Starke Starbulls verlieren unglücklich beim SpitzenreiterKnappe Niederlage in Bremerhaven

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Grün-Weißen überzeugten vor 4.422 Zuschauern in der ausverkauften Eisarena am Wilhelm-Kaisen-Platz mit einer konzentrierten Defensivleistung und drehten einen 0:1-Rückstand nach dem ersten Spielabschnitt in eine 2:1-Führung, die bis fünf Minuten vor der Schlusssirene Bestand hatte. Doch zwei glückliche Tore der Gastgeber in den Schlussminuten lassen die Starbulls trotz eines bärenstarken Auftritts einmal mehr mit leeren Händen die Heimreise von einem Auswärtsspiel antreten.
Die Starbulls machten von Beginn an deutlich, dass die intensive Trainingsarbeit in der Deutschland-
Cup-Pause, bei der der Schwerpunkt auf dem Defensivspiel lag, gleich beim schweren Gastauftritt in
Bremerhaven Früchte tragen sollte. Und auch der in einer frühen Unterzahlphase kassierte
Gegentreffer durch einen Rückhandabschluss von Bremerhavens David Zucker nach nicht einmal fünf Spielminuten brachte die Rosenheimer nicht aus dem Konzept.
Im zweiten Spielabschnitt war es zunächst Christian Neuert, der einen schnellen Gegenstoß mit dem
Ausgleichstreffer zum 1:1 krönte, indem er Torwart Kuhn tunnelte (25.). Und im Powerplay erzielte
schließlich der vehement nachsetzende C.J.Stretch im zweiten Versuch den vielumjubelten
Führungstreffer für die Starbulls zum 2:1 (33.). Allerdings spiegelte die Torausbeute der Grün-Weißen nicht die Überlegenheit im zweiten Spielabschnitt wider. Unter anderem Strakhov, Zick, MacLeod und Renner ließen gute Chancen liegen. Selbst Bremerhavens Coach Ben Doucet gab nach der Partie zu: „Wenn die Starbulls da das dritte Tor machen, hätte uns das sehr weh getan.“
Ein drittes Rosenheimer Tor fiel trotz einiger guter Möglichkeiten auch im letzten Spielabschitt nicht.
Trotzdem sah es so aus, als könnten die Starbulls ihre Führung ins Ziel retten. Zu verzweifelt und
unstrukturiert wirkten die Aktionen der Gastgeber, noch den Ausgleich zu erzielen. Der fiel aber dann
knapp fünf Minuten vor der Schlusssirene doch – und zwar auf sehr unglückliche Weise: Radek Havel schloss mit der Rückhand ab, Timo Herden wehrte die Scheibe mit der Fanghand eigentlich ab, doch über den Innenpfosten fand das Hartgummi doch noch den Weg ins Tor. Und es kam noch schlimmer: In der vorletzten Minute ließ die Starbulls-Defensive Marian Dejdar etwas zu viel Platz, Torwart Timo Herden machte die kurze Ecke auf und der Bremerhavener Kapitän fand genau die Lücke – 3:2 (59.). Die Starbulls versuchten noch einmal alles, nahmen den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und erarbeiteten sich durch Lindlbauer, Neuert und Stretch noch drei riesige Chancen zum 3:3, doch der starke Torwart Gerry Kuhn bescherte im Verbund mit dem Pfosten des Bremerhavener Tores einen glücklichen Sieg des Spitzenreiters über starke Starbulls.
„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft“, analysierte Coach Franz Steer nach der
Partie. „Wir haben unseren Spielplan gut umgesetzt, wenig zugelassen, aber leider zu viele eigene
Chancen liegen gelassen. Heute hat fast alles gepasst – nur das Ergebnis nicht“.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim

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