Starkes zweites Drittel beschert Löwen Frankfurt Sieg im Spitzenspiel6:1-Erfolg gegen die Bietigheim Steelers

Eduard Lewandowski traf für die Löwen Frankfurt. (Foto: dpa/picture alliance)Eduard Lewandowski traf für die Löwen Frankfurt. (Foto: dpa/picture alliance)
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Die Steelers starteten stark und gaben, begünstigt durch eine frühe Strafe der Löwen, den Ton an. Erst in der 8. Minute traf Ex-Löwen Brett Breitkreuz zum 0:1 für die Gäste aus dem Ellental, doch in der Folge bissen die Löwen durch Carter Proft mit dem Ausgleich zurück und sorgten für ein insgesamt ausgeglichenes ersten Drittel. Im zweiten Drittel agierten die Löwen dann trotz einseitiger Regelauslegung der Schiedsrichter zugunsten der Steelers spielbestimmend, konnten die Bietigheimer die zum Teil schmeichelhaften Geschenke der Referees Engelmann/Westhaus nicht ausnutzen und gerieten sogar ins Hintertreffen. Innerhalb sieben Minuten trafen Deslile mit einem sehenswerten Schlagschuss, Adam Mitchell, Lewandowski in Überzahl sowie Lukas Koziol nach gutem Zuspiel Mike Fischers. „Wir wissen, was uns stark macht. Wir haben ein gutes Team, viel Talent und auch wenn Bietigheim das erste Tor erzielt hat, wussten wir, wir würden das Spiel auf unsere Seite ziehen – ob am Ende letztlich 3:1 oder 6:1. Wenn wir hart arbeiten, sind wir nur schwer zu schlage“, kommentiert die kanadische Defensiv-Kante Steven Deslile nach dem Spiel. Sein Tor war dabei weniger durchdacht als einfach nur clever aufs Tor gebracht: „Eigentlich wollte ich zum Wechseln gehen und hatte den Puck gesehen. Ich habe den Puck aber noch gesehen und einfach geschossen. Ich weiß, dass ich einen guten Schuss habe und bringe den Puck einfach Richtung Netz.“

Und dann spricht Deslile die Eishockey-Weisheit schlechthin aus: „…and good things happen“, wie er mit seinem 2:1 von der Blauen auch beweist. Oben links schlägt der Puck wie ein Strahl ein, Steelers-Goalie Williams war machtlos. „Als Eishockeyspieler kann man sich immer verbessern. Voraussetzung dafür ist, mit deinem Spiel zufrieden zu sein. Heute konnte ich das sein und schaue jetzt auf das nächste Spiel. Mit meiner vorherigen Station in Prag ist die DEL2 schwer vergleichbar. Das Spiel hier ist physischer, weniger defensiv, es fallen mehr Tore. Es gibt viele gute Spieler hier, auch in Europa gibt es einige gute Spieler. Einfache Spiele gibt es nicht. Es liegt an uns, über 60 Minuten konstant zu spielen und zu gewinnen. Wir haben gute Trainer, müssen von uns aber gewillt sein, 60 Minuten zu kämpfen. Wir haben bereits ein Spiel nach 5:2-Führung 6:7 verloren. Wir wissen zwar, dass das passieren kann und haben selber schon Spiele gedreht, aber das wollen wir ja eigentlich nicht.“ Die nächste Gelegenheit, die weiße Heimweste zu wahren, bietet das Spitzenspiel und zugleich Derby gegen die Kassel Huskies, die am Freitag, 25. Oktober, um 19.30 Uhr in Südhessen antreten.