Spitzenspiel und Derby

Steelers im Aufwind!?Steelers im Aufwind!?
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An diesem Wochenende wird sich zeigen, ob der SC Bietigheim-Bissingen in der Vorrunde noch nach der Tabellenspitze greifen kann. Am Freitag (20 Uhr) gastiert nämlich Tabellenführer SC Riessersee im Ellental, und am Sonntag müssen die Steelers zum badisch-württembergischen Derby in Freiburg antreten.

Drei Punkte Vorsprung hat der SC Riessersee auf den SCBB, allerdings haben die Werdenfelser auch schon drei Spiele mehr absolviert. Bei nur noch vier Spielen, die das Team von Peter Gailer noch zu absolvieren hat, ist ein Sieg in Bietigheim also schon beinahe Pflicht. Zumindest dann, wenn der Traditionsverein von der Zugspitze auch am Ende der Vorrunde den Platz an der Sonne belegen will. Und dieser Wunsch scheint so sicher wie das Amen in der Kirche. Kürzlich als der SCR eine Schwächephase durchlief, drohte Geldgeber Horst Lasse sogar an die Gehälter der Spieler zu kürzen. Das Ziel des reichen Onkels aus Amerika steht jedenfalls fest. Er möchte mit seinem Heimatverein so schnell wie möglich in die DEL aufsteigen. Dazu drohte er sogar bereits an, als ihm die Zuschauerzahlen während der Saison nicht zusagten, notfalls nach München umzuziehen.

Auch in Bietigheim will man in die DEL. Beim SCBB hat man sich aber einen etwas großzügigeren Zeitrahmen gesteckt. In den nächsten drei, vier Jahren soll es soweit sein, hatte Präsident Eduard Fehr vor der Saison verkündet. Aber sicherlich wäre man im Ellental auch nicht abgeneigt, wenn es in dieser Saison schon klappen würde. Dazu muss man aber erst einmal schauen, dass die Ausgangsposition für die Play-Offs stimmt. Und das scheint trotz einer hervorragenden Ausgangsposition mit Platz zwei derzeit nicht gerade einfach zu sein. Die halbe Mannschaft ist nämlich derzeit angeschlagen. Kapitän Craig Teeple und Agostino Casale plagen sich beide mit einer Handverletzung herum. Beide haben aber am vergangenen Wochenende schon die Zähne zusammengebissen und wieder gespielt. Auch einem Einsatz von Calvin Elfring, der am Sonntag noch kurzzeitig humpelnd das Eis verlassen hatte, steht wohl nichts im Wege. Etwas fraglicher sieht es da bei Peter Gulda (Bänderriss in der Schulter), Florian Jung (Bänderriss im Sprunggelenk) und Markus Eberl (Muskelfaserriss in der Wade) aus. Gulda und Jung standen zwar bereits wieder auf dem Eis, ein Einsatz wird sich jedoch sicherlich erst sehr kurzfristig entscheiden. Markus Eberl wollte dagegen erst in den letzten beiden Trainingseinheiten wieder ins Eistraining einsteigen, aber auch bei ihm scheint ein Einsatz nicht ganz ausgeschlossen.

Riessersee ist in diesem Punkt dagegen beinahe sorgenfrei. Neben dem schon seit Saisonbeginn verletzten Trainersohn Georg Gailer, fehlt derzeit nur Martin Hinterstocker. Beim Sonntagsgegner der Steelers, dem EHC Freiburg sieht es jedoch ähnlich schlecht aus. Mit Jiri Cihlar (Gehirnerschütterung), Dion Del Monte (Knie), Robert Brezina (Lebensmittelvergiftung) und Alexander Andrievski (Kehlkopf Operation) sind gleich vier Leistungsträger angeschlagen bzw. verletzt. Trotzdem ist das Team des letztjährigen Steelers-Trainers Thomas Dolak so etwas wie die Mannschaft der Stunde. In den letzten 15 Partien haben die Breisgauer lediglich drei Mal verloren. Dabei haben die Wölfe unter anderem auch direkt nacheinander die Spitzenteams Bad Nauheim, Bietigheim, Landshut, Riessersee und Straubing geschlagen. Für eine Interessante Partie ist also in jedem Fall gesorgt. Dabei werden auch drei der besten Spieler der zweiten Bundesliga auf dem Eis stehen. Am Freitag beim Heimspiel gegen Riessersee werden Craig Teeple und Darren Ritchie von der Fachzeitschrift Eishockey News als bester Mittelstürmer bzw. bester Außenstürmer ausgezeichnet. Auf Freiburger Seite wird voraussichtlich am Sonntag Oldie Bedrich Scerban die Auszeichnung als bester Verteidiger entgegen nehmen können.


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