Starbulls können gegen Kassel nicht gewinnenHeimniederlage gegen Huskies

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Es war die achte Rosenheimer Niederlage im achten Spiel gegen die Nordhessen nach deren Aufstieg zur Vorsaison in der DEL 2 – und die dritte in Folge nach Overtime mit einem von Jamie MacQueen erzielten „Game- Winning-Goal“. Unabhängig vom Ausgang des letzten Spiels am Dienstag in Bremerhaven steht damit fest, dass die Starbulls am kommenden Freitag mit einem Heimspiel gegen Crimmitschau oder Riessersee in die Pre-Playoff-Runde starten.
Die Starbulls setzten die Gäste aus Kassel vom ersten Bully an mit offensivem Spiel und intensivem
Forechecking konsequent unter Druck. Bereits nach zwei Spielminuten rettete der Pfosten für den
schon geschlagenen Gästekeeper Markus Keller. Starbulls-Verteidiger Christoph Gottwald hatte
geschossen, Maximilian Vollmayer im Slot abgefälscht. In der 6. Spielminute war Keller dann machtlos, als Manuel Edfelder geschickt spekulierte, sich die Scheibe an der Bande schnappte und
abzog. Keller wehrte noch ab, war gegen den Abstauber von Fabian Zick aber machtlos. Die Starbulls blieben das gefährlichere Team, C.J.Stretch und zweimal Tyler McNeely scheiterten aber am starken Gästekeeper. Mit zunehmender Spieldauer konnten die Gäste aus Nordhessen die
Angriffsbemühungen der Starbulls zwar effektiver unterbinden, kamen aber kaum zu eigenen
Torchancen. Die einzige klare Einschussmöglichkeit der Huskies vergab Sören Sturm, als er frei im
Slot das kurze Eck verfehlte (12.).
Das zweite Drittel war ganze 28 Sekunden alt, als Kassel seine erste Überzahlsituation gleich eiskalt
nutzte. Carter Proft war aus dem Halbfeld erfolgreich, hatte aber Glück, dass Starbulls-Keeper Herden seinen Handgelenkschuss durch die Schoner rutschen ließ. Die Starbulls brauchten einige Minuten, um ihre Spieldominanz wieder zu finden. Dann zog Peter Lindlbauer von der blauen Linie ab, die Scheibe blieb vor dem Kasseler Torraum hängen, Wade MacLeod wurde beim Versuch des
Abschlusses von Torwart Keller regelwidrig zu Fall gebracht aber Dominik Daxlberger konnte ins leere Tor abstauben – 2:1 (27.). Stretch und MacLeod hatten sogar das 3:1 auf dem Schläger, doch der starke Gästekeeper parierte spektakulär. Weil die Nordhessen auch ihr zweites Überzahlspiel sofort mit einem Treffer krönten, stand es nach 31 Minuten aber 2:2. Jean-Michel Daoust hatte im Slot zu viel Platz und visierte maßgenau das rechte obere Eck an. Diesmal hatte Herden keine
Abwehrchance. Die Starbulls blieben trotzdem das überlegene Team und drängten vehement auf den dritten Führungstreffer. Doch Huskies-Torwart Keller wuchs regelrecht über sich hinaus und rettet mit sehenswerten Paraden gegen MacLeod, Stretch und McNeely das 2:2 in die zweite Pause. Mächtig Glück hatte Keller, als er nach einem Save chancenlos am Boden lag und von Tyler McNeely
überlupft wurde, die Scheibe aber wenige Zentimeter über die Latte des Gästetores flog.
Im letzten Spielabschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Schlittenhunde waren nun
präsenter. Richtig gefährlich waren sie aber erneut nur im Powerplay. Daoust scheiterte zweimal am
gut reagierenden Timo Herden. Die Starbulls erarbeiteten sich nach wie vor gute Chancen, die
Abschlüsse fielen aber immer unkonzentrierter aus. Zick traf frei vor Keller die falsche Entscheidung,
als er Loibl in nicht mehr günstiger Position anspielte, anstatt selbst abzuschließen, MacLeod wählte
dagegen bei einer Drei-gegen-Eins-Situation den zu egoistischen Abschluss aus ungünstigem Winkel. In der 53. Minute gingen dafür die Gäste glücklich und überraschend in Führung. Daxlberger spielte einen schlechten Pass im eigenen Drittel, von Beppo Franks Schlittschuh sprang das Hartgummi in den Slot und Lennart Pallausch verwandelte frei vor Torwart Herden zum 2:3. Die Starbulls gaben sich aber nicht geschlagen sondern erhöhten die Schlagzahl noch einmal. Max Renner scheiterte zweimal bei freier Schussbahn (55.) und Manuel Edfelder schob einen Rückpass von Zick in die Schoner des am entfernten Pfosten postierten Gästekeepers anstatt ins offene kurze Eck (56.). In der Schlussminute riskierte Trainer Franz Steer alles und nahm seinen Keeper zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Zudem agierten die Starbulls in Überzahl und 24 Sekunden vor Ende lag die Scheibe zum vielumjubelten 3:3 im Gästetor. Peter Lindlbauer hatte aus dem Gewühl fünf Meter vor dem Tor abgezogen und das Spielgerät trudelte abgefälscht über die Linie.
In der Verlängerung hatten Rosenheims McNeely (62.) und Kassels MacQueen (64.) hochkarätige
Chancen zum Siegtreffer. Der fiel schließlich 48 Sekunden vor Ende der Overtime auf umstrittene
Weise. Starbulls-Torwart Herden schien den Handschuh längst auf der Scheibe zu haben, Kassels
MacQueen stocherte aber vehement nach und schob das Spielgerät unter vehementen Protesten der Starbulls-Spieler irgendwie über die Linie. Damit erzielte Kassels Topscorer im dritten Spiel in Folge gegen die Starbulls – einmal im Penaltyschießen, zweimal in der Overtime – das „Game-Winning- Goal“.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim

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