Standing Ovations am Westbahnhof

Haie kommen zum JubiläumHaie kommen zum Jubiläum
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Jubel am Essener Westbahnhof. Mit 6:4 besiegte der ESC Moskitos Essen die Dresdner Eislöwen in der 2. Bundesliga. Gerade einmal 19 Sekunden waren gespielt, da stand es 1:0 für den Gast aus Sachsen. Robert Brezina konnte nicht kontrolliert werden und schoss sein fünftes Tor gegen die Moskitos. Die nächsten zweieinhalb Minuten hatte Dresden deutlich die Überhand und Joaquin Gage musste in höchster Not mehrmals eingreifen.

Tyson Mulock brachte mit seinen 30. Tor für die Moskitos und dem 1:1-Ausgleich wieder Ruhe in die Essener Mannschaft. Dresden blieb zwar die überlegene Mannschaft, aber der Gastgeber hatte ein gutes Wörtchen mitzureden. In der letzten Spielminute, die Löwen waren wohl schon in der Kabine beim Pausentee, brachte wieder Tyson Mulock mit dem 2:1 seine Mannschaftskameraden und die Essener Fans zum Jubeln.

Zwei Minuten vor dem Ende der Pause waren beide Teams schon wieder auf dem Eis, die Moskitos wollten dort weiter machen wo sie aufgehört hatten und Dresden wollte das verhindern. In der 28. Spielminute war es wieder Robert Brezina, der Joaquin Gage im Essener Gehäuse überwinden konnte.

Aber der neue Spielstand (2:2) hatte nicht lange Bestand, Dean Beuker brachte die Mücken mit einer schönen Bogenlampe wieder in Front. Als in der 33. Spielminute Daniel Willasckek auf dem Sünderbänkchen saß, nutzte Dresdens David Musial die eigene Überzahl auf dem Eis zum 3:3 und die Einladung der Essener Hintermannschaft zum 4:3-Führungstreffer nahm er auch gleich noch dankend an.

Nur 37 Sekunden später, viel Gewühl vor Marek Mastik, aber der Puck geht nicht ins Tor, das bleibt Arthus Kruminsch vorbehalten, der völlig unbedrängt abziehen konnte und der Löwenkeeper war zum vierten Mal an diesem Abend überwunden.

Im letzten Drittel wirkten die Gäste etwas müde, was auch Essens Trainer Jari Pasanen bei der anschließenden Pressekonferenz bescheinigte. Seiner Mannschaft zollte er großen Respekt, sie hätten in den letzten drei Spielen gekämpft bis zum Umfallen, keine Spur von Müdigkeit.

Grundstein für den Erfolg war wohl auch die grandiose Vorlage vom „Spieler des Abends“ Tyson Mulock, der noch im Fallen einen Zuckerpass auf Danny Albrecht spielte und dem 5:4 hatten die Dresdner nicht mehr viel entgegen zu setzen.

Boris Lingemann blieb es vorbehalten mit seinem Tor zum 6:4, einen Schlusspunkt unter ein Drittel zu setzen, das sogar die Sitzplatztribüne von ihren Sitzen riss. Standing Ovations hatte es am Westbahnhof schon lange nicht mehr gegeben, aber verdient war es allemal.

Tore: 0:1 (0:19) Robert Brezina (Martin Sekera, Greg Schmidt), 1:1 (3:58) Tyson Mulock (Dean Beuker, Markus Busch), 2:1 (19:36) Tyson Mulock (Markus Busch, Andre Grein), 2:2 (27:30) Robert Brezina (Rudolf Wolf, Martin Sekera), 3:2 (30:52) Dean Beuker (Tyson Mulock, Torsten Heine), 3:3 (33:01) David Musial (Radek Vit, Sergej Stas/5-4), 3:4 (35:39) David Musial (Sergej Stas, Pavel Vit), 4:4 (36:16) Artus Krumnisch (Aki Tuominen, Andre Grein), 5:4 (42:39) Danny Albrecht (Tyson Mulock), 6:4 (47:47) Boris Lingemann (Conny Strömberg, Andre Grein/5-4). Strafen: Essen 10, Dresden 6.