Starbulls unterliegen effektiven RavensburgernViele Chancen vergeben

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Die Starbulls begannen wie die Feuerwehr und schnürten Ravensburg in den ersten Minuten in deren Drittel regelrecht ein. Die Oberschwaben zeigten sich aber nur kurz beeindruckt und hievten sich spielerisch und kämpferisch schnell auf Augenhöhe. Intensiv und schnell ging es hin und her. C.J. Stretch hatte nach Rückpass von Wade MacLeod das 1:0 auf dem Schläger, Gästekeeper Rohde konnte die Scheibe aber aus dem kurzen Eck fischen (5.). Auf der anderen Seite scheiterte Stefan Langwieder frei an Torwart Timo Herden (6.). Die erste Überzahlsituation der Partie nutzte
Ravensburg gleich nach wenigen Sekunden zur Führung. Goldhelmträger Brian Roloff, der in dieser
Szene zu seinem ersten Scorerpunkt gegen Rosenheim in der laufenden Spielzeit kam, sah
Konstantin Schmid im Slot und der ließ Timo Herden per Rückhand keine Chance (14.). Rosenheims
Antwort ließ aber keine Minute auf sich warten. Wade MacLeod fuhr um das Tor und wartete dann so
lange mit seinem Abschluss, bis sich trotz vieler Spieler im Slot eine Lücke auftat, durch die er das
Spielgerät hoch und unhaltbar für den Gästekeeper im Tor platzierte – 1:1 (15.). Auch die nächste
Aktion war sehenswert: David Vallorani fuhr Slalom durch die Ravensburger Abwehr, wurde beim
Abschluss frei vor Christian Rohde hart am Rande der Regelwidrigkeit gestört und im Nachfassen
konnte der Ravensburger Torwart die Rosenheimer Führung verhindern (16.). Für die kalte Dusche
der Hausherren sorgte dann aber Fabio Carciola. Sein satter Schlagschuss von der blauen Linie
schlug in der 19. Spielminute flach im rechten Eck des Rosenheimer Tores ein und bedeutete, dass
die Towerstars auch ihr zweites Überzahlspiel mit eine Treffer veredelten.
Im zweiten Spielabschnitt agierten die Starbulls fast fünf Minuten am Stück in Überzahl, mehr als eine
Minute sogar mit zwei Spielern mehr auf dem Eis. Manuel Edfelder per Rückhand, Wade MacLeod
aus kurzer Distanz und Michael Rohner gegen eine fast schon komplett auf dem Boden robbende
Ravensburger Abwehr brachten die Scheibe aber jeweils nicht im leeren Tor unter. Wie brutal effektiv
Überzahl gespielt werden kann, bewiesen dann erneut die Gäste. Radek Krestan schloss das dritte Ravensburger Powerplay mit dem dritten Treffer per Flachschuss aus dem linken Bullykreis ab – 1:3
(25.). Die Grün-Weißen drängten vehement auf den Anschlusstreffer. Zunächst hatte ihn Manuel
Edfelder auf dem Schläger, seine Direkabnahme eines Querpasses von Vallorani flog aber wenige
Zentimeter über die Latte. Ein Versuch von Maximilan Vollmayer verfehlte das lange Eck knapp, einen Handgelenkschuss aus kurzer Distanz von MacLeod verschluckte der Fanghandschuh von
Gästekeeper Rohde. Auch bei einem, allerdings sehr schwach ausgeführten Strafschuss, von David
Vallorani nach einer „Notbremse“ von Carciola blieb der Ravensburger Keeper Sieger (36.). Noch in
der gleichen Spielminute kam Vallorani nach perfektem Zuspiel von Edfelder völlig frei aus Nahdistanz zum Abschluss, vergab jedoch auch seine zweite hundertprozentige Möglichkeit binnen weniger Sekunden. Einen Schlagschuss von Max Renner entschärfte Rohde per Reflex mit dem Schoner, ehe der Gästekeeper Sekunden vor der zweiten Pausensirene mächtig Glück hatte, dass Tyler McNeely einen Diagonalpass knapp neben den Pfosten anstatt ins völlig offene Eck des Ravensburger Tores setzte.
Der hochverdiente Anschlusstreffer für die Starbulls fiel aber gleich mit Wiederbeginn. Ganze 20
Sekunden waren im letzten Drittel gespielt, als C.J.Stretch die über Stefan Loibl und Wade MacLeod
servierte Scheibe zum 2:3 im Tor unterbrachte (41.). Und dann überschlugen sich die Ereignisse. Erst rettete Timo Herden nach einem schlimmen Abwehrfehler mit seinem reaktionsschnell
herauszuckenden Beinschoner sensationell gegen den frei vor ihm abziehenden Max Brandl, ehe der Ausgleichstreffer zum 3:3 schon beschlossene Sache schien. Doch MacLeod setze die Scheibe aus wenigen Metern über das sperrangelweit offene Gästetor, nachdem Torwart Rohde gegen Stretch noch retten konnte. Im Gegenzug verwertete Brian Roloff ein Zuspiel von Konstantin Schmidt zum 2:4 (47.). Die Starbulls gaben sich aber nicht auf, suchten konsequent den Weg in die Angriffszone, kämpften dort um jeden Zentimeter und wurden in der 57. Minute mit dem Anschlusstreffer zum 3:4 belohnt. Erst gegen Stretch und dann gegen Lindlbauer konnte Gästetorwart Rohde noch retten, dann aber hatte MacLeod keine Mühe, die abgeprallte Scheibe aus kurzer Distanz ins Netz zu heben. McNeely hatte per Bauerntrick die Chance zum 4:4, zielte aber knapp daneben. Mit Anbruch der letzten Spielminute wurde MacLeod hinter dem Gästetor gefährlich in die Bande gecheckt. Hauptschiedsrichter Sascha Westrich stellte aber kein Vergehen fest und belegte stattdessen den frustrierten MacLeod mit einer zehnminütigen Disziplinarstrafe. Starbulls-Kapitän Peter Lindlbauer, mit dem sich der Referee in eine Diskussion verstrickte, wurde schließlich sogar mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe in die Kabine geschickt.
Durch die unglückliche Heimniederlage gegen effektive Towerstars ist der sechste Tabellenplatz für
die Starbulls Rosenheim in weite Ferne gerückt. Sieben Punkte beträgt der Rückstand nun auf die im
Augenblick dort rangierenden Löwen aus Frankfurt, die zudem ein wesentlich besseres, praktisch
nicht mehr aufzuholendes Torverhältnis gegenüber den Starbulls aufweisen. Für die Mannschaft von
Franz Steer gilt es nun, sich zunächst den siebten Tabellenplatz von den Dresdner Eislöwen
zurückzuholen.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim

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