Starbulls zurück an der SpitzeDEL2 kompakt

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Der EVL bezog durch ein in der Schlussphase hochdramatisches 3:4 bei den Fischtown Pinguins die dritte Niederlage in Folge und wurde von der Spitze auf Rang vier durchgereicht. Für die Seestädter bedeutete der 13. Heimsieg zugleich das Vorrücken auf Rang zwei. Neuer Dritter ist Meister Bietigheim, der Ravensburg durch ein 3:0 die dritte Heimniederlage beibrachte. In Sachen Playoffs erarbeiteten sich die Lausitzer Füchse durch ein 4:1 gegen die Heilbronner Falken als direkten Kontrahenten einen "Sechs-Punkte-Sieg". Derweil Riessersee beim bayerischen Kräftemessen im Allgäu ein ungefährdetes 5:1 einfuhr, feierte Crimmitschau im Sachsen-Derby gegen Dresden nicht nur in der Overtime ein 3:2, sondern auch den ersten Saisonerfolg gegen das Team aus der sächsischen Landeshauptstadt überhaupt.


Lausitzer Füchse– Heilbronner Falken 4:1 (3:0 1:1 0:0)

Dank eines starken ersten Drittels sichern sich die Lausitzer Füchse drei wichtige Heimpunkte im Kampf um die Playoff-Ränge. Zwei Tore von Scott King stellten schon in der Anfangsphase die Weichen Richtung Sieg. Doch unerklärlicherweise lief im zweiten Drittel bei den Hausherren nicht mehr viel zusammen. Heilbronn dreht auf und dominierte. Allerdings blieben vielen Chancen ungenutzt. Lediglich Oldie Robert Hock traf kurz vor der zweiten Pause zum 4:1. Im letzten Abschnitt neutralisierten sich beide Teams. Vor 2456 Zuschauern passierte nicht mehr viel. Während für die Falken die schwarze Auswärtsserie weitergeht (sieben Niederlagen am Stück), feierte das Team von Dirk Rohrbach den ersten Erfolg nach drei Niederlagen.
Tore: 1:0 Scott King (0:45) 2:0 Scott King (3:45) 3:0 Phillipp Pinter (13:18) 4:0 Sebastian Klenner (33:08) PP1 4:1 Robert Hock (39:18) PP1
Zuschauer: 2.456

ESV Kaufbeuren – SC Riessersee 1:5 (0:1, 1:1, 1:3)

Klar und deutlich mit 5:1 siegte der SC Riessersee vor 1.449 Zuschauern beim ESV Kaufbeuren. Konnten die Joker im ersten Drittel bis zum 0:1 durch Kracik das Spiel noch offen gestalten zeigte sich im zweiten Drittel, wo die Reise für den ESVK hingeht. Detsch erzielte noch den Ausgleich, der SCR zeigte sich aber spielfreudiger und hatte die besseren Möglichkeiten. Maximilian Kastner stellte in der 35. Minute die Weichen, Bohmbach, Rimbeck und Regan sorgten im Schlussdrittel für den verdienten 1:5 Endstand.
Tore: 0:1 Jaroslav Kracik (8:29/PP2), 1:1 Hans Detsch (21:57), 1:2 Maximilian Kastner (34:21), 1:3 Andrew Bohmbach (45:38), 1:4 Michael Rimbeck (56:02), 1:5 Tim Regan (59:54)
Zuschauer: 1.449

Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers 0:3 (0:1, 0:0, 0:2)

Eine äußerst clevere Defensivleistung führte die Bietigheim Steelers zu einem 3:0 Auswärtssieg in Ravensburg. Die Gastgeber bestimmten zwei Drittel lang weitgehend das Spiel, an Jochen Vollmer im Steelers Tor gab es allerdings kein Vorbei. Die Entscheidung fiel in der 55. Minute, als Schoofs in Unterzahl per Alleingang das 2:0 markierte.
Tore: 0:1 Mark Heatley (16:19/PP1), 0:2  René Schoofs (54:13/SH1), 0:3 Mark Heatley (59:59/SH1/ENG) (Henry Martens)
Zuschauer: 2.695

Fischtown Pinguins – EVL Landshut Eishockey 4:3 (0:0, 4:1, 0:2)

Mit einem hochverdienten  4:3 (0:0/4:1/0:2) Sieg gegen den Ligenprimus aus Landshut stürzten die Fischtown Pinguins am heutigen Abend den Spitzenreiter der DEL 2.  Es war das erwartete Spitzenspiel. Beide Mannschaften, obwohl stark ersatzgeschwächt, gaben von der ersten Minute an ihr Bestes. Zweifelsohne, im ersten Abschnitt waren die Seestädter das klar dominierende Team, verstanden es aber nicht, die sich ihnen bietenden Chancen in Tore umzumünzen. Aber auch die Gäste aus Niederbayern konnten in einigen Situationen ihre Gefährlichkeit aufblitzen lassen. Besonders nach einer Strafe gegen Ryan Martinelli, zeigten die Ehrenberger Schützlinge ein gefälliges Powerplay.  Im Mittelabschnitt gestaltete sich weiterhin eine sehenswerte Partie, in der die Pinguine im Powerplay durch Cook mit 2:0 in Führung gehen können. Cook war es auch, der die Seestädter mit einem lupenreinen Hattrick mit 3:0 in Führung bringen konnte, ehe Hafenrichter mit einem blitzsauberen Treffer sogar das 4:0 erzielen konnte. Kurios der Anschlusstreffer der Gäste, den Max Brandl in der Manier eines Fußballers zum zwischenzeitlichen Pausentee beitrug.   Im Schlussabschnitt blieben die Seestädter das klar dominante Team, mussten in der Schlussphase der Partie aber noch einmal zittern, als die Gäste durch zwei Powerplaytore gefährlich verkürzen konnten. Insgesamt gesehen war der Sieg der Pinguine jedoch mehr als hochverdient.
Tore: 1:0 (28:42) Cook  PPS; 2:0 (29:27) Cook, PP1; 3:0 35:29) Cook 4:0 (39:13) Hafenrichter 4:1 (39:29) Brandl, 4:2 (55:40) Trew; 4:3 (57:08) Abstreiter PP1;
Zuschauer: 4.254 (ausverkauft)

Starbulls Rosenheim - EC Bad Nauheim 4:1 (0:0, 0:0, 4:1)

Die Roten Teufel führten im letzten Abschnitt beim Gastspiel in Rosenheim bereits mit 1:0 und hielten knapp 53 Minuten lang mit beim Co-Tabellenführer der DEL2, am Ende hieß es dennoch 4:1 (0:0, 0:0, 4:1) für die Starbulls, die innerhalb von nur drei Minuten das Match im Schlussabschnitt für sich entschieden. "Wir haben uns 53 Minuten an alles gehalten, was wir uns vorgenommen hatten. Und dann machen wir den einen Fehler, den wir heute Morgen noch bei der Videoanalyse angeschaut hatten und den wir unbedingt vermeiden wollten. Danach stürzt mit Daniel Ketter ein Rekonvaleszent nach mehrwöchiger Pause und Rosenheim geht 2:1 in Front. Anschließend haben die Starbulls die individuelle Klasse, um das Match nach Hause zu fahren, zumal wir uns in den letzten Minuten nicht mehr an unsere Marschroute gehalten haben", analysierte EC -Coach Daniel Heinrizi das Match nach dem Schlusspfiff. "Bad Nauheim war taktisch gut eingestellt und hat als Aufsteiger so gespielt, wie wir das früher gemacht haben. Sie sind gut besetzt und haben kompakt gestanden. Wer vorher dachte, dass wir sie an die Wand spielen würden, der hat heute gesehen, dass auch die Gegner gutes Eishockey spielen können", zollte Rosenheims Coach Franz Steer dem Spiel der Roten Teufel durchaus Respekt.
Tore: 0:1 (46:35) Pinizzotto 1:1 (52:47) Frank, 2:1 (53:00) Gottwald, 3:1 (55:54) Strakhov 4:1 (57:17) Hauner
Zuschauer: 1.964

Eispiraten Crimmitschau – Dresdner Eislöwen 3:2 (0:1,2:1,0:0,1:0) OT

Vor 3.026 Fans ging Dresden  ersten Drittel verdient in Führung. Die Gäste waren bissiger und bereits früh erfolgreich. Nach dem Wechsel schafften die Eispiraten den perfekten Auftakt. Schietzold stocherte den Puck über die Linie zum Ausgleich. Dann war es erneut der Verteidiger, der einem Weitschuss in den Winkel hämmerte. Dresden kam in der Folge aber wieder mit mehr Elan und schaffte den Ausgleich. Das sollte es zunächst gewesen sein. In der Verlängerung dann die entscheidende Szene: T.J Fast schleppte die Scheibe mit und deutete einen Weitschuss an, legte aber quer, wo Harrison Reed frei einschieben konnte. Ein Traumtor.
Tore: 0:1 Hugo Boisvert (04:04), 1:1 André Schietzold (21:09), 2:1 André Schietzold (23:23), 2:2 Christoph Ziolkowski (29:36), 3:2 Harrison Reed (62:42)
Zuschauer: 3.026

Der 37. DEL2-Spieltag im Überblick:

Lausitzer Füchse– Heilbronner Falken 4:1 (3:0 1:1 0:0)
ESV Kaufbeuren – SC Riessersee 1:5 (0:1, 1:1, 1:3)
Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers 0:3 (0:1, 0:0, 0:2)
Fischtown Pinguins – EVL Landshut Eishockey 4:3 (0:0, 4:1, 0:2)
Eispiraten Crimmitschau – Dresdner Eislöwen 3:2 (0:1,2:1,0:0,1:0) OT
Starbulls Rosenheim - EC Bad Nauheim 4:1 (0:0, 0:0, 4:1)


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