Steelers im Aufwind!?

Steelers im Aufwind!?Steelers im Aufwind!?
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Pünktlich zum Start des zweiten Viertels der Saison hat Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen sein erstes Sechs-Punkte-Wochenende unter Dach und Fach gebracht. Am Freitag wurde der Tabellendritte Duisburg mit 6:0 nach Hause geschickt, am Sonntag gewannen die Steelers mit 5:1 in Bad Tölz.

Sportliches: Das Spiel gegen Duisburg begann mit rund 20-minütiger Verspätung, da der Mannschaftsbus der Füchse im Verkehr stecken geblieben war. Die lange Sitzerei hatte den Duisburgern ganz offensichtlich nicht gut getan, denn die Steelers bestimmten von Beginn an das Spiel. Gleich die erste Strafzeit gegen die Gäste nutzte dann Craig Teeple zum frühen 1:0 (3.). Duisburgs Torhüter Dimitrij Kotschnew sah bei dem Schuss aus spitzem Winkel nicht glücklich aus, hatte überhaupt nicht unbedingt seinen besten Tag erwischt. Beim 2:0 (10.) durch Markus Eberl konnte Kotschnew allerdings nichts machen. Andre Grein hatten den Schuss mit dem Schlittschuh unhaltbar abgefälscht. Bietigheim kam nun richtig in Spiellaune und Craig Teeple ließ noch vor der Pause, erneut aus spitzem Winkel, das 3:0 folgen (12.). In den folgenden 40 Minuten beschränkte sich der SCBB weitgehend darauf das Spiel zu kontrollieren. Zwei Mal Benjamin Hinterstocker im Mittelabschnitt (32., 37.) und Robert Brezina mit einem artistischen Tor im Fallen (52.) stellten schließlich mühelos den Endstand her. Sinisa Martinovic, der den Vorzug vor Scott Fankhouser erhalten hatte, verlebte, abgesehen von einigen kleinen Unsicherheiten zu Beginn, einen ruhigen Abend.

Nach seinem Shoot-Out gegen Duisburg blieb Trainer Daniel Naud auch in Bad Tölz nicht viel anderes übrig, als seinem Ersatztorhüter Sinisa Martinovic erneut das Vertrauen zu schenken. Der dankte ihm das Vertrauen indem er nur ein Tor zuließ. Der Treffer war die Führung der Tölzer nach exakt elf Minuten durch Jeffrey Hoad. Eben jener Hoad hatte nach 13 Minuten im Mitteldrittel noch einmal die Chance für die Isarwinkler zu verkürzen, doch Sinisa Martinovic entschärfte seinen Penalty. Dazwischen brachten Peter Gulda (16.) und Markus Wieland (20.) die Steelers jeweils in Überzahl in Führung. Benjamin Hinterstocker ließ dann in der 29.Minute auch noch das 3:1 folgen. Das Spiel wurde in der Folge immer ruppiger. Immer wieder gab es kleine Rangeleien. Die neu erstarkten Bietigheimer Kufencracks ließen sich davon aber nicht beeindrucken und ließen die Tölzer Buam mit einer starken Defensivleistung nicht zur Entfaltung kommen. Gut zwei Minuten vor Drittelende ließ Markus Eberl schließlich das 1:4 folgen und nach nur 36 Sekunden im Schlussdrittel sorgte Robert Brezina für die endgültige Entscheidung. Damit war die Partie aber noch nicht zu Ende. 86 Sekunden vor der Schlusssirene sorgte eine größere Rangelei noch einmal für Aufsehen. Der Bietigheimer Hauptbeteiligte Markus Schmidt wurde dafür allerdings zunächst nicht bestraft, dafür bekamen Peter Gulda, Fabio Patrzek (SCBB) und Andreas Kruck (ECT) jeweils eine Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen sich verhängt. Nach einem Steelers-Protest und Video-Studium wurde nach dem Spiel die Strafe gegen Gulda aber wieder zurück genommen und dafür Schmidt gesperrt.

Stimmen: Duisburgs Trainer Didi Hegen gratulierte am Freitag seinem Kollegen Danny Naud ohne große Worte. »Wir haben 60 Minuten lang keine Chance gehabt. Bietigheim hat zu Recht gewonnen.« Sein Gegenüber sorgte sich dagegen zunächst um seinen Familienfrieden. »Meine beiden Söhne haben am letzten Wochenende jeweils zu Null gewonnen, deshalb war ich der Depp in der Familie. Heute haben wir auch zu Null gewonnen, so dass ich ohne Probleme nach Hause gehen kann.« Der Bietigheimer Coach freute sich aber auch darüber, dass seine Mannschaft eine geschlossene Leistung geboten hat. »Heute kann man keinen hervorheben, alle haben gekämpft.« Auf Nachfrage gab er dann noch die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Steelers nun endlich kapiert hätten, um was es geht. Zumindest in Bad Tölz wurde diese Hoffnung nicht widerlegt.

Kader: Torjäger Darren Ritchie fehlt den Steelers weiterhin. Einen Versuch ins Training einzusteigen musste der Kandier abbrechen. Inzwischen geht er auch wieder an Krücken. Nicht einig geworden sind sich die Steelers ganz offensichtlich mit Matt Smith, beziehungsweise dessen Agenten. Der wollte einen Vertrag für den Verteidiger ohne weitere Probespiele, in Bietigheim wollte man ihn noch zwei Mal ohne festen Vertrag einsetzen. Sollte sich Smiths Agent nicht noch zum einlenken bereit erklären, will Daniel Naud diese Personalie zu den Akten legen. Liebend gerne würde er aber doch noch einen siebten Ausländer unter Vertrag nehmen. Nach der Verletzung von Darren Ritchie saß ja auch Scott Fankhouser zuletzt nur auf der Bank, so dass die Steelers jeweils mit nur vier Kontingentspielern antraten. Druck lässt sich in einer solchen Situation nicht erzeugen.

Fabio Patrzek und Markus Schmidt sind nach ihren Strafen aus Bad Tölz im nächsten Spiel in Riessersee gesperrt.

Ausblick: Den Steelers stehen mit Auftritten in Riessersee, gegen Tabellenführer Landshut und in Heilbronn ganz schwere Spiele ins Haus. Hier muss sich zeigen, dass die Mannschaft nun tatsächlich endlich auf dem aufsteigenden Ast angekommen ist und dass vor allem die starken Defensivleistungen gegen Duisburg und in Bad Tölz keine Eintagsfliegen waren. Zwischen den Spieltagen liegt die Deutschland-Cup-Pause, in denen Danny Naud seinen Jungs möglicherweise ein paar Tage frei gibt. Denn der unangekündigte Laktattest unter der Woche fiel überaus positiv aus. »Die Spieler sind 20 Prozent fitter als zu Saisonbeginn«, freute sich der Trainer.

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