Steelers-Powerplay der Unterschied

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Die Bietigheim Steelers behielten in einem spannenden, aber nicht immer

hochklassigen ersten Hauptrundenderby der Saison gegen die Heilbronner

Falken dank der größeren Effektivität im Powerplay mit 3:1 die Oberhand.

Drei Tore gelangen den Gastgebern bei numerischer Überlegenheit, den Gästen

eben nur eines.

Dabei waren die Unterländer vor der enttäuschenden Kulisse von lediglich

2.236 Zuschauern erstmals mit Lucas Lawson angetreten. Der 30-jährige

Kanadier trainierte gestern erstmals mit dem Team, schlüpft für vier Spiele

ins Trikot der Falken und lief an der Seite von Calce und Hackert auf. Für

ihn rückte Schietzold in den dritten Block und Wenzel blieb nur der Platz

auf der Spielerbank. Lawson wird voraussichtlich im Oktober zu einem

schwedischen Team wechseln.

Im ersten Drittel war es ein Derby noch ohne die typischen Emotionen,

vielmehr gab es wenige Unterbrechungen, kaum Strafen und auch nur wenige

Torchancen. Beide Teams waren darauf bedacht, sicher hinten zu stehen, und

taten dies auch lange sehr erfolgreich. Während bei Heilbronn Fenton nach

sieben Minuten die beste Chance hatte, schlugen die Steelers kurz vor

Drittelende zu. Binnen weniger Sekunden wanderten zwei Heilbronner

Verteidiger auf die Strafbank, was sich das bekanntermaßen starke

Bietigheimer Powerplay nicht entgehen ließ. Kelly bediente den frei

stehenden Degn am langen Pfosten, der Brückmann beim 1:0 keine Chance ließ.

Die Anfangsphase des zweiten Drittels gehörte dann den Gästen, doch richtig

gefährlich wurde es vor Martinovics Kasten nur selten. Auch hier brauchte es

ein Überzahlspiel, dass die lautstarken Fans des HEC jubeln durften. Kurz

vor Ablauf einer Strafe lief Bietigheim in einem Konter, der von den Falken

elegant zu Ende gespielt wurde. Cabana - Urquhart - St. Jean, Tic-Tac-Toe,

1:1. Danach machten sich die Gäste das Leben durch unnötige Strafen selbst

schwer. Während die Steelers bei fünf gegen fünf recht wenige Akzente setzen

konnten, lag zwei Minuten nach dem Ausgleich in Überzahl die erneute Führung

der Steelers in der Luft, doch Brückmann rettete noch das Remis. In der 35.

Minute war er dann aber das zweite Mal bezwungen, als Geipel von der blauen

Linie abzog und mit einem verdeckten Schlenzer zum 2:1 traf.

Im Schlussabschnitt übernahmen dann di Falken die Initiative und hatten in

einem weiteren Überzahlspiel durch die Reihe um Calce auch gute Chancen zum

Ausgleich. Aber auch danach verstanden es die Steelers, hinten dicht zu

machen, Strafen zu vermeiden und immer wieder einen Schläger dazwischen zu

bekommen. Zwar konnten die Falken phasenweise Druck auf das Tor von

Martinovic ausüben, zwingend war es aber meistens nicht. Dennoch wäre der

Ausgleich sicher im Rahmen des Möglichen und nach Spielanteilen auch nicht

unverdient gewesen. Eine Strafe gegen Calce brachte dann die Entscheidung:

Zwei Minuten vor dem Ende bezwang Walton Brückmann aus kurzer Distanz zum

3:1. (SB)



SC Bietigheim Steelers - Heilbronner Falken 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)

Tore: 1:0 Degn 20. 5-3, 1:1 St. Jean 30. 5-4, 2:1 Seyller 35. 5-4, 3:1

Walton 59. 5-4

Strafminuten: Bietigheim 8, Heilbronn 10; Schiedsrichter:

Heffler; Zuschauer: 2.236