auf die beiden Verletzten Darren Ritchie und Mike Dolezal verzichten. Beide konnten noch nicht trainieren. Auch bei Riessersee fehlen mit T.J. Guidarelli (Schulter) und Marcus Thuresson (Muskelverhärtung) vermutlich zwei ganz wichtige Spieler. Landshut muss voraussichtlich auf Verteidiger Andreas Geipel (Knorpelverletzung) und Stammtorhüter Nolan McDonald (Rücken) verzichten.

Auch bei den Steelers wird voraussichtlich der eigentliche Ersatzmann zwischen den Pfosten stehen, zumindest am Freitag im Garmisch. »Sinisa hat zuletzt sehr gut gehalten. Er hat verdient weiterhin zu spielen«, bestätigt Trainer Naud.

In der Deutschland-Cup-Pause will Naud seinen Spielern dann ein paar Tage frei geben.»Die Jungs haben hart trainiert, die haben sich verdient ein paar Tage frei zu bekommen.«