Spiel 7 muss die Entscheidung bringen EC Bad Nauheim

Spiel 7 muss die Entscheidung bringen Spiel 7 muss die Entscheidung bringen
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"Ich denke, dass wir die ersten 15 Minuten gut ins Spiel gekommen und verdient in Führung gegangen sind. Nach dem Ausgleich waren wir aber zu nervös, das zweite Drittel war insgesamt sehr zerfahren. Im letzten Drittel hat Crimmitschau die entscheidenden Konter setzen können, so dass wir uns alles das, was wir uns in den letzten zehn Tagen erarbeitet haben, selber wieder auf null gestellt haben", sagte EC-Coach Daniel Heinrizi nach dem Spiel. "Das war heute eine tolle Leistung meines Teams, das sehr willensstark agiert hat. Nach dem 2:1 wollten wir das Ergebnis zu sehr verwalten, was uns in Bedrängnis gebracht hat, aber für Dienstag weitere Erkenntnisse bringt. Jetzt fehlt nur noch ein Sieg, um die Saison für uns positiv zu gestalten", so ETC-Trainer Fabian Dahlem.

Bei den Roten Teufeln war wieder Taylor Carnevale im ersten Angriff dabei, für ihn musste Michael Dorr als überzähliger Ausländer zuhause bleiben. Die Westsachsen agierten von Beginn an wie am Freitag und machten mit Forechecking viel Druck auf die Bad Nauheimer Abwehr. Darüber hinaus begünstigt durch eine Hinausstellung gegen EC-Verteidiger Mitch Versteeg gelangen den Eispiraten die ersten Torschüsse durch Heinisch und Reed (5.), doch beide Male war Jan Guryca zwischen den Pfosten der Hessen zur Stelle. Die Gäste kamen in der 7. Spielminute zu ihrer ersten schön herausgespielten Szene durch die nominell zweite Reihe um Kevin Lavallee, der Deutsch-Kanadier scheiterte mit seinem Schuss aus spitzem Winkel jedoch an Ryan Nie. Die Wetterauer bekamen anschließend gleich zwei Mal die Chance, im Powerplay einen Treffer zu markieren, mehr als ein Schuss von Matt Beca über das Crimmitschauer Gehäuse sprang dabei jedoch nicht heraus. Als ETC-Verteidiger T.J. Fast von der Strafbank kommend vor das Bad Nauheimer Tor zog und regelwidrig von Dan Ringwald gestoppt wurde, pfiff Hauptschiedsrichter Sicorschi einen Penalty, bei dem der Gefoulte jedoch an Guryca scheiterte (12.). Es waren fortan eher Einzelaktionen, die Gefahr durch die Kurstädter erzeugten, eine hiervon landete in der 14. Minute jedoch im Netz: Sean McMonagle chippte von der blauen Linie das Hartgummi einfach mal mit der Rückhand in Richtung Tor, wo viel Verkehr um Nie herrschte, und plötzlich war der Puck über der Linie: 0:1. Die Hausherren reagierten aber prompt und erhöhten nochmal die Schlagzahl. Folge war der Ausgleich durch Campbell in der 18.Minute, als der Kanadier nach einer schönen Kombination mit einem platzierten Schlagschuss erfolgreich war.

Die Gastgeber zeigten auch mit Beginn des Mittelabschnitts den größeren Zug zum Tor, was mit dem 2:1 durch Bucheli, der einen Rebound nach einem Kimmel-Schuss nutzen konnte, in der 24.Minute belohnt wurde. Die Gäste bekamen nach wie vor keinen richtigen Zugriff auf das Spiel, es waren einzig kurze Lichtmomente vorhanden wie beim abgefälschten Schuss von Taylor Carnevale, als das Hartgummi die Linie entlang lief, anstatt ins Netz zu gehen. Crimmitschau blieb zunächst seinem intensiven Spiel treu und betrieb hohen körperlichen Aufwand, was den Gästen so gar nicht schmeckte. Als ausnahmsweise mal ein wenig Platz auf dem Eis vorhanden war, zog Matt Beca vor das Tor nach einem Helms-Pass, doch Nie war stets auf dem Posten und auch diesmal hellwach (34.). Viel mehr Gefährliches konnten die Hessen leider nicht verzeichnen, aber auch die Eispiraten nahmen sich mit zunehmender Spieldauer etwas zurück, so dass es mit dem knappen Rückstand aus Bad Nauheimer Sicht in die zweite Pause ging.

Im letzten Abschnitt wollten es die Gäste noch einmal wissen. Nun waren sie besser im Spiel und kamen durch Pinizzotto freistehend im Slot zu ihrer besten Chance, doch der Stürmer verzog über das Tor. Die Roten Teufel schritten weiter voran und kamen zu guten Gelegenheiten durch Reimer und Ringwald, doch beide wollten zu platziert treffen und schossen über das Crimmitschauer Gehäuse. Überhaupt fehlte den Gästen in der gesamten Partie so ein wenig das Schussglück. ETC-Coach Fabian Dahlem spürte die wachsende Power der Hessen und nahm eine Auszeit. Wohl zur rechten Zeit, denn seine Mannschaft war nun wieder geordneter und wusste, dass sie mit einem weiteren Treffer die Vorentscheidung markieren konnten. Und so kam es auch: Heider spielte Kimmel im Slot frei, dieser ließ Jan Guryca keine Chance beim 3:1 (52.). Die Roten Teufel probierten noch einmal alles: Mitch Versteeg zwang Ryan Nie zum Nachfassen, doch die Scheibe war wieder nicht im Tor. Besser machten es da die Westsachsen, die durch Pitt in der 57.Minute endgültig alles klar machten. Die Treffer von Reed und Beca zum 5:2-Endstand waren da nur für die Statistik von Bedeutung.

ETC Crimmitschau - EC Bad Nauheim 5:2 (1:1, 1:0, 3:1)
Tore:
0:1 (13:15) McMonagle (Reimer)
1:1 (17:55) Campbell (Schietzold)
2:1 (23:36) Bucheli (Kimmel, Tramm)
3:1 (51:13) Kimmel (Heider)
4:1 (55:23) Pitt (Campbell)
5:1 (56:50) Reed (Fast, Forster)
5:2 (57:18) Beca
Strafminuten: ETC 10 / ECN 6
Zuschauer: 2.008


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