Steelers feiern ungefährdeten 6:2 Heimsieg gegen EV LandshutBietigheim Steelers

Steelers feiern ungefährdeten 6:2 Heimsieg gegen EV LandshutSteelers feiern ungefährdeten 6:2 Heimsieg gegen EV Landshut
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Vor dem Spiel ehrten die Gastgeber Daniel "Danny" Held mit einer Schweigeminute. Der sympathische Jugend-Coach, ehemalige Spieler und Trainer der Profi-Mannschaft war Montag früh nach langer und schwerer Krankheit verstorben. Die Fans ehrten Ihn auf ihre eigene Weise und begannen erst nach 2:30 Minuten Spielzeit, der Trikotnummer Helds, mit dem Support.

Den Hausherren gelang ein Start nach Maß. Bereits 21 Sekunden nach Anpfiff gingen die Bietigheimer in Führung. Nach schöner Kombination über Matt McKnight und Jason Pinizzotto war es David Wrigley, der zum 1:0 für die Schwaben traf.  Landshut stand von Beginn an unter Druck. Die Steelers beraubten den Gegner mit gewohnt sicherem und tollem Kombinationsspiel jeglichem Raum. Folgerichtig kamen die nächsten Chancen durch David Wrigley und Jason Pinizzotto, die allerdings nur die Latte respektive den Beinschoner von Marco Eishenhut fanden. Beim nächsten Angriff ließen ihn seine Vorderleute jedoch sträflich im Stich. Robin Just und Justin Kelly spielten Katz und Maus mit der Gästemannschaft. Just gab den präzisen Pass auf Frederik Cabana, der den Puck sehenswert im kurzen Eck unterbrachte (9.). Die Hausherren dominierten die Partie nach Belieben und zwangen die Mannschaft unter Trainer Ewald  Steiger richtig gehend in die Defensive, unterbrochen von einigen wenigen Entlastungsangriffen der Bayern. Ein erstes Powerplay konnte der Spitzenreiter dank gutem Unterzahlspiel der Landshuter und einer gehörigen Portion Glück  nicht nutzen. Marcus Sommerfeld traf mit seinem Schuss nur den Pfosten und Frederik Cabana scheiterte am stark parierenden Marco Eisenhut. Dreißig Sekunden vor der ersten Pause klappte es dann aber wie am Schnürchen. Dominic Auger nahm Maß und erzielte auf Zuspiel von Marcus Sommerfeld und David Wrigley den 3:0 Pausenstand

Bietigheim kam gut aus der Kabine und hielt den hohen Druck aus dem ersten Drittel weiterhin aufrecht. Das Tor fiel aber diesmal auf der anderen Seite. Bietigheims  Silo Martinovic konnte  Puck nicht festhalten und die Scheibe flipperte im Gewühl vor dem Tor hin und her. Ex-Steeler PJ Fenton schaltete am schnellsten und vollendete zum 3:1. Die Gäste aus der Dreihelmstadt witterten nun Morgenluft, wagten sich weiter in die Offensive und wurden für einen unnötigen Puckverlust bitter bestraft. Dominic Auger eroberte die Scheibe und legte ab auf Mark Heatley. Die Nummer #71 der Steelers schickte Archie Skalbeck auf die Reise, der auf 4:1 erhöhen konnte. Der EVL ließ sich, wohl gefrustet ob des Spielstandes,  zu einem unnötigen Bandencheck hinreißen. Die Schwaben bedankten sich artig für das Geschenk und schraubten den Spielstand nach nur 13 Sekunden in Überzahl auf 5:1. Robin Just und Matt McKnight hatten Marcus Sommerfeld wunderbar in Szene gesetzt und dieser ließ dem Landshuter Schlussmann mit seinem trockenen Schuss keine Chance. Eben dieser Marco Eisenhut rettete wenig später ganz stark gegen Frederik Cabana. Dieser war im Alleingang durch die gesamte Landshuter Mannschaft gepflügt und fand erst kurz vor der Torlinie seinen Meister im Torhüter, der mit einem ganz starken Reflex einen weiteren Treffer verhindern konnte. Der EVL bemühte sich auch nach vorne Akzente zu setzen, doch die Bietigheimer Defensive machte die erschreckend schwachen Offensivbemühungen relativ mühelos zu Nichte. "Wir hatten uns einiges Vorgenommen und uns auch etwas ausgerechnet. Allerdings fehlte bei uns die Laufbereitschaft und wir hatten Probleme im Spielaufbau. Bietigheim war schlichtweg eine Nummer zu gross für uns.", legte Ewald Steiger die Schwachstellen seiner Mannschaft schonungslos offen.

Landshut präsentierte sich im Schlussdrittel nun deutlich aktiver. Insbesondere in der Offensive legten die Dreihelmstädter gerade in puncto Laufbereitschaft nach und auch die Defensive um den jungen Keeper Marco Eisenhut machte jetzt einen stabileren Eindruck. Der Drops schien dennoch gelutscht - Bietigheim kontrollierte das Spielgeschehen quasi nach Belieben und ließ nur wenige Torchancen der bayerischen Gäste zu. Die gefährlichste Landshuter Möglichkeit verwertete Cody Thornton in der 52. Spielminute zum 5:2. Im direkten Gegenzug fiel beinahe dann das 6:2 durch Archie Skalbeck. Der quirlige US-Boy war aus kurzer Distanz zum Schuss gekommen, EVL-Keeper Eisenhut konnte gerade noch parieren. Gut drei Minuten vor Ende machten  Ex-Steeler PJ Fenton und Benjamin Kronawitter einen Abstecher in den Boxsport. Auch aus diesem ging der Bietigheimer als klarer Punkt-Sieger hervor. In der 58. Spielminute fiel der nächste sehenswerte Treffer des Vizemeisters. Matt McKnight schickte Jason Pinizzotto auf die Reise, der der das halbe Dutzend voll machen konnte und mit dem 6:2 auch gleichzeitig den Endstand markieren konnte.

"Für beide Teams war es das neunte Spiel in zehn Tagen, mit unserem kleinen Kader natürlich ein enormes Problem. Für uns waren Justin Kelly und Frederik Cabana heute ganz wichtig. Beide haben uns heute enorm viel Energie gegeben was uns letztendlich den Sieg gesichert hat", zeigte sich Kevin Gaudet mit der Leistung seiner Mannschaft zum Abschluss der Englischen Wochen sehr zufrieden.

Statistik:

1:0 - David Wrigley (Jason Pinizzotto, Matt McKnight) 0:21
2:0 - Frederik Cabana (Robin Just, Justin Kelly) 8:09
3:0 - Dominic Auger (Überzahl-Tor) (David Wrigley, Marcus Sommerfeld) 19:30
3:1 - Paul-John Fenton (Patrick Jarrett, Peter Abstreiter) 1:56
4:1 - Archie Skalbeck (Mark Heatley, Dominic Auger) 4:29
5:1 - Marcus Sommerfeld (Überzahl-Tor) (Robin Just, Matt McKnight) 6:35
5:2 - Cody Thornton (Peter Baumgartner, Bill Trew) 11:33
6:2 - Jason Pinizzotto (Matt McKnight, David Wrigley) 17:08

Schiedsrichter: Eugen Schmidt

Strafenzeiten:
Bietigheim Steelers: 14
EV Landshut: 22



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