Starbulls im Viertelfinale - Gegner Bremerhaven Starbulls Rosenheim

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Es war zunächst das erwartete enge Spiel. Die Starbulls kamen im ersten Drittel besser ins Spiel, zur Mitte hatte dann Weißwasser die Oberhand. Das 0:0 nach den ersten 20 Minuten war leistunsgerecht und entsprach dem Spielverlauf. Im zweiten Drittel stellten die Füchse um und konnten vor allem zu Beginn durch aggressives Forechecking die Starbulls im eigenen Drittel einschnüren. Allerdings reagierte Rosenheim sehr gut und kam immer besser in die Partie.

Gottwald bricht den Bann

Das wurde in der 29. Minute belohnt. Im Powerplay feuerte Tim Kunes zwischen blauer Linie und Bullykreis einen Schlagschuss ab, den Kapitän Stephan Gottwald im Slot stehend noch abfälschte und so zum 1:0 traf. In der Folge spielte Rosenheim stark und hätte durchaus noch einen zweiten Treffer nachlegen können, darauf mussten die Starbullsfans aber noch ein wenig warten.
Der Geduldsfaden wurde aber alles andere als überstrapaziert. Nach exakt 46 Sekunden traf Max Hofbauer nach schöner Vorarbeit von Andrej Strakhov per Direktabnahme zum 2:0. Keine zwei Minuten später beendete Mario Trabucco seinen Torfluch und machte das 3:0 zur Vorentscheidung.

Die Füchse gaben sich allerdings nicht auf und fingen nun an, sich dem Saison-Aus entgegenzustellen. Mit dem Mut der Verzweiflung schossen sie aus allen Lagen, Timo Herden im Rosenheimer hielt aber stand.

Herden bei Gegentreffer machtlos

Gegen den Anschlusstreffer konnte er allerdings auch nichts machen, ein Schlagschuss von der blauen Linie wurde zunächst von einem Rosenheimer abgefälscht und fiel hoch aus der Luft auf Jens Heyer. Herden war am rechten Pfosten, die Scheibe prallte aber von Heyer Richtung linker Pfosten und plumpste ins Tor zum 1:3.

Die Zeit verrann, ohne dass Weißwasser nochmal nachlegen konnte. Dann setzte Trainer Dirk Rohrbach alles auf eine Karte und nahm rund drei Minuten vor Spielende Torhüter Jonathan Boutin zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Was mit sächsischem Druck enden sollte, wurde zum Ärgernis. Füchse-Spieler Sean Fischer checkte unsanft und regelwidrig Tyler McNeeyl in die Bande. Gottwald erklärte ihm, dass es so nicht gehe, dann ließ Fischer die Fäuste sprechen. Gottwald reagierte besonnen und setzte sich nicht zur Wehr. “Ich habe kurz überlegt, ob ich zurückhaue. Aber ich wollte keine Strafe und schon gar keine Sperre riskieren und er hat eh nur meinen Helm getroffen.”

Fischer kassierte insgesamt sechs Strafminuten, Gottwald durfte auf dem Eis bleiben. Der Versuch, mit sechs Feldspielern doch noch zum Anschluss zu kommen, war gescheitert. Rohrbach versuchte es zumindest nochmal mit fünf Feldspielern. Bei einem Bully im Rosenheimer Drittel nahm er wieder Boutin raus, das nutzte dann Max Hofbauer mit einem Empty-Net-Goal zur endgültigen Entscheidung.

Mit taktischer Disziplin ins Viertelfinale gegen Bremerhaven

“Wir haben heute unglaublich diszipliniert gespielt”, sagte Starbulls-Trainer Franz Steer. “Wir hatten keine so guten Spiele am Freitag und am Sonntag und der Sieg in Weißwasser war natürlich glücklich, aber heute haben wir verdient gewonnen.” Dirk Rohrbach wertete dies auch so und trauerte dem Sonntagsspiel nach, das “wir nicht hätten verlieren dürfen. Die Serie haben wir nicht heute verloren, sondern am Sonntag.”

Jetzt müssen sich die Starbulls auf lange Busfahrten einstellen. Der Gegner im Viertelfinale heißt Bremerhaven. Weil Dresden den SC Riessersee in den Pre-Playoffs ausschaltete, treffen die Starbulls als zweitschlechtestes Team der Hauptrunde auf das zweitbeste – die Fischtown Pinguins. Dresden bekommt es mit den Bietigheim Steelers zu tun.


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